US-amerikanische Werte feiern einen Jahrestag: 20 Jahre Guantánamo!
Isabella Klais / Aufbruch - Wir für Deutschland!
Die vielzitierten Werte der USA, auf die sich auch ihre gekauften und / oder erpreßten Vasallen in der übrigen Welt - darunter jene in Deutschland - so oft und gerne berufen, tragen viele Namen. „Guantánamo“ ist nur einer von ihnen. Guantánamo aber feiert heute sein 20-jähriges Bestehen.
Der US-amerikanische Militärstützpunkt auf Kuba existiert zwar schon seit über 100 Jahren; mehr als denkwürdige internationale Berühmtheit erlangte er jedoch erst mit dem dortigen Internierungslager für den USA suspekte Individuen. Es ist nicht auszuschließen, daß es auch zur letzten „Heimat“ von Julian Assange werden wird bei seiner Auslieferung an seine Verfolger.
Außer unsäglich grausamen Foltermethoden, kultiviert man in Guantánamo eine neue Variante der Sicherungsverwahrung: ohne Anklageerhebung und Gerichtsurteil vegetieren dort Insassen ohne Perspektive einer Freilassung oder einer Klärung der gegen sie erhobenen Vorwürfe vor sich hin - ständiger Angst ausgesetzt vor den Torturen ihrer gnadenlosen Peiniger. Eine Anklage unterbleibt, weil das Beweismaterial gegen die Verdächtigten zu dürftig erscheint, um ihre Verurteilung auf dieser Grundlage als wahrscheinlich zu erachten. Die Mißhandlungen perpetuieren das Schicksal der Betroffenen, denn bei einer Freilassung würden sie davon öffentlich Zeugnis ablegen. Um das zu verhindern, werden sie lebendig begraben. Guantánamo hat sicher schon weitaus mehr Terroristen geschaffen als bekämpft.
Um die eigene Schande zu vertuschen, werden ihre Opfer eliminiert. Das wiederholt sich im Fall Julian Assange und läßt auf ein eingespieltes Prinzip der USA schließen.
Das sind diejenigen, die zusammen mit ihren Adepten es weltweit wagen, anderen Lektionen über Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte zu erteilen und Mißstände anderenorts anzuprangern. So viel Chuzpe sucht ihresgleichen.
Wäre allein Guantánamo nicht Grund genug, diesen Staat der Schande international zum Paria zu erklären und mit Sanktionen zu belegen, zumindest aber einmal sich von ihm loszusagen und ihm die Gefolgschaft zu verwehren???
https://www.dw.com/de/die-ewigen-gefangenen-von-guant%C3%A1namo/a-60364563

So wie bei Julian Assange haben die Systemmedien kein Problem damit. Verständlich, sind ja die Medien dieses Systems. Nur, und das ist das wirklich Bittere daran, kann man die Bürger hier nicht freisprechen. Denn das muss sogar der "politikferne" Mensch erkennen, von den anderen ganz zu schweigen.