Die Idee des Film-Aliens..

in Deutsch Community2 months ago

1000037249.jpg

Ich bin ein großer Horror- und Science Fiction Fan, vor allem fasziniert mich die Filmreihe Alien.
Ich mache mir immer wieder Gedanken woher die Leute ihre Ideen haben. Da ich mich auch für unsere Tierwelt interessiere, bin ich zufällig über eine kleine Doku von Moränen gestoßen. Ich sah das Bild mit den zwei Kiefern und dachte sofort an die weltbekannte Horrorfigur "Alien".
Ein bisschen Recherche hat ergeben, dass die Erfinder des Films sich von der Anatomie der Muräne inspirieren haben lassen, um das Design des Xenomorph-Kiefers zu entwickeln.
Auf den Bildern, besonders auf dem unteren Bild erkennt man sehr gut wie der Ablauf der Nahrungsaufnahme funktioniert, also bei den Moränen. Es gibt neben den Moränen noch ein paar wenige andere Knochenfische die ein ähnliches Skelett aufweisen z. B Karpfen, aber diese haben keinen weiteren Schlund sondern Schlundzähne, die im Rachenraum liegen und so die Nahrung zermalmen, da Karpfen am Kiefer sonst keine Zähne besitzen.
Bei der Moräne funktioniert es so:

  1. Der äußere Kiefer – fangen und festhalten
    Muränen leben in engen Felsspalten. Ihr Körper ist lang und schlangenförmig, und ihr Maul öffnet sich schmal nach vorne.
    Dadurch können sie – anders als viele andere Fische – keinen starken Sog erzeugen, um Beute einzusaugen.
    Der äußere Kiefer dient also nur dazu:
    Beute zu packen und sie kurz festzuhalten.
    Aber: Damit ist die Beute noch lange nicht „eingezogen“ oder sicher.

  2. Der innere Kiefer (Pharyngeal- oder Rachenkiefer) – der eigentliche Transporteur.
    Hier kommt der spektakuläre zweite Kiefer ins Spiel:
    Dieser sitzt tief im Rachen.
    Er kann sich aktiv nach vorne bewegen, fast wie im Horrorfilm.
    Er greift die bereits gefangene Beute erneut und zieht sie dann rückwärts in den Schlund.
    Das ist einzigartig unter Fischen und funktioniert wie ein beweglicher Greifarm.

🔍 Warum brauchen sie dieses System?

Weil Muränen in engen Höhlen lauern, wo sie nicht „ansaugen“ können oder glitschige, schnell flüchtende Beute (z. B. Fische, Kraken) jagen aber keine großen Mundhöhlen haben, um Druck aufzubauen.
Der innere Kiefer ist also eine Anpassung an ihren Lebensstil als Höhlenjäger.
Ohne die zweiten Kiefer könnten Muränen ihre Beute kaum sicher verschlingen.

Ich finde sowas total spannend. Beim Aussehen des Kopfes und des Körpers vom Film Alien wurde sicher auch von der Natur Inspiration geholt. Er ähnelt für mich sehr einer riesigen Schrecke. Man weiß, dass die Vorlage der Filmfigur von H. R. Giger stammt. Er zeichnete das Wesen mit unterschiedlichem Aussehen, aber der zweite, innere Schlundkiefer wurde von ihm für den Film entworfen.
Schöne Träume.

Sort:  

Congratulations!! Your post has been upvoted through steemcurator06. We encourage you to publish creative and quality content, so you have a chance to get valuable upvotes.
Curated By: chant