Eine verrückte Geschichte..

in Deutsch Community5 hours ago

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Das ist eine verrückte Geschichte, die natürlich nur mir passieren kann

Mitten in der Nacht, vor etwa drei Wochen, kam mein Kater von draußen herein. Ja, Wochen (zum Glück war ich noch wach) kam mein Kater von draußen herein. Mein Fernseher gab gerade so viel Licht ab, dass ich erkennen konnte, dass er etwas Großes im Mund hatte. Ich bin sofort aufgesprungen, habe ein großes Glas und ein Papier geholt. Währenddessen habe ich Geräusche von der Beute gehört, die ich noch nie zuvor gehört hatte – es klickte. Ich habe schnell erkannt, dass es eine Fledermaus war. Ich habe versucht, Verletzungen festzustellen, konnte aber nichts Blutiges sehen. Ja, ich weiß, es gibt auch innere Verletzungen, aber mein Kater bringt immer unverletzte Beute mit nach Hause, weil er das Todesspiel gerne in der Wohnung spielt. Ich durfte schon öfter saubermachen, wenn ich nicht zu Hause war. Ich habe die Fledermaus dann nach draußen gebracht und ab diesem Zeitpunkt alles falsch gemacht. Danach habe ich meiner KI ein paar Fragen gestellt und sie hat mich aufgeklärt: Ich hätte die Fledermaus nicht auf den Boden setzen sollen, denn vom Boden aus kann sie nicht starten, sondern muss erst mühsam irgendwo hinaufklettern. Außerdem hätte ich sie überhaupt nicht aussetzen dürfen, denn Fledermäuse stehen unter Naturschutz. Ich hätte sie am nächsten Tag einem zuständigen Experten bringen müssen. Der hätte sie mit Antibiotika versorgt, denn Katzenspeichel kann für Fledermäuse tödlich sein. Ach ja, die KI hat mir auch noch einen Schrecken eingejagt, denn es gibt Fledermaustollwut! Einerseits heißt es, dass die Tollwut seit einigen Jahren ausgerottet sei, weshalb viele Tierärzte auch nicht mehr dagegen impfen, aber das betrifft nur die Fuchstollwut. Wo ist hier die Logik? Ich habe meinen Kater nach Bissspuren im Gesicht abgesucht. Im Gesicht ist das Fell dünn, und die Fledermaus war entweder jung oder eine Zwergfledermaus. Ich habe nichts gefunden.

Einige Tage später begann es, mich zu jucken. Zunächst dachte ich, dass es Stechmücken waren, aber die Punkte wurden immer mehr. Da sie nur im Brustbereich und am oberen Rücken waren, fiel der Verdacht zunächst auf ein Wäschestück. Als meine Mutter dann erwähnte, dass es sich auch um Flöhe handeln könnte, habe ich zunächst alle persönlichen Kontakte eingestellt. Ich habe relativ zügig einen Termin bei der Hautärztin bekommen. Sie sagte, dass es an der Fledermaus liegt, ich Vogelmilben habe, aber nicht ansteckend bin. Ich habe dann recherchiert und herausgefunden, dass Fledermäuse zwar auch Vogelmilben haben können, aber meist eine eigene Milbenart haben, die der Vogelmilbe sehr ähnlich ist. Seltsam ist nur, dass sich mein Kater nicht gekratzt hat, zumindest nicht mehr als sonst. Lag es also wirklich an der Fledermaus oder hat mein Kater draußen einen Vogel gejagt? Wenn ein paar Milben von meinem Kater wegen der Fledermaus auf mich übergegangen sind, frage ich mich, warum es so viele Bisse waren, aber nur am Oberkörper. Die Begründung, warum wir durch Vogelmilben nicht ansteckend sind, ist wohl die gleiche wie auch bei Flöhen. Wir sind keine Wirte, die Tierchen können sich durch unser Blut nicht vermehren und sterben dann. Wenn ich jedoch jemanden umarme, könnten sie auf eine andere Person krabbeln. Das verstehe ich nicht ganz. Dass es mich nun, zwei Wochen später, an manchen Stellen immer noch juckt, hätte ich so nicht erwartet, denn die Stellen sind am Abheilen und es hat sich nichts vermehrt.
Ich habe schon immer Katzen gehabt, aber noch nie eine Fledermaus oder Milben.
Ich dachte, dass der Beitrag vielleicht interessant ist, weil fast alle Menschen Haustiere besitzen.
Liebe Grüße