EU-Regelungen für Kryptobörsen - ich glaub, ich steh im Wald!

in Deutsch Unplugged3 days ago

Kinder, Kinder, was haben wir für Zeiten erlebt, "Be your own bank", ein Hauch von Freiheit wehte durch die verstaubten Gassen, ihr könnt ihr euch sicher noch erinnern. Was ist daraus geworden?

Hmm, ja, pfff... damit ist eigentlich alles gesagt!

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Bildgrundlage mit besten Dank an Ehrecke/Pixabay

MiCA

Unter Was hat es mit MiCA ab 01.07.2026 auf sich? hatte ich das schon kurz umrissen. Es gibt eine lange Liste von Börsen, die das Ganze wenig "juckt" und vermutlich vorerst so weiter machen wie bisher.

DAC8

Ab 01.01.2026 erfolgt ein automatischer Datenaustausch mit dem Finanzamt. Transaktionsdaten, Gewinne, Erträge... KI meint dazu: Ein „Vergessen“ von Krypto-Gewinnen in der Steuererklärung ist damit praktisch unmöglich.

Praktisch unmöglich heißt, auf EU überwachten regulierten Börsen werden 2027 die Transaktionsdaten von 2026 an das Finanzamt übermittelt. Wer die Freigrenzen überschritten hat aber nicht angibt, könnte Post bekommen.

Travel Rule

Die europäische Travel Rule regelt nicht etwa einen Ausflug in die Natur, sondern bedeutet das Ende der Anonymität.

Börsen sind jetzt verpflichtet, bei jedem Krypto-Transfer Daten von Absender und Empfänger zu übermitteln. Das ist der Grund, warum Wallet-Adressen bei der Börse verifiziert werden müssen und zwar sowohl beim Empfangen als auch beim Senden.

Transfers zwischen zwei Börsen funktionieren wie klassische Banküberweisungen, Name und Kontodaten reisen im Hintergrund mit.

Bei eigenen Wallets muss zwingend ein Inhaberschaftsnachweis erbracht werden, nur so weiß die Börse, dass es tatsächlich deine Wallet-Adresse ist. Zur Verifizierung verlangen mache Börsen einen Screenshot deiner Wallet, bei anderen gibt es Formulare, die auszufüllen sind. Relativ "Nutzerfreundlich" wird es bei Bitvavo gehandhabt und ist im Absatz Transaktionen zu oder von Self-Hosted Wallets beschrieben.

Allergische Reaktionen

Ab 2020 habe ich mir eine akute Verordnungsallergie zugezogen! Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, wird es bei der Beschäftigung mit solchen Themen nicht besser. Ich mache das auch nicht freiwillig, der Grund war, ich wollte mir eigentlich einen Account bei Bitvavo erstellen.

Jetzt bin ich etwas ratlos, denn ich weiß noch nicht, ob sich meine heftigen Niesattacken wieder legen werden. Wie geht's euch bei dem Thema?

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 3 days ago 

Der EU Regulierungswahn ist lästig. Da bin ich ganz bei dir. Habe ebenfalls einen verifizierten Account bei Bitvavo. Kenne das. Man muss sich halt anpassen ;)

 3 days ago 

Muss man da wirklich jede Adresse freischalten bzw. verifizieren? Ich denke an LTC/BTC, wo für den Empfang jeweils neue Adressen generiert werden. Oder ich sende von einer Adresse auf der z.B. 10 LTC drauf sind 2 LTC - dann landen 8 LTC auf einer Wechselgeldadresse. Will ich dann wieder was einzahlen, müsste ich wieder verifizieren. Gut, so oft hat man das nicht, stell ich mir trotzdem nicht so prickelnd vor.

Auch die Vorstellung der Zuordnung von Adressen. Aha, der Schlingel hat damit dies und jenes bezahlt. Das könnte dann rückwirkend und auch zukünftig ausgelesen werden. Ich mag kein Payback und das wäre next Level.

Du siehst schon, ich tue mich da etwas schwer damit. Würde auch auf einem Parkplatz keinem Fremden der fragt erzählen wo ich herkomme und wohin ich gehe. Nicht weil ich etwas zu verheimlichen hätte, sondern einfach, weil es einem Fremden nichts angeht.

 2 days ago (edited)

Bei Auszahlungen: Im Prinzip ja. Ich nutze die selbe Adresse mehrfach, ein Kalenderjahr lang, dann mach ich eine neue. In Bezug auf die Haltefrist finde ich das Übersichtlich.
Wechselgeld: In der eigen verwalteten Wallet spielen neue Adresse keine Rolle. Das heist, du kannst so viele nutzen und erzeugen und intern benzuzen, wie du für richtig hältst.
Einzahlungen: den meisten Börsen ist es noch egal. Wenn nicht, wird eben ein Zwischenschritt auf eine verifizierte Adresse nötig sein.
Man muss aber die Gebühren und auch das UTXO Management im Auge behalten. Kann sonst recht teuer werden.

 2 days ago 

hehe willkommen in der Version 2.0 der besseren Diktaturen die man gemeinhin "westliche Demokratien" nennt die Horte des Friedens und der Freiheit 😉 wobei sich der Definition nach dies nun beides abgeschafft hat, aber nur für normale Bürger, nicht etwa für Politiker und "fremde -Kurzzeit- Anwesende".
Es ist echt in Trauerspiel mit anzusehen wie alles was Sinn macht den Bach runterght und der ganze Woke-Scheiß der aus dem Land vom verrückten Häuptling rübrschwappt bedingungs- und klaglos (oder fraglos) übernommen wird...ohne Rücksicht auf Verluste 🤔👎

 2 days ago 

Ich bin da bei dir.
Daneben wird mir das zunehmend kompliziert. Warum zum Geier soll ich nicht von Dritten Kryptos bekommen dürfen oder an Dritte transferieren!?

Da wird unter Begründung auf einzelne schwarze Schafe gleich die ganze Herde bestraft...

 2 days ago 

an Dritte transferieren daran hab ich jetzt gar nicht gedacht. Brauch ich zwar eher selten, trotzdem eine Einschränkung.

Bin wieder mal am Aufräumen, Endspurt quasi, was so rumfliegt kommt auf die Hardware Wallet. Gefühlt gibt es weltweit keine Exchange auf der ich keinen Account hatte :-)

 yesterday 

Habe auch in der jüngsten Vergangenheit bei diversen Anbietern (nicht nur Börsen) einen Account gelöscht. Umso weniger so rumgeistert, um so weniger Angriffsfläche bietet man Datenhändlern und Darknetaktivisten.

Brauch ich zwar eher selten, trotzdem eine Einschränkung.

Stimmt, es sei denn, man möchte zum Beispiel mit BTC bezahlen.
Man stelle sich das mal bei Girokonten vor: "Sie wollen Ihre Miete überweisen? Das geht leider nur, wenn das Konto Ihnen gehört!"