Violence Behind Closed Doors | Gewalt hinter verschlossenen Türen

Hallo,

Sometimes a topic comes up that you actually never planned to write about, but somehow it stays in your head. That is exactly what happened to me with the subject of violence in relationships.

And I will say one thing right at the beginning: I do not expect this post to receive many votes. It is a controversial topic, and especially when it comes to violence against men, people often prefer to stay silent. Maybe that is exactly why I think it is worth writing about.

For me, there should actually be no discussion about one basic point. Violence in a relationship is wrong. A man has no right to hit his wife or partner, and a woman has no right to hit her husband or partner. That should be completely normal.

Still, I sometimes have the feeling that society does not always react in the same way.

If a man slaps a woman, most people immediately say that this is unacceptable. And that reaction is completely right. Violence against women must be taken seriously, and it is important that there are shelters, counselling centres, helplines and other forms of support.

But what happens when the situation is reversed?

When a woman slaps a man, the reaction can suddenly sound very different. Then you hear things like “He is a man, he can take it” or “It was only a slap”. Sometimes people even ask why he did not simply defend himself.

And that is exactly where I start to have a problem.

Of course, physical differences exist. A strong man can cause much more serious injuries to a smaller woman with one blow. That cannot and should not be ignored. But physical strength should not decide whether violence is acceptable or not.

A slap does not suddenly become harmless just because it hits a man. And if someone is afraid of their partner, feels humiliated or is repeatedly attacked at home, then the first question should not be whether that person is male or female.

What bothers me most is this old idea of the “strong man”. A man should not complain, should not show weakness and should deal with his problems himself. But especially when it comes to violence, this way of thinking can become a real problem.

Imagine a man walking into a police station and saying: “My wife hits me regularly.”

How many men would already feel ashamed before saying that sentence? How many would wonder whether they would even be taken seriously? Maybe they would be afraid that somebody might laugh or ask why they did not simply stop her.

And maybe that fear is one of the reasons why many men remain silent.

When we talk about violence against women, most people immediately know that support exists. Almost everyone has heard of women’s shelters, helplines and counselling centres, and that is important because these services are absolutely necessary.

But if I ask the same question about men, things become much less clear.

Where does a man go if he no longer feels safe at home? Who does he call? Where can he stay if he has to leave the relationship immediately?

I had to think about that myself.

And that alone already says something.

This is not about turning men and women against each other. It is also not about claiming that men and women experience violence in exactly the same way or that the consequences are always identical.

That is not the point.

For me, the point is much simpler: nobody should have to accept violence in a relationship.

We often hear the sentence “You don’t hit women.” And of course I agree with that.

But I think the sentence should not end there.

It should be: You don’t hit your partner.

Or even simpler: You don’t hit people.

A relationship should be a place where both people feel safe. Of course couples argue. People get angry, become loud, say things they regret later or slam a door. That happens.

But physical violence is something else.

Once hitting becomes part of a relationship, a line has been crossed. And for me, that line should be the same for everyone.

Maybe some people will disagree with this post. Maybe others will say that violence against men cannot be compared with violence against women. And maybe this post will disappear without many votes.

That is okay.

Sometimes the topics that receive the least attention are exactly the ones we should talk about more.

And maybe one sentence should finally disappear from our way of thinking:

“You are a man. You can take it.”

No.

He should not have to.

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Manchmal kommt man auf ein Thema, über das man eigentlich gar nicht schreiben wollte, aber irgendwie bleibt es einem im Kopf hängen. Genau so war es bei mir mit dem Thema Gewalt in Beziehungen.

Und eines sage ich direkt am Anfang: Ich rechne bei diesem Beitrag nicht gerade mit vielen Votes. Das Thema ist kontrovers, und gerade wenn es um Gewalt gegen Männer geht, wird noch immer erstaunlich wenig darüber gesprochen. Vielleicht ist genau das aber auch ein Grund, warum man darüber schreiben sollte.

Für mich sollte es eigentlich bei einem Punkt überhaupt keine Diskussion geben. Gewalt in einer Beziehung ist falsch. Ein Mann hat kein Recht, seine Frau oder Partnerin zu schlagen, und genauso wenig hat eine Frau das Recht, ihren Mann oder Partner zu schlagen. Eigentlich sollte das selbstverständlich sein.

Trotzdem habe ich manchmal das Gefühl, dass gesellschaftlich nicht immer gleich reagiert wird.

Wenn ein Mann einer Frau eine Ohrfeige gibt, ist die Reaktion meistens sofort eindeutig. Das geht nicht. Und genau diese Reaktion ist auch richtig. Gewalt gegen Frauen muss ernst genommen werden, und es ist wichtig, dass es Frauenhäuser, Beratungsstellen, Hilfetelefone und andere Möglichkeiten gibt, Unterstützung zu bekommen.

Aber was passiert eigentlich, wenn die Situation andersherum ist?

Wenn eine Frau einem Mann eine Ohrfeige gibt, klingt die Reaktion plötzlich oft ganz anders. Dann hört man Sätze wie „Der ist doch ein Mann, der kann das ab“ oder „War doch nur eine Ohrfeige“. Manchmal kommt sogar die Frage, warum er sich nicht einfach gewehrt hat.

Und genau da beginnt für mich das Problem.

Natürlich gibt es körperliche Unterschiede. Ein kräftiger Mann kann einer deutlich kleineren Frau mit einem Schlag wesentlich schwerere Verletzungen zufügen. Das kann und sollte man nicht ignorieren. Aber körperliche Stärke sollte doch nicht darüber entscheiden, ob Gewalt akzeptabel ist oder nicht.

Eine Ohrfeige wird nicht plötzlich harmlos, nur weil sie einen Mann trifft. Und wenn jemand Angst vor seinem Partner hat, sich gedemütigt fühlt oder zu Hause immer wieder körperlich angegangen wird, dann sollte die erste Frage nicht sein, ob dieser Mensch ein Mann oder eine Frau ist.

Was mich dabei besonders beschäftigt, ist dieses alte Bild vom „starken Mann“. Ein Mann soll nicht jammern, keine Schwäche zeigen und seine Probleme selbst lösen. Gerade beim Thema Gewalt kann genau diese Denkweise aber zum Problem werden.

Stellt euch einmal vor, ein Mann geht zur Polizei und sagt: „Meine Frau schlägt mich regelmäßig.“

Wie viele Männer würden sich schon schämen, diesen Satz überhaupt auszusprechen? Wie viele würden sich vorher fragen, ob sie überhaupt ernst genommen werden? Vielleicht hätten sie Angst, dass jemand darüber lacht oder sofort fragt, warum sie sich denn nicht einfach gewehrt haben.

Und vielleicht ist genau diese Angst einer der Gründe, warum viele Männer schweigen.

Wenn wir über Gewalt gegen Frauen sprechen, wissen die meisten Menschen sofort, dass es Hilfe gibt. Fast jeder kennt den Begriff Frauenhaus, Hilfetelefon oder Beratungsstelle. Und das ist wichtig, denn solche Angebote werden gebraucht.

Aber wenn ich dieselbe Frage bei Männern stelle, wird es schon schwieriger.

Wohin geht ein Mann, wenn er sich zu Hause nicht mehr sicher fühlt? Wen ruft er an? Wo kann er unterkommen, wenn er die Beziehung sofort verlassen muss?

Ich musste darüber selbst erst einmal nachdenken.

Und genau das sagt eigentlich schon einiges aus.

Dabei geht es mir überhaupt nicht darum, Männer und Frauen gegeneinander auszuspielen. Es geht auch nicht darum zu behaupten, Männer und Frauen würden Gewalt immer auf dieselbe Weise erleben oder die Folgen wären immer gleich.

Darum geht es nicht.

Für mich geht es um einen viel einfacheren Grundsatz: Niemand sollte Gewalt in einer Beziehung akzeptieren müssen.

Wir hören sehr oft den Satz „Man schlägt keine Frauen“. Und natürlich stimme ich dem zu.

Aber für mich sollte der Satz dort nicht aufhören.

Es sollte heißen: Man schlägt seinen Partner nicht.

Oder noch einfacher: Man schlägt keine Menschen.

Eine Beziehung sollte ein Ort sein, an dem sich beide sicher fühlen. Natürlich streitet man sich. Man wird vielleicht einmal laut, sagt etwas, das man später bereut, oder knallt eine Tür zu. Das kommt vor.

Aber körperliche Gewalt ist etwas anderes.

Sobald Schläge Teil einer Beziehung werden, ist eine Grenze überschritten. Und diese Grenze sollte für alle gleich sein.

Vielleicht werden manche diesem Beitrag widersprechen. Vielleicht sagen andere, Gewalt gegen Männer könne man nicht mit Gewalt gegen Frauen vergleichen. Und vielleicht verschwindet dieser Beitrag auch einfach, ohne viele Votes zu bekommen.

Das ist in Ordnung.

Manchmal sind genau die Themen, die wenig Aufmerksamkeit bekommen, diejenigen, über die wir eigentlich mehr sprechen sollten.

Und vielleicht sollte ein Satz endlich aus unserem Denken verschwinden:

„Du bist doch ein Mann. Das musst du aushalten.“

Nein.

Muss er nicht.

Vielen Dank fürs Lesen und Anschauen!

Hornet on Tour

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Photo: Hornet on Tour

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Sort:  

Has escrito un ensayo muy interesante en el que has reflexionado sobre la violencia humana y el trato "discriminatorio" que reciben los caballeros cuando son "maltratados" por alguna fémina.

El detalle es que, en este momento, las mujeres tienen "ventajas": Si reciben malostratos saben a dónde ir para denunciar a su agresor, incluso para pedir apoyo psicológico. Pero si algún hombre llega a denunciar algún maltrato de parte de una mujer, seguramente lo único que recibirá serán burlas y se encenderán las alarmas que pongan en duda de su virilidad, jeje.

Me encantó leerte.

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 17 days ago 

Ich habe vor 30 Jahren 'rum etliche Zeit ehrenamtlich für ein Frauenhaus gearbeitet. Krasse Geschichten gesehen, krasse Erlebnisse gehabt. Es gibt schon kranke Menschen...

Es stand auch 'mal ein Mann vor der Tür. Kein Hänfling. Der floh vor den Schlägen und dem Terror seiner Frau. Wir durften ihn nicht rein lassen - ist ja ein Schutzraum für Frauen, zu dem Männer keinen Zutritt haben. Männerhäuser (die wenigen, die es 'mal gab), waren kurz zuvor abgeschafft worden... Ich weiß nicht, was aus dem Mann geworden ist; wir haben ihm nicht geholfen.

Vermutlich ist der körperliche Schaden, den ein prügelnder Mann bei einer Frau anrichtet, schwerer als im umgekehrten Fall. Die emotionale Verkrüppelung, das Trauma, ist jedoch das Gleiche. Außerdem darf man auch nicht außer Acht lassen, daß es nicht wenige homosexuelle Gewaltbeziehungen gibt, in denen das Opfer männlicher Fäuste ein Mann ist...

Ja, die Scham verhindert oft, daß solche Fälle bekannt werden. Wie kann man sie bekämpfen, ohne ein gesamtgesellschaftliches Wertesystem komplett umzukrempeln? Ich weiß es nicht. Leute, die es wissen, interessiert es anscheinend nicht.

Großes Thema. Welchen Bezug hast Du dazu?

Meine Frau und ich diskutieren immer mal wieder über gesellschaftliche Themen, und Gewalt in Beziehungen gehört dabei auch dazu. Auf diesen Beitrag bin ich aber besonders durch den Fall um Jean Pierre Kraemer gekommen.
Eines ist für mich ganz klar: Gewalt ist durch nichts zu entschuldigen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie von einem Mann oder einer Frau ausgeht.
Was mich bei solchen Fällen immer wieder beschäftigt, ist die öffentliche Diskussion. Wenn man die Berichte in den Medien und vor allem die Kommentare auf verschiedenen Plattformen verfolgt, entsteht sehr schnell ein festes Bild von Täter und Opfer. Dabei war keiner von uns Teil dieser Beziehung, und wir kennen am Ende nur einzelne Aussagen, Ausschnitte und das, was öffentlich gemacht wird.
Gerade in den Kommentaren fällt aber auf, wie unterschiedlich Gewalt bewertet wird, sobald das Opfer ein Mann ist. Genau darüber wollte ich mit meinem Beitrag nachdenken – nicht um irgendjemanden zu verteidigen, sondern weil ich finde, dass Gewalt unabhängig vom Geschlecht ernst genommen werden sollte.

 16 days ago 

Guter Ansatz, so sollte es juristisch und gesellschaftlich behandelt werden. Tatsächlich gibt es da weiterhin Diskrepanzen - auf allen Ebenen.

It's bad enough when it happened to women for so many reason. Authorities not being helpful enough, lack of evidence and lack of support.

I believe men would face even more difficulties. Some may even find it unbelievable. I saw a footage once on how a man was so viciously beaten up by a woman.

It can happen to anyone

Thank you for your comment. That is exactly one of the points I wanted to make with this post. Violence can happen to anyone, but I think male victims often face the additional problem of not being taken seriously, or people simply cannot imagine that a man can be a victim too.

For me, it should never be about whether the victim is a man or a woman. Anyone who experiences violence deserves to be taken seriously and offered help.

I agree. Also whether it's a man or woman, they still have to investigate it before taking action. Not just dismissing it and pretend nothing had happened

En mi experiencia, el otro día escuché a un amigo contar que una vez estuvo en la comisaría diciendo “mi esposa me pega” y notó que la gente lo miró como si fuera una broma. Lo que aprendí de tu post es que esa frase “puede tomarlo” sigue presente; ¿crees que la formación policial debería incluir protocolos específicos para víctimas masculinas? 🤔

Esa frase “He is a man, he can take it” me recordó a una receta sin sazonar, pierde el sabor y la fuerza del plato. ¿Cómo creés que podríamos darle a este tema un toque de empatía, como un buen aderezo que cambia la percepción? 😊