Warum DATEV Online mich in den 2FA-Catch-22 schickt – und warum das jeden ITler zutiefst frustriert
Als ITler habe ich in meinem Leben hunderte Registrierungen und Onboardings hinter mir – aber bei DATEV Online fühle ich mich gerade wie in einem Technik-Albtraum.
Das Problem kurz erklärt
DATEV Online fordert zur Registrierung auf dem PC eine Authentifizierungs-App (2FA). Gleichzeitig bekommt man keinen Code, um diese App zu initialisieren.
Das führt zu einem klassischen Catch-22:
- Du brauchst einen Code, um die App einzurichten.
- Du kannst die App nicht einrichten, weil du keinen Code hast.
- Ohne App kein Login. Ohne Login kein Code.
DATEV selbst empfiehlt sogar gängige Authenticator-Apps wie Microsoft Authenticator – nur funktioniert der Code aus dem Brief nicht in diesen Apps. Er ist nur für die hauseigene SmartLogin-Lösung gedacht.
Warum das so frustrierend ist
Für technisch versierte Benutzer ist das nicht nur unnötig kompliziert – es ist einfach schlecht designed. Als ITler frage ich mich: Wie kommt so etwas auf den Markt? Die Diskrepanz zwischen „jeder kann jede Auth-App nutzen“ und der Realität, dass nur die interne Lösung funktioniert, ist schlichtweg eine Installations-Falle.
Die Konsequenzen
- Registrierung blockiert → kein Zugriff auf die Lohnabrechnung → Probleme für das Arbeitsamt.
- Support muss kontaktiert werden → Verzögerungen, unnötiger Aufwand.
- Als ITler wirkt das System amateurhaft – selbst kleine Unternehmen und Einzelanwender*innen werden hier frustriert.
Fazit
DATEV Online ist ein Beispiel dafür, wie selbst etablierte Softwarehäuser UX und Onboarding vernachlässigen können. Der Catch-22 bei der 2FA zeigt, dass die Lösung technisch nicht durchdacht ist. Ich würde mich persönlich schämen, so ein Produkt auf den Markt zu bringen.
Für alle IT-Kolleg*innen: Wenn ihr euch registriert, installiert vorher die DATEV Auth-App, sonst landet ihr genau in der Loop, in der ich gerade hänge.

Wenn es nur bei diesem Fehler bleiben würde...
Bei der Nutzung der Online-Dienste stoße ich aktuell auf mehrere grundlegende Probleme – u. a. ein Zertifikatsfehler (NET::ERR_CERT_AUTHORITY_INVALID) beim Zugriff auf unterstützende Services.
Technisch lässt sich das durch Zertifikatswechsel oder Proxy-Infrastrukturen erklären. Für Endnutzer bedeutet es jedoch vor allem eines:
Die Seite wird als unsicher eingestuft und Vertrauen geht verloren.
Gerade im Kontext von
– Steuerdaten
– sensiblen Informationen
– und KI-gestützter Unterstützung
ist das aus UX- und Vertrauenssicht kritisch.
Solche Einstiegshürden sollten im Produktivbetrieb vermieden werden – insbesondere bei Lösungen, die auf Verlässlichkeit angewiesen sind.
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Update: Probleme sind inzwischen gelöst, danke an den Support!
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