Eine äußerst reizvolle Seite von Osaka 👹🍣🎎 Faszinierendes Japan
Begeben wir noch uns noch einmal nach Osaka, der zweitgrößten Stadt Japans und schauen uns noch ein bisschen um. Ich hatte schon mehrere Male das Glück, diese faszinierende und pulsierende Millionenstadt besuchen und mich dort umsehen zu dürfen, und ich würde jeder Zeit gerne wieder dort einmal vorbeischauen.
Osaka ist im Herzen der Kansai-Region im südlicheren Teil der größten Hauptinsel Honshu gelegen und gilt ein wenig als der ewige Rivale Tokyos. Aber im Vergleich zur japanischen Hauptstadt kann Osaka mit einer viel längeren Geschichte aufwarten, bereits vor 1.400 Jahren war der Vorgänger der Stadt, Namiwa, Hauptstadt Japans. In unmittelbarer Nähe zu früheren Kaiserstadt Kyoto und auch zur Hafenstadt Kobe gelegen, zählt die Keihanshin-Metropolregion über 17 Millionen Einwohner. Osaka selber soll soll Forbes-Rangliste nach Tokyo die zweiteuerste Stadt der Welt sein, nichtsdestotrotz hat sich die Stadt als populäres Ziel für inländische und auch ausländische Touristen etabliert.
Die Stadt ist natürlich an das nationale Shinkansen-Zugsystem angeschlossen, und auch zwei Flughäfen sorgen dafür, dass die Stadt von der ganzen Welt aus sehr gut zu erreichen ist. Für Touristen und Feinschmecker hat die Stadt eine Menge zu bieten, insbesondere die hier zelebrierte Kansai-Küche ist im ganzen Land berühmt und beliebt und wird auch außerhalb Osakas kopiert und zelebriert. Beste Beispiel sind hier die überaus schmackhaften Okonomiyaki-Pfannkuchen und auch Takoyaki, die kleinen leckeren Oktopus-Bällchen.
Viele Japaner würden sagen, dass Osaka das etwas rauere und wilde Zentrum Japans ist, etwas weniger konservativ und bedächtig wie der Rest des Landes. Grundsätzlich muss man aber auch hier sagen, dass Osaka letztendlich eine typische japanische Metropole ist, die sich nicht grundsätzlich von anderen Zentren wie Tokyo, Nagoya oder auch Fukuoka unterscheidet, wenn auch die Stadt und die Menschen dort versuchen, ein wenig eigenen Charme zu kreieren und zu bewahren. Aber wie auch im Rest des Landes steht Einkaufen und Ausgehen zum Essen und Trinken ganz oben auf der Agenda der Bewohner Osakas. Wenn es um das leibliche Wohl geht, hat die Stadt in den letzten Jahren insbesondere bei ausländischen Besuchen stark an Popularität gewonnen, was die große Zahl an Restaurants und Izakayas verdeutlicht.
Wie schon an derer Stelle erwähnt, bietet sich Osaka als ideales Hauptquartier für Reisen in der Kansai-Region an. Die alte Hauptstädte Nara und Kyoto, und auch Himeiji und Hiroshima sind zügig und bequem zu erreichen und können als Tagestrip besucht werden. Und wer dann möchte, kann sich am Abend wieder ganz den Versuchungen Osakas hingeben und das abwechslungsreiche Nachtleben der Stadt erkundigen.
Wir begeben uns heute noch einmal auf einen kleinen Rundgang durch die Stadt und sehen uns noch ein wenig um. Es gibt so viele Eindrücke in dieser riesigen Stadt zu sammeln, dass man meist gar nicht weiß, wo man anfangen soll.
Aber wir haben es auch nicht eilig, ganz im Gegenteil....
Fangen wir mit einem Tempel an, dem Shitennō-ji im Stadtteil Tennō-ji. Die Geschichte dieser Tempelanlage geht fast 1.500 zurück, in die Zeit, als Osaka noch Naniwa hieß. Der Shitennō-ji ist heute mitten in einem Wohnviertel gelegen, und die verschiedenen Eingangstore erreicht man direkt von mehreren größeren und kleineren Straßen aus.
Wie viele historische Anlagen wurde auch der Shitennō-ji im Verlauf der Geschichte oft durch Feuer, Taifune und auch Bürgerkrieg zerstört, aber immer wieder nach dem alten Muster aufgebaut. Original eine Holzkonstruktion, wurde die Tempelanlage in den 1960'er Jahren letztmalig neu errichtet, diesmal aber auch unter Benutzung von Beton, was dem Charme des Tempels aber keineswegs mindert.
Im Inneren der Anlage fühlt man sich plötzlich weit weg von all dem Trubel und er Hektik, die gar nicht so weit entfernt herrschen und man kann ein wenig verschnaufen und sich nicht nur körperlich, sondern auch geistig entspannen. Die Anlage ist mit einer beeindruckenden 5-stückigen Pagode ausgestattet, wie es sich wohl für einen ordentlichen Tempel von Rang gehört. Ein bisschen Protzen gehört auch im Buddhismus dazu.
Der Shintenno-ji mit seiner inneren und äußeren Tempelanlage ist recht weitläufig und bietet mehrere interessante Gebäude und auch Gärten, die teilweise den 2. Weltkrieg überdauert haben und heute als wichtige japanische Kulturgüter registriert wurden.
Tempel in Japan üben auf mich oft einen ganz besonderen Reiz aus, und ich genieße es, in diesen Orten ein wenig zu spazieren und die so spezielle Atmosphäre wahrzunehmen und in mir zu bewahren. Diese Abwechslung aus Tradition und Moderne ist einer der Gründe, warum ich so gerne in diesem Land unterwegs bin.
Auch auf diesem Bild kann man wieder gut erkennen, wie sich die Tempel oft gut in das heutige Stadtbild einfügen. Die umgebenden Wohnhäuser reichen bis an die Anlage heran, insbesondere in Japan ist Platz und Wohnraum sehr kostbar und jeder verfügbare Quadratmeter wird bebaut und genutzt.
In der Nähe des Shintenno-ji befindet sich ein weitere Tempel, der mit einer kleiner Überraschung aufwarten konnte. In der Anlage des Toukoku-ji findet man zwei Originalteile der ehemaligen Berliner Mauer, was für mich ein ziemlicher beeindruckender Anblick war, der ich hier nicht erwartet hatte.
Die Inschrift dieser Granitplatte ist die folgende:
"ベルリンの壁一九六一年八月東ドイツによって建造一九八九年十一月ドイツの統合にょり前壊.
冷戦を最を最も象徴する建造物である
京都耳坂還国夫行委員会."
Übersetzt wäre das
"Die Berliner Mauer wurde im August 1961 von den Ostdeutschen errichtet und mit der Wiedervereinigung Deutschlands im November 1989 zerstört.
Das symbolträchtigste Bauwerk des Kalten Krieges.
Der Kyotoer Migrantenausschuss"
In diesem Moment war es kurz Zeit für mich zu reflektieren und zu verstehen, dass wenn die Geschichte anders verlaufen wäre, ich an diesem Tag nicht an diesem Ort hätte stehen können. Nur aufgrund des Falles der Berliner Mauer, war es mir möglich gewesen, andere Teile der Welt zu besichtigen und zu besuchen, und ich war dankbar, dass ich diese großartige Chance erhalten hatte.
Osakas Moderne kann an manchen Stellen schon fast wieder traditionell wirken, wie zum Beispiel in Shinsekai-Bezirk, welches durch den 103 Meter hohen Sende- und Aussichtsturms Tsuutenkaku dominiert wird. Dieser im Süden der Stadt gelegene Bezirk wurde vor über 100 Jahren aufgebaut und nahm sich New York und Paris als architektonische und städtbauliches Vorbilder.
Shisekai hat ein negatives Images als Osakas gefährlichstes Viertel, aber auch eine bewegte Geschichte und eine einzigartige Identität. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts florierte das Viertel als lokale Touristenattraktion, die das moderne Image der Stadt präsentierte. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Viertel zur Unterhaltung der Arbeiter, die Osaka wieder aufbauten. Bis in die 1990'er hatte das Viertel mit erhöhtet Kriminalität zu kämpfen und heute gibt es hier eine für Japan ziemlich hohe Konzentration von Odachlosen. Man findet aber auch viele günstige Restaurant und Shops und auch viele Kinos und Spielcenter, aber auch heute noch behaupten vielen Menschen, dass sie Angst hätten, einen Fuß in diese Gegend zu setzen.
Aber davon sollte man sich auf keinem Fall abhalten lassen, und mit kühlen Kopf und offenen Augen und Herz durch Shinsekai stromern.
Und da ich gerade in der letzten Zeit meine Leidenschaft für japanische Burgen entdeckt habe, gibt es auch heute ein Bild vom Osaka-jo, der imposanten Burg mitten im Herzen der Stadt. Ich war schon mehrer Male im Park, der die Burganlage umschließt und zwei Mal war ich sogar schon im Inneren und ganz oben auf der Aussichtsplattform.
Die Fundamente und auch die äußeren Mauern sind zum größten Teil im Original erhalten und machen auch heute noch ordentlich was her. Ich mag es sehr, neben oder auch auf diesen imposanten Mauern zu spazieren und mich dabei ein wenig in alte, längst vergangene Zeiten zurückzuversetzen. Heute haben diese Mauern immer noch etwas Solides und Beständiges, und üben auf mich einen ganz besonderen, unwiderstehlichen Reiz aus.
Von ganz oben hat man bei gutem Wetter eine herrliche Aussicht, und an jenem Tag hatten wir einfach das richtige Timing. Wir kamen direkt nach einem Taifun und der Himmel war wundervoll klar und blau und man konnte über die ganze Stadt hinweg bis zu den Bergen sehen. Vom alten und traditionellen Osaka über die Moderne hinweg, einfach wunderschön.
Von hier oben konnte man mit gutem Auge oder guter Linse auch viele Details der Stadt ausmachen, etwas, das einem von unten leider kaum vergönnt ist. Die Stadt wirkt auch von hier oben gigantisch und majestätisch und ich komme immer ins Überlegen, wie viele Geschichte und Geheimnisse sich dort unten und da hinten noch verstecken.
Und auch im Dunkeln macht Osaka was her, und zeigt sich von einer anderen Seite. Hier kann man einigen der Hochstraßen sehen, die an mehreren Stellen die Stadt durchziehen. Sehr beeindruckend für den Betrachter, aber ich kann mir vorstellen, dass die Anwohner hier eine ganz andere Meinung dazu haben. Wenn es dann nicht nur ganz unten brummt und knattert, sondern auch in der Nähe des eigenen Fensters und Balkons. Aber Großstädte haben nun einmal viele Vor- auch auch viele Nachteile.
Und zum Glück haben Metropolen auch eine charmante Seit, in der sie oft kurz nach dem Sonnenuntergang präsentieren können. In diesen ganz speziellen und meist ruhigen Lichtverhältnissen versteht man schnell, was vielen Menschen an Städten so fasziniert. Auch Osaka ist da keine Ausnahme, denn auch dieser Alsphaltdschungel kann eine unwiderstehliche Anziehungskraft entwickeln, der man sich einfach hingeben muss.
Je nach Ort und Lage verschwindet die Stadt in der Nacht im Dunkeln oder taucht ein ein ein buntes und Flackerndes Licht, dass Menschen anzieht wie Motten. Ich liebe es, über die Dächer der Stadt zu blicken, und dabei fange ich schnell an zu träumen von all dem, was ich dort bereits erlebt habe und von dem, das dort noch auf mich wartet.
Und warten tut auf uns in dieser Welt noch eine ganze Menge, wir müssen nur die Augen und unser Herz offen halten und bereit sein einzutauchen, in das Leben, dass sich überall wieder neu erfindet.
Euch allen wünsche ich einen wundervollen Tag, ich bin bald zurück mit mehr Eindrücken aus dieser tollen Stadt, die ich hoffentlich eine Tages noch einmal besuchen kann.
Wie immer: Du schaust mit dem Herzen und drückst deine Impressionen mit viel Gefühl nachvollziehbar aus. Ich hoffe, du bist noch lange in Japan, dass wir deine interessanten Ortsbeschreibungen weiterhin zu Lesen bekommen.
Aufgrund deines langen Aufenthaltes außerhalb der Muttersprache, scheinen bei dir zunehmend grammatische Standards auf der Strecke zu bleiben. Wenn du magst, kann ich vor einer Veröffentlichung kurz über deinen Text fliegen, um schnell die auffälligsten Schnitzer zu beseitigen. Ich lese deinen Text als Kurator ja sowieso. Nicht, dass Fehler mich etwa empfindlich stören würden. Doch ohne diese Stolperer kämen deine Texte noch harmonischer bei der Leserschaft an. Ich würde das gerne für dich tun, weil ich deine Arbeiten sehr schätze.
Schicke den Text einfach wortlos an info@steemwiki.org und genieße meinen Lektorenservice. Das ist natürlich kostenlos. Ich bin ja kein Profi, wie z. B. Chriddi, die so einen Lektorenservice als Deutschlehrerin durchaus professionell anbieten könnte. Wenn sie Zeit hätte. Dann wäre auch die Zeichensetzung perfekt.
Danke für den motivierenden Zuspruch und auch für das Angebot. Wahrscheinlich müsste ich mir selber etwas mehr Zeit nehmen und noch einmal querlesen., ich habe kurz mal reingelesen und selber gleich einige Schreibfehler entdeckt.
Aber ich werde da einfach mal drauf zurückkommen, wahrscheinlich früher, als es dir lieb ist! :)
Das Problem liegt ja gerade im Querlesen verborgen. Das bringt nichts. Sehr gut wirksam ist, wie du selbst gerade erfahren hast, die Arbeit einen Tag später erneut zu lesen. Seltsamerweise sieht man Fehler oft nicht bei der Prüfung am Schluss, kurz vor dem Publizieren. Da ist man wohl zu betriebsblind und auf die Veröffentlichung fixiert. Trotz meiner Dudentipps, ist auch mir die absatzweise Prüfung mit dem Duden-Mentor in der Regel zu umständlich und kaufen mag ich mir den nicht. Mit einer nüchternen Prüfung am nächsten Tag schaffst du mindestens 80% aller Fehler problemlos weg. Der Rest ist Zeichensetzung. Übrigens erkennt der Duden Mentor längst nicht jeden Fehler.
Mir ist es lieb, das für dich zu tun. Weil ich in der Praxis erfahren möchte, wie aufwändig so ein Lektorenservice werden kann. Wie gesagt, als votende Kuratoren lesen wir die Texte ja sowieso. Ob ich ihn vor, oder nach der Veröffentlichung lese, ist eigentlich egal und was den Korrekturaufwand betrifft, genau das will ich jetzt erfahren. Also: Hau in die Tasten, Maxinpower!
Also doch besser über nacht reifen lassen und dann noch mal durchlesen. Das gilt wahrscheinlich auch für die meisten Kommentare, die am in den sozialen Medien absondert. Am nächste Tag löscht man die dann besser und schickt sie lieber nicht ab. Aber in der Hitze des Gefechtes schaukelt man sich lieber hoch bis am Ende oft nur noch verbrannte Erde übrig bleibt.
Den Duden Mentor kannte ich noch gar nicht, muss ich mir mal anschauen. Man lernt ja jeden Tag etwas dazu und das Internet bietet immer wieder was Neues, um das Leben zu erleichter. Und dabei manchmal leichter auch noch komplizierter zu machen :)
Mit den Kommentaren liegst du nicht ganz richtig. Die leben ja gerade von ihrer Spontaneität. Ich würde keinen einzigen meiner Kommentare zurücknehmen, selbst wenn ich könnte. Nur jene, für die ich mich entschuldigt habe, hätte ich gerne nie geschrieben.
Falls du bei deiner Antwort auch an meine aktuellen Kommentare zum Wilden Holly gedacht hast, ist auch nichts zurückzunehmen. Ich habe mir die Sache mit Chriddi lange genug schweigend angesehen, bis es der blödsinnigen Diffamierungen zuviel wurde. Es musste genau das lang Überlegte raus, was dann aus mir raus gekommen ist. So unschön es auch klang, mehr musste seitdem nicht mehr zum Thema gesagt werden. Verbrannte Erde war mit dem Kerl sowieso vor ca. 18 Monaten, als ich ihn auf Mute setzte.
Manchmal lohnt es sich doch, Artikel innerhalb der Community zu lesen... 😉
Der gute Mann hat vielleicht gar keine Zeit, Chriddi. So wie der im Land herum kommt, sehe ich ihn eigentlich ständig im Transfer.
Oder an der Tankstelle!! Scheinbar mache ich den Eindruck, ich wäre nur auf Reisen. So gut habe ich es dann leider doch noch nicht, aber wie schon einmal erwähnt, gibt es auch in der Nähe schöne Töchter :) Und nicht nur das!
Oktopus-Bällchen. Yrgh.
In Japan würde ich vermutlich auf die einheimische Küche verzichten. Ich weiß, hat viele Fans, ich sage nur Sushi und Meerefrüchte, auch hierzulande. Komme ich einfach nicht 'ran...
Jede hat, was ihm schmeckt, und ich habe mich an die hiesige Küche dann aber doch schnell gewöhnt. Und Oktobusbällche klingt herausausfordernder, als es dann doch ist. Klares Fazit: Es schmeckt!! :)
https://steemit.com/hive-133716/@joel0/my-account-joel0-was-successfully-retrieved-and-sorry-for-my-carelessness