Betriebskostenabrechnung prüfen: Häufige Fehlerquellen und Tipps

in #deo5 months ago

Für viele Mieter ist die jährliche Betriebskostenabrechnung ein unverständliches Dokument, das man oft ungeprüft akzeptiert. Doch genau hier lauern Kostenfallen. Denn: Laut Mieterbund ist jede zweite Abrechnung fehlerhaft. Wer seine Betriebskostenabrechnung prüft, kann bares Geld sparen. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen die häufigsten Fehlerquellen – und warum es sich lohnt, die Abrechnung genauer unter die Lupe zu nehmen.

✅ Vorteile der Prüfung der Betriebskostenabrechnung

  1. Unzulässige Kosten identifizieren und sparen
In vielen Abrechnungen tauchen Posten auf, die laut Gesetz nicht auf Mieter umgelegt werden dürfen – etwa Verwaltungskosten, Reparaturen oder Instandhaltung.

Vorteil:
Wer diese Positionen erkennt, kann die Abrechnung anfechten und Geld zurückfordern.

  1. Fehlerhafte Verteilung aufdecken
Nicht selten wird die Wohnfläche falsch berechnet oder es werden ungültige Verteilerschlüssel verwendet, etwa bei Heizung oder Wasserkosten. Immer mehr Mieter entscheiden sich dafür, ihre Nebenkosten prüfen lassen – und entdecken oft unnötige Kosten.

Vorteil:
Eine Prüfung deckt unfaire Verteilungen auf – und sorgt dafür, dass Sie nur Ihren tatsächlichen Anteil zahlen.

  1. Nachvollziehbarkeit schaffen
Oft fehlt eine klare Aufschlüsselung der einzelnen Posten oder Belege zur Einsicht.

Vorteil:
Mit einer strukturierten Prüfung erhalten Sie Transparenz und Sicherheit über die angesetzten Kosten.

  1. Rückforderungen und Fristen wahren
Mieter haben das Recht, die Abrechnung binnen 12 Monaten zu beanstanden. Wer das versäumt, verliert seine Ansprüche.

Vorteil:
Durch rechtzeitige Prüfung sichern Sie sich rechtliche Handlungsmöglichkeiten und mögliche Rückzahlungen.

⚠️ Häufige Fehlerquellen im Überblick

  • Hausmeisterkosten beinhalten auch Gartenpflege oder Winterdienst, die nicht aufgeteilt wurden
  • Versicherungskosten übersteigen das übliche Maß
  • Müllabfuhr oder Reinigung erscheinen mehrfach
  • Umlagen auf leerstehende Wohnungen fehlen
  • Falscher Abrechnungszeitraum (z. B. mehr als 12 Monate)
  • Nicht mitgeschickte Belege oder unklare Aufschlüsselung
💡 Praktische Tipps zur Prüfung der Betriebskostenabrechnung
  1. Abrechnung genau lesen – prüfen Sie, ob alle Positionen sinnvoll erscheinen
  2. Vergleichen Sie mit dem Vorjahr – starke Schwankungen sind ein Warnsignal
  3. Fordern Sie Belege an – darauf haben Sie als Mieter ein gesetzliches Recht
  4. Fristen einhalten – innerhalb von 12 Monaten nach Erhalt Einspruch einlegen
  5. Professionelle Hilfe nutzen – Mietervereine und Online-Dienste helfen bei der Prüfung
Prüfung lohnt sich für jeden Mieter

Wer seine Betriebskostenabrechnung prüft, schützt sich vor unnötigen Zahlungen, erkennt Fehlerquellen und kann sein Recht als Mieter gezielt durchsetzen. Oft genügen schon wenige Schritte oder eine kurze Beratung, um dreistellige Beträge zu sparen.

 

 

 

 

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