RE: Krieg und Frieden - beginnt jetzt der dritte Weltkrieg?
Man sollte vieleicht die ganze Sache nicht zu hoch hängen. Schließlich gehören solche Aktionen wie jetzt im Iraq zum Standartrepertoire der USA und auch Israels. Ich glaube eher nicht, das die USA den Iran besetzen wollen - das wäre sehr verlustreich und problematisch.
Meine Meinung zur Motivation hinter dem ganzen Schlamassel habe ich schon vor kurzem geposted:
Es geht nicht nur um Vorherrschaft, das geht auch ohne ständige Militärinterventionen, wie das Bespiel China zeigt.
Die eigentliche "Zielgruppe" bei diesen Aktionen ist die eigene Bevölkerung. Seit dem 2. Weltkrieg und hinterher der Zeit des Kalten Kriegs, haben die USA Unsummen an Geld für das Militär ausgegeben. Wobei man sich im Klaren sein muß, das das nicht bedeutet, das das Militär das Geld bekommt. Das Geld bekommen die Konzerne und Firmen, die das Militär beliefern, vom Hosenknopf bis zur Atombombe.
Und damit das immer genau so weitergeht, braucht man "Feinde" - den was würde die Rüstungsausgaben rechtfertigen, wenn es keine Bedrohung gibt?
Wenn man sich die militärische Vorgehensweise der USA in Konflikten nach dem Koreakrieg ansieht, erkennt man schnell, das diese keineswegs auf Sieg und schnelle Beendigung der Kämpfe ausgelegt ist. Von Vietnam bis Afghanistan wendet man die Search & Destroy Methode an. Das heißt, Vorstöße mit kleinen Einheiten ins vom Feind kontrollierte Territorium. Dort kommt es dann zu kurzen, bedeutungslosen Scharmützeln, oder - wenn der Feind keine Lust hat - man kehrt ohne Feindkontakt zur Basis zurück.
Auf diese Weise gewinnt man natürlich keine Kontrolle, und kann endlos so weitermachen ohne Ergebnis. Wie in Afghanistan seit fast 20 Jahren.
Und genau das ist so gewünscht, denn so fließen weiterhin die Milliarden und Billionen an die Rüstungskonzerne. Ein paar Verluste sind dabei akzeptabel. Es sind ja nicht so viele, das die Bevölkerung in großen Teilen betroffen ist, wie im 2. Weltkrieg. Nur ein paar jeden Monat, und dann noch möglichst Einwandererkinder aus Mexiko, die für ihren Pass in die Armee eingetreten sind. Die werden dann zu Helden ernannt und von den Patrioten verehrt, die am liebsten alle Mexikaner aus dem Land werfen würden.
Auch wird das Ganze nicht mehr durch Steuern finanziert, das ginge garnicht. Dafür hat die USA die Fed, die liefern soviel Geld wie man will. In Form von Schulden. Natürlich fällt das wieder auf die Bürger zurück, aber erst später indirekt.
Das geht schon seit dem alten Rom so - die Produzenten von Pfeilspitzen haben schon damals enorme Profite erwirtschaftet - und es hält sich dieses Gewerbe der Unmenschlichkeit bis in die Gegenwart - nur das die Pfeilspitzen von damals heute Atombomben und Massenvernichtungswaffen der übelsten Sorte geworden sind.
Diese Industrie auszumerzen wird schwierig werden, weil sie eben über Leichen geht...
Es geht nur, wenn alle Welt sich geeint gegen die Regierungen stellt, die solche Industrien hoffieren und mit Steuermitteln pampern.
!COFFEEA