50 Jahre - Palast der Republik
Der Palast der Republik in Berlin war mehr als ein imposantes Bausymbol der DDR. Er war ein Treffpunkt, ein Ort des Austauschs, der Debatten und des Alltagslebens für viele Menschen. Von 1976 bis 2006 stand er am Ende der Unter den Linden, direkt neben der Museumsinsel, als Heimat der Volkskammer, der Paritätischen Organisationen und großer kultureller Veranstaltungen. Die Frage nach Bedeutung und Wert des Palasts ist persönlich gefärbt. Für manche stand er stellvertretend für Gemeinschaft und kulturelle Vielfalt, für andere war er ein politischer Raum, in dem Entscheidungen getroffen wurden, die den Alltag der Ostdeutschen prägten. Nach der Wiedervereinigung wurden Kosten, Zustand der Gebäude und Zukunftsnormen zu heftigen Debatten. 2006 begann der Abriss, der viele emotionale Reaktionen auslöste. Wiedergutmachung, Traurigkeit, aber auch die Hoffnung auf Neues.