Historische Ansichten vom Flughafen Berlin-Schönefeld
Schönefeld war der zentrale Verkehrsflughafen der DDR und wichtiger Knotenpunkt für Passagier-, Fracht- und Militärflüge. Er versorgte Ostberlin und Ostdeutschland mit internationaler Anbindung.
Der Flughafen lag im Süden Berlins und war fest in das internationale Flugnetz der Ostblockstaaten sowie in den Verkehr mit Westdeutschland und anderen Ländern eingebunden, teils über Abkommen, teils über Grenznähe zu den Alliierten Bereichen.
In den 1960er bis 1980er Jahren wurden Terminals, Start- und Landebahnen sowie Einrichtungen für Zoll, Passkontrolle und Luftfracht ausgebaut, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. Der Flughafen prägte die Region rund um Schönefeld und brachte Arbeitsplätze, veränderte Verkehrsanbindung und war oft Eingangstor zur ostdeutschen Moderne – funktional, pragmatisch, mit dem Blick auf Stabilität und Wirtschaftlichkeit. Die Flüge am Schönefeld standen im Spannungsfeld der Ost-West-Beziehungen. Reisen nach Westdeutschland oder ins Ausland waren oft genehmigungspflichtig oder mit bestimmten Auflagen verbunden.
Mit dem Mauerfall 1989 und der Wiedervereinigung änderte sich die Rolle des Flughafens schrittweise, Öffnung und Integration in ein vereintes Luftverkehrssystem begannen.