Bedürfnis des Gesehen-Werdens und Selbstbegegnung
„Und da sind wir schon bei der ersten Urwunde, die angetickt wird: Denn kaum jemand von uns wurde in der Kindheit wirklich gesehen! Das ist schon die erste Wunde.
Das Bedürfnis von einem anderen Menschen gesehen zu werden, ist im Grunde genommen ein kindliches Bedürfnis – ein berechtigtes Bedürfnis. Und dem darfst du schon mal Raum geben.
Und du darfst anfangen, es dir selber zu schenken: Dich selber zu sehen. Und nicht nur sehen, sondern annehmen in dem, was du da siehst. Mit anderen Worten: dir begegnen.
In dem Maße, wie du dir selbst begegnest, wie du dich selbst siehst, kommst du nicht mit dieser Last von Bedürfnissen, dass ein anderer das für dich tut. Du gehst viel entspannter in die Begegnung. Und dann kann Kommunikation und Verbindung und Interesse stattfinden.“
Gerd Bodhi Ziegler, Intensiv-Wochenenden 2024
Aus der Herzsitzarbeit
(geteilt von Timo, Bild: Pixabay/ omaratzi964)
