Getriebensein, Ende der persönlichen Kraft und wahre Kraft
„Du hast dein Getriebensein in deinem Leben erwähnt: Deine Grundhaltung in deinem Leben bisher ist, irgendwelche Ziele zu erreichen und irgendetwas zu schaffen – mit deiner persönlichen Kraft, mit deinem persönlichen Wollen.
Und zum Glück hast du das bereits ausgereizt. Du wirst müde. Diese Kraft steht dir immer weniger zur Verfügung. Und diese persönliche Kraft will schließlich ganz übergeben werden. Denn sie ist nur ein winzig kleiner Teil von dem, was dich in deinem Menschsein ausmacht.
Wenn diese persönliche Kraft aufhört, etwas schaffen zu wollen, etwas erreichen zu wollen, um etwas zu kämpfen, kann die wahre Kraft unseres Seins übernehmen. Diese wahre Kraft ist das, was wir in Wirklichkeit sind: Unendlich groß. Unerschöpflich. Und sie bewegt die Schwergewichte unseres Lebens.
Unser persönliches Erreichen und Schaffen-Wollen kreiert ständig die Trennung von der wahren Kraft. Die wahre Kraft übernimmt uns in dem Maße, wie wir uns dem, was gerade erlebt wird, anvertrauen: Die Wahrheit des gegenwärtigen Augenblicks.
Und so kann in kleinen Schritten und Stufen das Vertrauen in uns wachsen, das ein ganz, ganz wichtiger Faktor ist – auf dem Weg zu uns selbst, auf dem Weg in ein wirkliches Leben.“
Gerd Bodhi Ziegler, Silvester 2024
Aus der Herzsitzarbeit
(geteilt von Timo, Bild: Pixabay/ picardzucht)
