𝗔𝗶𝗿𝗯𝗻𝗯 – 𝗲𝘀 𝗿𝗲𝗶𝗰𝗵𝘁 😤

in #deutsch17 hours ago

Da es eben eine neue Buchung über Airbnb gab für das Ferienhaus, habe ich demjenigen unsere Standardbegrüßungsnachricht geschickt – und wurde von Airbnb darüber informiert, dass ab jetzt der Gastgeber die gesamten Gebühren zahlt.

Vorher war es immer so, dass der Gast ca. 15 % an Gebühren bezahlt hat und der Gastgeber 3 %. Also irgendwas um die 18 % insgesamt – plus Mehrwertsteuer. Viele kleinere Vermieter haben das Ganze ja als Kleinunternehmer angemeldet, was bedeutet, dass man die bezahlte Mehrwertsteuer auch nicht zurückbekommt 🤦‍♂️

𝗗𝗮𝘀 𝗠ä𝗿𝗰𝗵𝗲𝗻 „ä𝗻𝗱𝗲𝗿𝘁 𝘀𝗶𝗰𝗵 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁𝘀 𝗳ü𝗿 𝗸𝗹𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗩𝗲𝗿𝗺𝗶𝗲𝘁𝗲𝗿" 🙄

Es wird suggeriert, dass sich für den kleinen Vermieter absolut nichts ändert. Aber das stimmt nicht. Aufgrund der enorm hohen Energiekosten und dann auf einmal die neuen Gebühren und eben auch die Mehrwertsteuer auf die Gebühren – da ist man ja gezwungen, die Preise zu erhöhen. Bei unserem NesoMi-Ferienhaus würde das bedeuten: von 59 € auf ca. 75 €. Das ist dann natürlich schon eine Hausnummer 😬

Es ist mir klar, dass es für den Kunden besser ist, da er besser vergleichen kann, weil andere Plattformen diese Gebühr schon immer auf den Vermieter umgelagert haben. Aber es ist langsam schon der Hammer: 18 % für eine Plattform, die ja im Grunde von selber läuft 😤

𝗗𝗶𝗲 𝗭𝗮𝗵𝗹𝗲𝗻 📊

Der Gewinn von Airbnb betrug im letzten Jahr sage und schreibe über 2 Milliarden bei einem Umsatz von über 10 Milliarden 💰 Dass sich hier die Geschäftsführer von dem Umsatz schon alle die Taschen voll gemacht haben, muss ich ja nicht erwähnen – und trotzdem zusätzlich noch 2 Milliarden Gewinn. Es ist dasselbe wie mit allen anderen großen Plattformen: Hier gilt überall maximale Gewinnoptimierung. Dasselbe ist ja auch bei Etsy der Fall – ich verkaufe nichts mehr über Etsy, und ich werde auch nicht mehr über Airbnb vermieten. Ist eine ganz einfache Geschichte 😏

𝗠𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗔𝗻𝘁𝘄𝗼𝗿𝘁 💪

Einige wissen ja, ich baue mir meine eigene Social-Media-Plattform. Dort habe ich auch schon einen Kunsthandwerksmarkt integriert, alles Normale, was eine Social-Media-Plattform zur Verfügung stellt, findet man dort. Aber man kann eben auch seine selbstgeschriebenen Bücher vermarkten, gebührenpflichtige Communitys einrichten – so wie ich es hier hatte, auch für Abonnenten.

Und na ja, was soll's – dann erweitere ich das Ganze eben auch noch um einen Bereich, wo man Ferienimmobilien anbieten kann 🏡 Auch hier wird ein Pauschalpreis für den Vermieter genommen, ohne an dessen Geld zu gehen. Einfache Anbindung von PayPal und Stripe – und das Geld geht nicht über mich als Plattformbetreiber, wo ich mich erst mal richtig bedienen könnte. Nein, es landet direkt beim Vermieter 🙅‍♂️

Das System ist schon integriert. Man kann einfach selbst ein Stripe- oder PayPal-Konto anbinden, und wer das nicht kann, dem wird das als Service übernommen – für ein paar Euro.

Ja, mir ist klar: Natürlich wird es noch nicht einmal annähernd die Reichweite haben. Aber vielleicht unterstützen einfach andere solch eine Idee – und sie bekommen das ja honoriert, weil die Vermieterpreise, die Preise für Kunsthandwerk und Ähnliches einfach günstiger sind. Weil eben nicht wie bei Etsy langsam 25 % Provision genommen werden und bei Airbnb 18 % 🤷‍♂️

𝗜𝗰𝗵 𝗺𝗮𝗰𝗵𝗲 𝗱𝗮𝘀 𝗲𝗶𝗻𝗳𝗮𝗰𝗵 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗺𝗲𝗵𝗿 𝗺𝗶𝘁 🚫

Ich lasse mich nicht bei Facebook bevormunden, was ich veröffentliche, und dass dann eine KI entscheidet – obwohl ich Schokolade verschenken wollte –, dass das Scam ist und man mir mal kurz die Monetarisierung nimmt. Ich bezahle nicht mehr 25 % für kunsthandwerklich gefertigten Schmuck, in den ich wirklich Mühe und Herzblut stecke, nur damit ich ihn auf einer Plattform präsentieren kann. Und ich vermiete kein Ferienhaus mehr, wo einfach 18 % für die Plattformbetreiber verschwinden 😤

Was das ja bedeutet: Ich muss alles entsprechend teurer verkaufen. Urlaub ist heute schon für fast keinen mehr finanzierbar – wie soll das alles noch ausgehen?

𝗠𝘂𝘀𝘀 𝗱𝗮𝘀 𝘀𝗲𝗶𝗻? 🤔

Ich weiß, solche Plattformen müssen natürlich auch leben, es müssen Löhne gezahlt werden. Aber muss eine Plattform 2 Milliarden Gewinn erwirtschaften bei 10 Milliarden Umsatz – wo ja schon die Gehälter der Geschäftsführer bezahlt worden sind, und dann zusätzlich noch der Gewinn obendrauf?

Ich weiß, im Grunde interessiert das alles keinen, was ich hier schreibe. Eine Handvoll ist natürlich meiner Meinung, aber da meine Reichweite so extrem eingeschränkt worden ist, wird es sicherlich lange dauern, bis die von mir geschaffene Plattform auch eine gewisse Resonanz erfährt. Aber das ist mir egal.

𝗜𝗰𝗵 𝘀𝗮𝗴𝗲 𝗲𝘀 𝗴𝗮𝗻𝘇 𝗹𝗮𝘂𝘁 📢

Ihr könnt das nicht mehr mit mir machen. Ich muss hart für mein Geld arbeiten, ich stecke viel Liebe und Herzblut in meine Arbeit und ja – auch in das Ferienobjekt, das noch, ich denke bis Ende nächsten Jahres, zur Verfügung steht.

Überall werden die Kosten erhöht. Es sieht so aus, als lohnt es sich einfach nicht mehr – es lohnt sich nicht mehr, selbstständig zu sein, egal in welchem Bereich. Der Mittelstand ist ja schon fast komplett verschwunden in Deutschland. Und von den Steuern und geplanten Steuererhöhungen will ich jetzt gar nicht reden 🤐

So, jetzt habe ich mich zum Sonntag mal wieder richtig ausgekotzt 😄


Veröffentlicht mit Welako

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