🎯 𝗞𝗹𝗮𝗿𝘁𝗲𝘅𝘁 𝘃𝗼𝗺 𝗮𝗹𝘁𝗲𝗻 𝗠𝗮𝗻𝗻
– 𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗶𝗰𝗵 𝗶𝗻 𝗞𝗼𝗺𝗺𝗲𝗻𝘁𝗮𝗿𝗲𝗻 𝘀𝗼 𝗯𝗶𝗻, 𝘄𝗶𝗲 𝗶𝗰𝗵 𝗯𝗶𝗻. 𝗘𝗶𝗻𝗺𝗮𝗹 𝘂𝗻𝗱 𝗮𝘂𝘀𝗳ü𝗵𝗿𝗹𝗶𝗰𝗵 🎯
Einige von euch haben in letzter Zeit kommentiert oder mich auch direkt angeschrieben, immer mit der gleichen Frage: Warum antwortest du eigentlich so böse, warum ist dein Ton so scharf, was ist denn los mit dir? Gut, dann gibt es heute mal die ausführliche Antwort, damit das ein für alle Mal geklärt ist. Und damit ich beim nächsten Mal einfach auf diesen Beitrag verlinken kann, wenn jemand mit dem gleichen Vorwurf um die Ecke kommt.
𝗗𝗶𝗲 𝗦𝗮𝗰𝗵𝗲 𝗺𝗶𝘁 𝗱𝗲𝗺 𝗗𝗶𝗸𝘁𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗲𝗺 𝗛𝗶𝗻𝗲𝗶𝗻𝗶𝗻𝘁𝗲𝗿𝗽𝗿𝗲𝘁𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻 🗣️
Erstmal eine Klarstellung, die hier offensichtlich nicht jedem auf der Pfanne ist: Ich diktiere ausschließlich meine Beiträge und meine Kommentare. Jedes Wort, das ihr hier von mir lest, hat vorher mal jemand laut gesprochen. Das hat den Vorteil, dass ich überhaupt noch mit der Masse mitkomme, und den Nachteil, dass eine Formulierung im geschriebenen Wort manchmal schroffer rüberkommt, als sie gesprochen gemeint war. Und trotzdem wird hier regelmäßig sehr viel in das hineininterpretiert, was ich von mir gebe. Das ist eben so eine schöne Spezialität von Social Media – wer mit dem schlimmsten Verdacht in einen Text reinliest, der findet ihn da auch zuverlässig wieder. Damit muss ich rechnen, ihr aber bitte auch.
𝟭𝟬𝟬+ 𝗞𝗼𝗺𝗺𝗲𝗻𝘁𝗮𝗿𝗲 𝗮𝗺 𝗧𝗮𝗴 – 𝗸𝘂𝗿𝘇 𝗱𝗶𝗲 𝗥𝗲𝗮𝗹𝗶𝘁ä𝘁 📬
Ich veröffentliche euch heute zusammen mit diesem Beitrag direkt mal ein paar Ausschnitte mit, damit ihr seht, wovon ich überhaupt rede – seht selbst unter dem Beitrag, ich lasse die Bilder einfach für sich sprechen. Und damit das richtig eingeordnet werden kann: Das sind ausschließlich die, die ich in den letzten zwei Tagen aufgehoben habe. Mehr nicht. Ein winziger Ausschnitt aus einer ziemlich unangenehmen Realität. Täglich bekomme ich, da übertreibe ich kein bisschen, ein Minimum von zehn solcher Nachrichten oder Kommentare, die zum Teil extremst beleidigend sind, mit Ausdrücken, die ich hier gar nicht erst wiederholen mag. Den allergrößten Teil davon entferne ich übrigens sofort wieder – und denjenigen, der sie geschrieben hat, gleich mit. Was ihr also unter dem Beitrag seht, ist wirklich nur die Spitze eines ziemlich hässlichen Eisbergs.
Wer das gesehen hat, der weiß ungefähr, wovon ich rede. Wer es nicht gesehen hat, soll sich einfach mal vorstellen, dass jeden Tag weit über hundert Kommentare und Nachrichten auf einen einprasseln. Und – jetzt kommt das Besondere – ich gehöre zu der absoluten Minderheit auf Facebook, die den überwiegenden Teil davon tatsächlich auch wirklich liest. Wer am Tag nur eine Handvoll Nachrichten bekommt und vielleicht zwei davon beantwortet, der kann sich vermutlich gar nicht vorstellen, wie das ist. Da sieht die Welt von außen eben ganz anders aus.
Und da gibt es eben auch die Hater. Da gibt es die – ich sage es geradeheraus – nicht gerade Hellsten der Schöpfung. Und auf solche Nachrichten antworte ich eben so, wie ich es für richtig erachte. Ist mein Ton da manchmal zu scharf, vielleicht auch übertrieben? Ganz sicher wird das mal vorkommen, das streite ich gar nicht ab. Aber dann denkt bitte auch daran: 95 Prozent von euch, die da kommentieren und mir schreiben, sind mir wildfremde Menschen. Wildfremde, die offenbar glauben, sie könnten mir ungestraft alles an den Kopf werfen, weil hinter dem Bildschirm ja keiner sitzt, der zurückbeißt. Da haben sie sich allerdings im falschen Mann getäuscht.
𝗨𝗻𝗱 𝗱𝗮𝗻𝗻 𝗱𝗶𝗲 𝗴𝗮𝗻𝘇 𝗲𝗶𝗴𝗲𝗻𝗲 𝗡𝘂𝗺𝗺𝗲𝗿: 𝗠𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗲𝗶𝗴𝗲𝗻𝗲𝗻 𝗚𝗿𝘂𝗽𝗽𝗲𝗻 👥
Was mir genauso auf den Senkel geht: Wenn ich in einer meiner eigenen Gruppen einen Beitrag von mir verlinke, dann kommen prompt die selbsternannten Schlauberger angekrochen und teilen mir mit, dass ich kein Recht hätte, dort etwas zu veröffentlichen. Oder dass mein Beitrag nichts mit dem Gruppenthema zu tun habe. Hallo? Geht's noch?
Ich kann mich da nur wiederholen, und ich tue es jetzt zum gefühlt hundertsten Mal, in der Hoffnung dass es vielleicht doch noch beim letzten ankommt: Ich habe diese Gruppen gegründet. Ich. Mit meinen eigenen Händen, in meiner eigenen Zeit, komplett ehrenamtlich, über mehr als zwölf Jahre hinweg aufgebaut. Ich veröffentliche dort, was ich für richtig erachte, und Punkt. Niemand, wirklich niemand, wird gezwungen, in diesen Gruppen Mitglied zu sein. Wem es nicht passt, der drückt auf den Knopf „Gruppe verlassen", und die Sache hat sich.
Und ja, ich sage es so scharf, wie es sich anhört: 𝗜𝗰𝗵 𝗯𝗿𝗮𝘂𝗰𝗵𝗲 𝗲𝘂𝗰𝗵 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁. Lächerlicherweise haben meine Gruppen jeden Tag zwischen zweihundert und fünfhundert neue Mitgliederanfragen. Meint ihr ernsthaft, es interessiert mich, wenn fünfzehn oder meinetwegen tausend Leute austreten? Ganz sicher nicht. Und ja, ich werde diese Gruppen ab jetzt auch nur noch dafür nutzen, dort gelegentlich das zu veröffentlichen, was mir wichtig erscheint – und ja, auch um Werbung für meine eigenen Sachen zu machen. Das ist mein gutes Recht als Gründer, und ich nehme es mir.
𝗗𝗲𝗿 𝘂𝗿𝘀𝗽𝗿ü𝗻𝗴𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗚𝗲𝗱𝗮𝗻𝗸𝗲 𝗶𝘀𝘁 𝗹ä𝗻𝗴𝘀𝘁 𝘃𝗲𝗿𝗴𝗮𝗻𝗴𝗲𝗻 😔
Eines muss ich dabei aber klipp und klar feststellen, ohne Beschönigung: Diese ganzen Gruppen haben mit meinem damaligen Gründungsgedanken längst nichts mehr zu tun. Alle diese Communitys hatten einen sozialen Kern – Menschen, die sich gegenseitig helfen, Erfahrungen austauschen, etwas füreinander tun, ohne ständig nach dem eigenen Vorteil zu schielen. Und genau das mag ich heute in der Realität, die ich täglich erlebe, schlichtweg nicht mehr. Diese Ich-Bezogenheit der Leute, dieses „jeder ist sich selbst der Nächste, Hauptsache ich hole das Maximum für mich raus" – das ist genau das Gegenteil von dem, wofür ich diese Gruppen gegründet habe. Vor zehn, zwölf Jahren war das anders. Auch noch vor fünf Jahren war hier vielfach ein echtes Miteinander zu spüren. Heute? Mit der Lupe suchen.
Und ich sage euch auch, warum ich da inzwischen so dünnhäutig drauf bin: Ich habe in dieses Netzwerk tausende Stunden meiner Lebenszeit gesteckt. Komplett ehrenamtlich, ohne einen Cent dafür zu sehen. Und als ich dann irgendwann selbst, als Gründer, mal Hilfe von der Community brauchte – wisst ihr, was passiert ist? Es gab fünf Likes. Geholfen hat – niemand. Interessiert hat es absolut keinen. Das war für mich ein Augenöffner. Ein verdammt hässlicher, aber ein verdammt wichtiger.

𝗨𝗻𝗱 𝗱𝗮𝗻𝗻 𝗴𝗶𝗯𝘁 𝗲𝘀 𝗮𝘂𝗰𝗵 𝗻𝗼𝗰𝗵 𝗱𝗶𝗲 𝗱𝘂𝗻𝗸𝗹𝗲 𝗦𝗲𝗶𝘁𝗲 ⚠️
In manchen meiner Gruppen tummeln sich inzwischen Leute, die mit dem ursprünglichen Solidargedanken nicht mehr viel am Hut haben, sondern die diese Communitys einfach entdeckt haben, um sich auf Kosten anderer ein schönes Leben zu machen. In der Gruppe „Urlaub gegen Hand" gibt es immer wieder Rückmeldungen über Personen, die sich irgendwo einnisten, keinen Finger krumm machen und trotzdem Vollversorgung erwarten, als hätten sie ein Recht darauf. Im Bereich Tiersitting will ich gar nicht erst groß ausholen, sonst gibt nachher kein vernünftiger Mensch mehr ein Tier in die Obhut von irgendwem aus so einer Community. Aber so viel sei gesagt, ohne große Details: Es gab inzwischen zwei tote Tiere. Ein Hund ist verhungert. Ein anderer Hund wurde eine Woche lang frei herumlaufen gelassen und am Ende von einem Auto überfahren. Diebstähle nehmen immer mehr zu. Und von dem richtig grausamen Vorfall vor rund zwei, drei Jahren, bei dem jemand eine Mutter und deren Tochter betäubt und sich danach sexuell an ihnen vergangen hat, will ich an dieser Stelle gar nicht erst weiter anfangen.
Ich kann mich mit diesen Gruppen in der Form, in der sie heute existieren, schlicht und ergreifend nicht mehr identifizieren. Und genau das gleiche gilt teilweise auch für viele derer, die hier auf meiner privaten Pinnwand kommentieren.
𝗨𝗻𝗱 𝗲𝘀 𝗴𝗶𝗯𝘁 𝗲𝗶𝗻 𝗽𝗮𝗮𝗿 𝗗𝗶𝗻𝗴𝗲, ü𝗯𝗲𝗿 𝗱𝗶𝗲 𝗸𝗲𝗶𝗻𝗲𝗿 𝗴𝗲𝗿𝗻𝗲 𝘀𝗽𝗿𝗶𝗰𝗵𝘁 🧠
Es ist mittlerweile ein wirklich riesiges Problem – nicht nur auf meiner Pinnwand, sondern im ganzen Netzwerk – dass viele Leute hier unterwegs sind, die massive psychische Probleme haben. Für manche ist der Bereich Social Media offenbar der einzige verbliebene Kontakt zur Außenwelt. Und was hier mancher von sich gibt, ist deutlich mehr als grenzwertig. Und jetzt kommt der Punkt, den niemand gerne hört, der aber gesagt werden muss: Ich bin kein Therapeut. Meine Pinnwand und meine Gruppen sind kein Sanatorium. So hart das auch klingt, das ist die Wahrheit, und es ist auch nicht meine Aufgabe, das alles aufzufangen. Dafür bin ich weder ausgebildet noch in der körperlichen Verfassung.
Ich selbst habe gelegentlich mit Depressionen zu kämpfen. Aber ich kämpfe eben dagegen an, ich lasse mich nicht reinziehen und ziehe nicht alle anderen mit rein. Darüber hinaus habe ich mit etlichen, teils richtig schlimmen Diagnosen zu kämpfen, die durchaus auch meine Psyche verändern können. Das mag durchaus mit ein Grund sein, warum ich gelegentlich schärfer reagiere, als ihr es vielleicht für angemessen haltet. Und auch der Umstand spielt eine Rolle, dass ich der festen Überzeugung bin, immer weniger Zeit zu haben. Mancher würde da jetzt sagen: „Lass es doch einfach sein, Holger, lass die Leute schreiben, was sie wollen." Aber das ist nun mal nicht meine Art, und das wird es in diesem Leben auch nicht mehr werden.
𝗔𝗯𝘀𝗰𝗵𝗹𝗶𝗲ß𝗲𝗻𝗱 𝗮𝗹𝘀𝗼 𝗴𝗮𝗻𝘇 𝗶𝗻 𝗸𝗹𝗮𝗿𝗲𝗻 𝗦ä𝘁𝘇𝗲𝗻 🎯
Ich veröffentliche, was ich für richtig erachte. Ich veröffentliche, was mir wichtig erscheint. Und wenn ich Werbung für irgendetwas Eigenes machen will, dann mache ich das auch. Jeder von euch hat das volle Recht und auch die volle technische Möglichkeit, meine Gruppen zu verlassen, mich zu entfreunden oder mich gleich komplett zu blockieren, damit ihr meine Beiträge gar nicht mehr sehen müsst. Tut euch keinen Zwang an, ich halte niemanden auf.
Und ja, mein Ton in Kommentaren kann auch in Zukunft scharf sein. Das ist eben meine Art und Weise, geworden auch aus genau dem, was sich im Umfeld Social Media über die Jahre entwickelt hat. Ich verbiege mich nicht für irgendwen, ich rede niemandem nach dem Mund. Ich bin, wie ich bin, und ich ändere mich auch nicht – schon gar nicht wegen ein paar Followern mehr oder weniger. Manche meiner Accounts sind monetarisiert, das stimmt, aber die Einnahmen kommen zu rund 95 Prozent von Menschen, die mir gar nicht folgen. Das sind eben die Mechanismen und Algorithmen von Facebook. Ich brauche euch dafür also auch nicht.
Was nicht heißt, dass ich nicht zu schätzen wüsste, was ich an den Guten unter euch habe. Über nette Kommentare freue ich mich genauso wie jeder andere auch. Diskussionen auf Augenhöhe, in denen niemand die beleidigte Leberwurst spielt, sind mir hochwillkommen. Es gibt einige, die mir gerade deswegen folgen, weil ich eben bin, wie ich bin – und genau dafür möchte ich mich an dieser Stelle auch ausdrücklich bedanken. Auch das gehört zur Wahrheit dazu.
Ich denke, das musste einfach mal in aller Ausführlichkeit gesagt werden. Und wenn das nächste Mal jemand der Meinung ist, mir wieder mit dem alten Lied vom „bösen Holger" um die Ecke kommen zu müssen, dann verlinke ich einfach hier drauf – und gut ist. Spart Zeit, spart Nerven, spart Stress. Und genau darum geht's am Ende des Tages. 🌲
#klartext #socialmedia #ehrlichkeit #meinleben
Veröffentlicht mit Welako