🌅 𝗦𝗮𝗺𝘀𝘁𝗮𝗴𝘀-𝗦𝗰𝗵𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗮𝘂𝘀 𝗱𝗲𝗺 𝘁𝗶𝗲𝗳𝗲𝗻 𝗱𝘂𝗻𝗸𝗹𝗲𝗻 𝗪𝗮𝗹𝗱
𝗞𝗮𝘀𝘀𝗹𝗲𝗿, 𝗪𝗼𝗵𝗻𝗺𝗼𝗯𝗶𝗹 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗲𝗿 𝗴𝗮𝗻𝘇 𝗻𝗼𝗿𝗺𝗮𝗹𝗲 𝗦𝗮𝗺𝘀𝘁𝗮𝗴𝘀𝘄𝗮𝗵𝗻𝘀𝗶𝗻𝗻 🌅
Liebe Leute, einen wunderschönen guten Morgen aus dem tiefen dunklen Wald! Der alte Mann ist heute tatsächlich schon seit sieben Uhr wach. An einem Samstag. Freiwillig. Das muss man sich mal vorstellen. Andere Menschen schlafen da noch friedlich und sehen aus wie frisch gebügelt, während ich schon am Computer sitze, in der Küche herumhantiere und offenbar beschlossen habe, den Samstag direkt mit Arbeit, Fleisch und leichten Anzeichen von Selbstüberschätzung zu beginnen.
Erst wurde also am Computer gewerkelt, dann ging es in die Küche. Und wenn ich schon mal in der Küche stehe, dann natürlich nicht für ein kleines Scheibchen Brot mit Gurke drauf. Nein, hier im tiefen dunklen Wald muss es gleich ein 3-Kilo-Kasslerbraten sein. Alles andere wäre ja auch viel zu vernünftig gewesen.
🥩 𝗗𝗶𝗲 𝗛𝗲𝗿𝗮𝘂𝘀𝗳𝗼𝗿𝗱𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴 𝗱𝗲𝘀 𝗧𝗮𝗴𝗲𝘀: 𝗘𝗶𝗻 𝗞𝗮𝘀𝘀𝗹𝗲𝗿𝗯𝗿𝗮𝘁𝗲𝗻 𝗺𝗶𝘁 𝗚𝗲𝘄𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝗖𝗵𝗮𝗿𝗮𝗸𝘁𝗲𝗿
Heute steht hier ein richtiger Brocken auf dem Programm: ein drei Kilo schwerer Kasslerbraten. Den habe ich erstmal gewässert, weil man dem guten Stück ja nicht gleich mit voller Härte begegnen muss. Danach kam der Soßenansatz dran. Wäre wahrscheinlich nicht zwingend nötig gewesen, aber mal ehrlich: Ein Braten ohne ordentliche Soße ist wie ein Wohnmobil ohne Bett – theoretisch vorhanden, praktisch traurig.
Also kam Wurzelgemüse in den Topf, dazu ein halber Liter ordentlicher Rotwein, und das Ganze wurde dreimal kräftig reduziert. Da entsteht dann so eine Soße, bei der man kurz vergisst, dass draußen noch Rasen wartet und das Leben insgesamt eine Frechheit sein kann. Dunkles Bier hätte ich auch gern noch dazugegeben, aber natürlich war keins mehr da. Irgendwas ist ja immer. Wahrscheinlich hat es sich aus Angst vor dem Kassler versteckt.
Dann kam der Braten in den Bräter, der Soßenansatz drüber, ein Schluck Gemüsebrühe dazu, Deckel drauf und ab in den Ofen. Jetzt darf er dort gemütlich vor sich hin garen, bis er ungefähr 68 Grad Kerntemperatur erreicht hat. Dann kommt er raus, weil ich inzwischen gelernt habe, dass so ein großer Braten in der Ruhephase noch zwei bis fünf Grad nachzieht. Früher hätte man ihn wahrscheinlich einfach so lange drin gelassen, bis er die Konsistenz einer alten Schuhsohle hatte. Aber man wird ja älter, klüger und manchmal sogar lernfähig. Erschreckend, aber wahr.
Bei ungefähr 70 Grad am Ende sollte er schön saftig sein. Und genau darauf freue ich mich jetzt schon den ganzen Vormittag. Andere freuen sich auf Urlaub, ich freue mich auf einen Braten mit Soße. Prioritäten muss man setzen.
📋 𝗗𝗲𝗿 𝗲𝗶𝗴𝗲𝗻𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗧𝗮𝗴𝗲𝘀𝗽𝗹𝗮𝗻 – 𝗮𝗹𝘀𝗼 𝗱𝗮𝘀, 𝘄𝗮𝘀 𝗺𝗮𝗻 𝘀𝗶𝗰𝗵 𝘃𝗼𝗿𝗻𝗶𝗺𝗺𝘁, 𝗯𝗲𝘃𝗼𝗿 𝗱𝗲𝗿 𝗞ö𝗿𝗽𝗲𝗿 𝗺𝗶𝘁𝗿𝗲𝗱𝗲𝘁
Die Freundin schläft natürlich noch tief und fest. So, wie normale Menschen das samstags morgens offenbar machen. Ich dagegen renne hier herum wie ein Rentner auf Mission. Gleich decke ich noch den Frühstückstisch, dann gibt es ein schnelles gemeinsames Frühstück, und danach wollen wir das Wohnmobil komplett klar machen.
Ich hatte neue Kopfkissen, Bettdecken und passende Bettbezüge gekauft. Die müssen jetzt rein, alles muss ordentlich gemacht werden, und am Ende soll das Wohnmobil so aussehen, als würde da ein verantwortungsvoller Mensch drin reisen. Also zumindest für die ersten zehn Minuten. Danach ist es vermutlich wieder ein rollendes Lager aus Technik, Kabeln, Taschen, Ideen und Dingen, von denen keiner mehr weiß, warum sie überhaupt mitgenommen wurden.
https://www.youtube.com/watch?v=FQ6sJYME4nM
📹 𝗨𝗻𝗱 𝗷𝗲𝘁𝘇𝘁 𝗸𝗼𝗺𝗺𝘁’𝘀: 𝗗𝗶𝗲 𝗗𝗗𝗥-𝗙𝗶𝗹𝗺-𝗧𝗼𝘂𝗿𝗲𝗻 𝘀𝘁𝗮𝗿𝘁𝗲𝗻
Ab nächster Woche will ich endlich mit den kleinen Touren loslegen, die ich euch schon angekündigt hatte. Es geht zu besonderen Schauplätzen historischer DDR-Ereignisse. Also nicht einfach irgendwo hinfahren, Kaffee trinken und behaupten, man hätte recherchiert – sondern wirklich gezielt los, hinsehen, filmen, erzählen und das Ganze einordnen.
Manchmal kommt die Freundin mit, manchmal fahre ich auch alleine los. Je nachdem, wie es passt. Ein paar Sachen an Video-Equipment habe ich mir zum Geburtstag gewünscht, einiges davon ist schon da, und jetzt hoffe ich einfach mal, dass ich damit nicht aussehe wie ein alter Mann, der versehentlich den Aufnahmeknopf sucht und dabei seine eigene Stirn filmt.
Das Filmen ist für mich nämlich echtes Neuland. Ich bin bisher eher der Schreibende. Der Typ, der lieber Sätze baut, statt mit Kamera, Mikrofon und Stativ in der Gegend herumzustehen. Aber ich freue mich wirklich darauf. Es wird spannend, wahrscheinlich manchmal chaotisch, und wenn alles gut läuft, sogar halbwegs ansehbar. Man soll die Hoffnung ja nie ganz aufgeben.
🌊 𝗨𝗻𝗱 𝗷𝗮: 𝗗𝗶𝗲 𝗕ü𝗰𝗵𝗲𝗿 𝗺ü𝘀𝘀𝗲𝗻 𝗮𝘂𝗰𝗵 𝗻𝗼𝗰𝗵 𝗳𝗲𝗿𝘁𝗶𝗴 𝘄𝗲𝗿𝗱𝗲𝗻
Für alle, die meinen Aufruf von gestern gelesen haben: Ja, im Juli suche ich immer noch ein ruhiges Plätzchen an der Ostsee oder Nordsee, um meine beiden Bücher „Was wäre, wenn wir geblieben wären“ und „Ich war klein, mein Herz ist rein“ endlich druckfertig zu machen.
Ein ruhiger Ort, ein bisschen Wasser in der Nähe, möglichst wenig Menschen, die Fragen stellen, und genug Ruhe, damit der alte Mann endlich seine Manuskripte fertig bekommt. Falls jemand etwas weiß oder ein Plätzchen anbieten kann – meldet euch gerne. Der alte Mann freut sich über jede Nachricht. Und nein, ich brauche keinen Luxus. Ich brauche Ruhe, Strom, Kaffee und gelegentlich etwas zu essen. Also im Grunde ein Überlebenspaket für schreibende Waldmenschen.
🛠️ 𝗡𝗲𝗯𝗲𝗻𝗯𝗲𝗶 𝗻𝗼𝗰𝗵 𝗲𝗶𝗻 𝗯𝗶𝘀𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝘄𝗲𝗹𝗮𝗸𝗼.𝗮𝗽𝗽 – 𝘄𝗲𝗶𝗹 𝗲𝗶𝗻 𝗦𝗮𝗺𝘀𝘁𝗮𝗴 𝗷𝗮 𝘀𝗼𝗻𝘀𝘁 𝘇𝘂 𝗲𝗻𝘁𝘀𝗽𝗮𝗻𝗻𝘁 𝘄ä𝗿𝗲
Nebenbei mache ich auch noch den Feinschliff an meiner Social-Media-Plattform welako.app. Die Veröffentlichung war ursprünglich fest für den 1. Mai geplant, musste aber auf den 1. Juni verschoben werden. Und ja, das nervt. Aber noch mehr würde es nerven, etwas online zu stellen, bei dem nach drei Minuten die ersten Leute schreiben: „Bei mir geht nichts.“ Davon bekommt man graue Haare. Also noch grauere.
Am Ende waren doch noch ein paar mehr kleine Fehler drin, als ich beim Test gedacht hatte. Software ist da ähnlich wie ein altes Wohnmobil: Man denkt, jetzt ist alles fertig, und dann klappert irgendwo wieder etwas, das gestern angeblich noch völlig in Ordnung war. Also lieber einmal sauber starten, statt mit zwanzig Bugs in die Welt zu marschieren und so zu tun, als wäre das ein Feature.
🏊♂️🌿 𝗨𝗻𝗱 𝗮𝗺 𝗡𝗮𝗰𝗵𝗺𝗶𝘁𝘁𝗮𝗴? 𝗦𝗰𝗵𝘄𝗶𝗺𝗺𝗯𝗮𝗱, 𝗥𝗮𝘀𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗶𝗲 𝗙𝗿𝗮𝗴𝗲, 𝘄𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗶𝗰𝗵 𝗺𝗶𝗿 𝘀𝗼𝘄𝗮𝘀 𝗮𝗻𝘁𝘂𝗲
Am Nachmittag geht es dann erstmal ins Schwimmbad nach Tabarz. Das tut Körper und Seele gut, gerade wenn der Körper inzwischen bei manchen Dingen sagt: „Mach du mal, ich gucke nur zu.“ Danach steht noch ein bisschen Rasenmähen und Grundstückspflege auf dem Plan. Und vor genau diesem Teil ist mir, ganz ehrlich gesagt, jetzt schon wieder etwas himmelangst.
Wer schafft das alles an einem einzigen Samstag? Computer, Küche, Kassler, Wohnmobil, Frühstück, Plattform, Schwimmbad, Rasen, Grundstück und nebenbei noch so tun, als wäre man ein funktionierender Erwachsener? Eben. Kein normaler Mensch. Aber offenbar habe ich heute früh beschlossen, dass Vernunft überbewertet wird.
So Leute, jetzt habe ich euch mal wieder meine halbe Lebensgeschichte erzählt. Wahrscheinlich interessiert das eigentlich keine Sau. Aber eine kleine Handvoll von euch liest es trotzdem gerne, lacht vielleicht an der einen oder anderen Stelle und denkt sich: „Na gut, dem alten Mann im tiefen dunklen Wald geht es offenbar noch nicht völlig schlecht.“
Und für genau diese Handvoll schreibe ich das hier gerne weiter. Jetzt muss ich aber los. Der Kassler ruft. Und wenn ein 3-Kilo-Kassler ruft, dann hört man besser hin. 🌲😄🥩
Veröffentlicht mit Welako
Vine hasta tu blog por el mensaje que dejaste en mi post acerca de tu nueva app. Anteriormente, ya me había escrito una amiga pidiéndome que revisara porque ya la habían intentado estafar, jajaja. Cosas de la vida.
Primero que todo, quiero agradecerte que hayas tomado el tiempo de escribirme para promocionar tu App (aunque también hubiera preferido leer en el comentario algo relacionado con mi post, jaja), y sin duda, la revisaré, aunque siempre escribo desde la PC.
También me encantó la descripción de tu asado y cómo lo preparaste, a pesar de las tantas cosas que tenías por hacer mientras tu novia yacía plácidamente en la cama durmiendo, algo que, en mi opinión, es completamente mágico. Espero que te alcance el tiempo para hacer todo lo planificado.
A diferencia de la apretada agenda que tienes, por este lado del hemisferio es un día de descanso total para mí; sin embargo, me levanto temprano de todas maneras porque también escribo libros que aún no termino de publicar, practico inglés y leo historias que inspiren de alguna manera a hacer algo increíble y que pocos se atreven a hacer.
Nos seguimos leyendo y espero conocer un poco más acerta de ese bosque oscuro en el que vives.