𝗗𝗜𝗘 𝗠𝗨𝗧𝗔𝗡𝗧𝗘𝗡𝗠Ü𝗖𝗞𝗘
𝗔𝗨𝗦 𝗗𝗘𝗠 𝗧𝗜𝗘𝗙𝗘𝗡 𝗗𝗨𝗡𝗞𝗟𝗘𝗡 𝗪𝗔𝗟𝗗
Ich glaube, ich habe dieses Jahr – ungelogen – noch keine einzige Mücke gesehen. Geschweige denn, dass mich eine gestochen, belästigt oder nachts psychisch zermürbt hätte.
Und das, obwohl ich mitten im Wald wohne, wenige Meter vor der Tür ein kleiner Teich liegt und im Swimmingpool immer etwas Restwasser steht. Im Grunde betreibe ich hier kein Grundstück, sondern ein staatlich nicht genehmigtes Wellness- und Fortpflanzungszentrum für Mücken.
Aber nichts. Das ganze Jahr über absolute Ruhe.
Und ausgerechnet heute Nacht erschien sie.
Eine einzige Mücke.
Wobei ich nicht sicher bin, ob „Mücke“ wirklich die korrekte zoologische Bezeichnung ist. Der Geräuschkulisse nach handelte es sich eher um eine gentechnisch veränderte Kreuzung aus Kampfhubschrauber, Laubbläser und ausgewachsenem Spatz.
Bis fünf Uhr morgens hat mich dieses Drecksvieh wach gehalten.
Immer wieder dieses:
Sssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssss …
Gefühlt flog sie auf der einen Seite in mein Ohr hinein, drehte irgendwo hinter der Stirn eine Ehrenrunde und kam auf der anderen Seite wieder heraus.
Ich machte mehrmals das Licht an, setzte mich im Bett auf und hielt Ausschau nach dem Vieh. Aber nichts. Keine Mücke. Kein Spatz. Kein Kampfhubschrauber. Nur ich saß da, nachts um halb vier, mit zerzausten Haaren und mehreren Brillen in der Hand, und versuchte herauszufinden, welche davon für die Entfernung „Mücke im Schlafzimmer“ zuständig ist.

Ich habe eine Brille zum Lesen, eine für die Monitore, eine zum Fernsehen – und ohne Brille sehe ich eigentlich nur in der Ferne richtig gut.
Die Mücke hätte also ungefähr 20 Meter entfernt vor dem Schlafzimmerfenster schweben müssen. Dann hätte ich sie vermutlich gestochen scharf gesehen. Jedenfalls, wenn sie tatsächlich die Größe eines Spatzes gehabt hätte.
Zwischendurch dachte ich schon: Holger, nun ist es endgültig vorbei. Der alte Mann aus dem tiefen dunklen Wald hat sechs von seinen sieben Sinnen verloren und hört inzwischen Tiere, die gar nicht da sind. Am besten gleich selbst einweisen lassen – dauerhafter Aufenthalt in einer hübsch gelegenen, aber hervorragend gesicherten psychiatrischen Einrichtung. Möglichst mit Vollverpflegung, Einzelzimmer und Fliegengittern.
Heute Morgen entdeckte ich dann allerdings mehrere Einstiche am Fußknöchel.
Ich bin also nicht verrückt.
Zumindest nicht deswegen.
Das Biest existiert tatsächlich. Ich habe es weder gesehen noch erwischt, aber irgendwo sitzt es jetzt wahrscheinlich vollgefressen hinter dem Schrank, verdaut einen halben Liter Rentnerblut und wartet auf die nächste Nacht.
Dann geht es in die zweite Runde.
Ich werde vorbereitet sein.
Mit allen drei Brillen, einer zusammengerollten Zeitung und – falls es wirklich ein Spatz ist – einem Kescher.
Veröffentlicht mit Welako
¡Qué broma con ese mosquito! ¡Je, Je!
Lo mejor que puedes hacer es dormir con la luz encendida de la habitación y esperar pacientemente, ese mosquito bajará a comer como es natural. Solo tienes que estar alerta cuando sientas el pinchazo, si te mueves él se moverá pero busca posición para dejarlo picar, tú eres la carnada, sólo entonces será tu turno para aplastarlo...!
Matar un mosquito es tan difícil como derribar un helicóptero...¡Je, je, je!
Saludos y buena suerte...
El “Sssss…” que describís me recordó la noche que, a 20 metros del campamento en la selva, escuché un zumbido imposible y desperté con una mosca del tamaño de un colibrí. Si alguna vez te toca una ruta de bosque, lleva siempre una linterna con foco rojo para no asustar a los bichos y ahorrar presupuesto en spray. 🦟
Miren esto, la foto de la “mosca” bajo la luz nocturna parece una sombra del bosque, ¿qué tono exacto escuchaste en ese “sssss… sssss” que describís? No se lo pierdan, la escena de las tres gafas en la oscuridad me recordó los relatos del Chaco. Increíble cómo el detalle de la única mosca transforma la noche en un relato de suspense.