Grüne Mauer vollendet? - so groß wie Westeuropa

in #deutsch2 days ago (edited)

China ist bekannt für den Klau von Technologien und dem rasanten Wirtschafts- und Technologie Fortschritt. Manchmal hört man auch hier und da etwas wie "Die Chinesen sind schon viel weiter im Solarzelleneinsatz" oder "Die produzieren jetzt schon grünen Wasserstoff".

Doch das tollste habe ich erst heute gehört: "Seit den 70er Jahren baut China an der Günen Mauer" einem Aufforstungsprojekt von der Fläche Westeuropas mit dem die Chinesen bis 2050 von der Wüste Gobi Land zurück gewinnen wollen. Und nun haben sie einen Teilabschnitt vollendet, bereits im November 2024.

Für Deutsche ist das glaube unvorstellbar. Über 40 Jahre Wald aufforsten für zig Millarden Euro? Da würden hier ja schon 30 Jahre die Juristen über Eingaben streiten und entscheiden müssen. Die Politiker hätten vermutlich das 3. Mal das Aus vom Aus beschlossen und der Bürger wüßte am Ende gar nicht mehr ob so ein Projekt eigentlich gut ist oder nicht. Risiken wie Monokultur und das Hervorrufen von globalen Klimaänderungen gibt es dennoch. Aber alles in allem scheinbar ein sehr gute Sache.

Natürlich hat auch China dieses Projekt nicht freiwillig begonnen. Sie hatten bereits in den 50 Jahren arge Probleme mit dem Raubbau an natürlichen Ressourcen und spürten schon damals wie die Wüste in ihre Lebensbereiche eindrang. Folgende kurze Doku schildert dies etwas.

Diktaturen unter dem richtigen Diktator haben manchmal eben auch Vorteile. Das hat ja Trump auch erkannt und die ganzen demokratischen und juristischen Institutionen als falsch definiert um schneller voran zu kommen. Ob der Weg gut ist, dürfte mehr als zweifelhaft sein aber im Falle von China hat er offensichtlich funktioniert. Solche Beispiele sind leider sehr selten - also wo eine Diktatur mal etwas gutes hervorbringt. Leider werden in letzter Zeit auch die Beispiele immer selterner in denen Demokratien etwas gutes hervorbringen.

Vielleicht ist dieser Post ja eine Motivation mal wieder in die richtige Richtung zu steuern und die echten Probleme anzugehen.

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Wenn es Dich interessiert: das findet an vielen Orten in sogenannten Entwicklungs- oder Schwellenländern statt.

https://www.lwf.bayern.de/wissenstransfer/forstliche-informationsarbeit/016491/index.php

https://urb.ae/projects/dubaimangroves/

https://www.unccd.int/our-work/ggwi

Letzteres ist ein Projekt, das ich inhaltlich ein wenig begleite. Und von den derzeit laufenden dasjenige, dem ich am meisten ein Gelingen und Übertreffen der Erwartungen zutraue.

https://www.unccd.int/our-work-impact/global-land-restoration-footprint/global-land-restoration-projects

Die Welt hat das Problem erkannt und führend in Angriff genommen wird es ... nicht von Deutschland. Wir machen ein Pilotprojekt mit 40ha Land um Treuenbrietzen, das nach einem großen Waldbrand, entsprechend der Besitzverhältnisse geviertelt, in einem Viertel wie gehabt mit Kiefern und Fichten für den wirtschaftlichen Holzeinschag aufgeforstet wird, in einem inkl. der verbrannten Baumleichen sich selbst überlassen und in einem weiteren nach wissenschaftlichen Erkenntnissen mit resistenten Bäumen für das neue Klima bepflanzt. Das vierte Viertel wurde in eine Art Agro-Forstirtschaft begonnen... Ach ja: eins dieser Viertel wurde bereits bei einem neuerlichen Waldbrand komplett vernichtet. Du darfst raten...