♪♫ Wahlen sind zeitlos by DJHuluvu@suno

in #deutsch18 days ago

Wer die Bücher 1984 von George Orwell und Schöne Neue Welt von Aldous Huxley kennt, wird auch mit dem Cover meiner neuen Single etwas anfangen können und dort entsprechende Symbolik wieder erkennen.

Motiviert durch die bei mir immernoch andauernde Verarbeitung der Wendezeit 1989, ist als ein Ergebnis nun dieses Lied entstanden. Letztlich habe ich einfach nur meine Beobachtungen darin beschrieben. Nämlich, dass sich die politischen Systeme recht ähnlich sind/waren. Die DDR wurde nie müde zu behaupten sie sei eine Demokratie in der eine Klasse die beiden anderen gesellschaftlichen Klassen im gegenseitigen Einvernehmen beherrscht. Sie nannten das die offene Diktatur des Proletariats über die Bauern und die Intelligenz und sahen darin überhaupt keinen Widerspruch zur Demokratie.

Wenn man sich die Wahlmechanismen in den beiden Systemen, also DDR und heutiges Deutschland, mal anschaut und aufmerksam vergleicht, dann kann man feststellen, dass in der DDR die SED praktisch die Meinung und das Mindset festgelegt hat und zwar auch für die "Nationale Front" also der Gemeinschaft der anderen Parteien und Organisationen (es waren auch andere Organisationen im Parlament z.B FDJ als Jugendvertretung, FDGB als Gewerkschaft, DFD als Frauenvertretung, Kulturbund für die Klasse der Intelligenz und VdgB für die Klasse der Bauern) .

Heute ist das anders, wir wählen zwar die Volksvertreter, aber ständig in den Bundestag ein- und ausgehen und besuchen dürfen wir sie nicht. Wir müssen uns an Sprechstunden in Parteibüros halten und was wir dort sagen wird zur Kenntnis aber nicht unbedingt ernst genommen.
Im Gegensatz zu den Lobbyisten mit Lobby-Ausweis. Diese dürfen täglich direkt in den Bundestag zu den Politikern gehen und diese beeinflussen. Sei es durch Diskussion oder Geldgeschenke. Es gibt Grenzen wie 10000 Euro die dann unterscheiden was erlaubt und was illegal ist aber im Ergebnis kann man sagen, dass die Politik heute von den Lobbyisten und nicht von den Politikern gemacht wird. Die Lobbyisten haben damit die Position eingenommen welche in der DDR die SED einnahm. Beispiel Hartz IV Gesetze eingebracht vom VW Manager Peter Hartz unter Beihilfe der Bertelsmann Stiftung. Mit direkter Demokratie gäbe es soetwas weniger.

Und solche Dinge wie in Brandenburg sind auch nochmal ein Thema für sich, welches ich mal noch in einem Post beleuchten werde. Wie ungeniert dort der Wählerwillen mit Füssen getreten wurde ist erschreckend und wird in Folge nur dazu führen, dass die Bürger, Woidke als undemokratisch in Erinnerung behalten der weg muss. Und wer kann die aktuellen Politiker aus dem Parlament jagen? Da werden wohl viele sagen, dass kann nur die AfD, denn alle anderen hacken sich gegenseitig offensichtlich kein Auge aus. Und allen wird es egal sein ob die AfD irgendetwas lösen kann oder nicht oder rechts oder links oder extrem oder nicht oder Nazis sind. Das Einzige was zählen wird, wird sein, dass sie in der Lage sind die aktuellen Betrügers aus ihrem Amt zu kegeln. Und ganz ehrlich, das wäre nur gerecht.

Die Plätze im Parlament kamen auf Grund tausender Stimmen von Wähler zu stande. Wenn die gewählten Politiker plötzlich die Partei wechseln wollen, können sie das ja gerne machen aber die Sitze für die Partei müssen gleich bleiben also heißt es dann eigentlich Tschüss und Auffüllen mit Anderen und nicht ach gugge mal, wir haben neue Mehrheitsverhältnisse und können andere Koalitionen bilden. Nee das ist Wahlbetrug - auch wenn es vielleicht sogar vom Wahlgesetz gedeckt ist. Dann wäre halt auch das Wahlgesetz schon schlecht! Darauf zielt im Lied die Frage nach "Wessen Demokratie ist hier gemeint?" ab.

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Wahlen sind zeitlos, manchmal wertlos, teilweise schamlos und derzeit eher hoffnungslos... Das Parteiensystem halte ich schön länger für überholt und nicht mehr sinnvoll. Ich plädiere einmal mehr für eine Räterepublik, für kleinteilige Selbstverwaltung und rotierende Verantwortlichkeiten. Und ja, auch da wird es Konflikte und Probleme geben, aber - dann darf jeder Einzelne die "Schuld" bei sich selbst suchen und nicht immer bei den anderen.