Überraschung an Ostern 😉
Hallo meine lieben Freunde und Wegbegleiter hier auf Steemit,
es hat mich Überwindung gekostet, heute diesen Text zu schreiben. Vielleicht kennt ihr das Gefühl, wenn man so lange weg war, dass man gar nicht weiß, wo man mit dem Erzählen anfangen soll. Aber ich bin’s, eure Biggi – und ich habe gemerkt, dass mir dieser Ort und der Austausch mit euch einfach zu sehr fehlen, um noch länger zu schweigen.
Wo war ich all die Zeit?
Viele von euch kennen mich als die Frau, die mit Leidenschaft am Steuer ihres Busses sitzt. Doch mein eigener Lebensbus hat in den letzten Monaten eine unfreiwillige Vollbremsung hingelegt. Es war keine einfache Zeit. Es gab Momente, in denen ich mich beruflich, privat und vor allem gesundheitlich wie in einer Sackgasse gefühlt habe.
Der tägliche Spagat als Mama
Wer mich länger begleitet, weiß, dass mein Alltag kein gewöhnlicher ist. Als Mama von Kindern mit Einschränkungen ist mein Leben kein gerader Fahrweg, sondern eine Strecke voller Schlaglöcher und steiler Kurven. Die Pflege, die unzähligen Arztbesuche, die Bürokratie und vor allem die emotionale Last, immer stark sein zu müssen, haben Spuren hinterlassen.
In einem Job als Busfahrerin muss man funktionieren. Man trägt die Verantwortung für Dutzende Menschenleben im Nacken. Aber irgendwann kam der Punkt, an dem ich gemerkt habe: Ich kann nicht mehr die Starke für alle sein, wenn mein eigener Motor nur noch auf Reserve läuft.
Die nackte Wahrheit: Gesundheitlich geht es mir noch nicht gut
Ich möchte ehrlich zu euch sein, denn auf Steemit habe ich immer die Authentizität geschätzt: Gesundheitlich bin ich noch lange nicht über den Berg. Es gibt Tage, da fühlt sich schon das Aufstehen wie ein Marathon an. Die Akkus sind leer, und die Genesung geht viel langsamer voran, als ich es mir gewünscht hätte.
Es gab Phasen, da hatte ich schlichtweg keine Worte mehr. Ich konnte nichts Positives teilen, und ich wollte euch nicht mit meiner Erschöpfung belasten. Deshalb war es hier so still. Ich musste mich zurückziehen, um nicht komplett den Halt zu verlieren.
Warum ich jetzt trotzdem wieder hier bin
Warum schreibe ich das alles? Weil ich gemerkt habe, dass Isolation nicht die Lösung ist. Steemit war für mich immer ein Fenster zur Welt – ein Ort, an dem ich nicht nur „die Busfahrerin“ oder „die pflegende Mama“ war, sondern einfach nur Biggi.
Ich kehre nicht zurück, weil ich wieder voll einsatzbereit bin. Ich kehre zurück, weil ich diesen Anker brauche. Ich möchte wieder am Leben teilnehmen, auch wenn es erst mal nur in kleinen Schritten und mit kurzen Texten ist. Mein „Fahrplan“ für die nächste Zeit sieht keine Rekorde vor – ich möchte einfach nur wieder da sein, in meinem Tempo, so wie es meine Kraft gerade zulässt.
Ein riesiges Dankeschön...
...an alle, die vielleicht mal nachgefragt haben oder die mich nicht vergessen haben. Es bedeutet mir viel. Ich werde sicher nicht sofort auf jeden Kommentar antworten können, aber ich lese jeden einzelnen davon. Es ist mein erster Schritt zurück ins Licht.
Ich freue mich darauf, wieder von euch zu lesen. Erzählt mir gerne: Was war euer größter Lichtblick in der Zeit, in der ich weg war?
Alles Liebe und allzeit eine sichere Fahrt durch das Leben,
Eure Biggi

mensch biggi
habe oft an dich gedacht
damals ging es dir nicht gut und du sagtest,du nimmst eine auszeit
heute hast du zurück gefunden,freue mich dich zu lesen,mach langsam und genieße einfach deine zeilen die du dir zutraust
alles liebe dir und gute genesung
fühl dich gedrückt
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Liebe Biggi, das klingt nach insgesamt zu viel. Zu viel Last, zu viel Verantwortung, zu viel Pflicht. Nennen wir es Burn Out, auch wenn Deine Diagnose vielleicht darüber hinaus geht: ich wünsche Dir sehr, daß Du einen leichteren Weg findest, ohne dabei eine andere zu werden. Apropos - Du bist sehr schmal geworden... Sieht toll aus, hast Du aber gut unter Kontrolle, richtig?
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Hey Biggi,
willkommen zurück! Für mein Gefühl haben wir hier weniger "Zuckerstreusel" als auf anderen Plattformen. Jeder hat so seinen Rucksack zu tragen, wird echt Zeit, dass deiner mal leichter wird!
Wie geht's denn deiner jüngsten Tochter?
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„Im Moment ist alles so weit stabil. Wir müssen zu regelmäßigen Kontrollen und weiter bei Verschlechterung ins Krankenhaus. Seit ungefähr sechs Monaten können wir etwas durchatmen. Sie macht im Allgemeinen große Fortschritte. Hoffentlich bleibt es jetzt stabil.“
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