14 reicht fürs Geschlecht – aber nicht für Meinungen? Der Staat macht sich lächerlich
Es ist eine dieser politischen Absurditäten, bei denen man kurz innehält und sich fragt, ob das wirklich ernst gemeint ist – oder ob man gerade Zeuge einer Realsatire wird.
14-Jährige dürfen heute ihr rechtliches Geschlecht ändern.
Notfalls gegen den Willen ihrer Eltern.
Der Staat weiß es besser, die Familie hat zurückzutreten.
Gleichzeitig aber sollen Jugendliche unter 16 Jahren vor sozialen Medien „geschützt“ werden – nicht etwa vor Gewalt, Pornographie oder Kriminalität, sondern vor etwas viel Gefährlicherem:
nicht-grünen Ansichten.
Man muss sich diese Gleichzeitigkeit auf der Zunge zergehen lassen.
Politisch mündig – aber bitte ohne Meinungsbildung
Denn dieselbe Politik erklärt uns auch:
Mit 16 darf man wählen.
Man darf also:
- über Parlamente mitentscheiden
- politische Mehrheiten beeinflussen
- langfristige Richtungsentscheidungen legitimieren
Aber man soll sich vorher keine eigenständige politische Meinung bilden dürfen – jedenfalls keine außerhalb dessen, was staatlich gefiltert, kuratiert und pädagogisch vorverdaut ist.
Kurz gesagt:
Du darfst abstimmen – aber bitte nur, nachdem man dir erklärt hat, was du dabei denken sollst.
Schule als Schutzraum vor falschen Gedanken
Die politische Sozialisation findet dann selbstverständlich dort statt, wo sie „sicher“ ist:
in einer Schule, die immer stärker als Haltungsvermittler fungiert.
Dort gibt es:
- Projekttage statt Kontroversen
- Moralappelle statt Argumente
- „Demokratiebildung“, die erstaunlich selten plural ist
Abweichende Positionen tauchen, wenn überhaupt, als Problem, Gefahr oder Randphänomen auf.
Nicht als legitime politische Alternativen.
Und nun soll verhindert werden, dass Jugendliche diese Einseitigkeit durch reale Gegenpositionen im Netz relativieren könnten.
Das ist kein Schutz vor Manipulation.
Das ist Absicherung gegen Widerspruch.
Selbstbestimmung – aber nur in die richtige Richtung
Wenn es um Identität geht, wird die Autonomie des Kindes gefeiert.
Der Staat tritt als Befreier auf, die Eltern als potenzielle Unterdrücker.
Wenn es aber um Meinung geht, um politische Orientierung, um Kritik am Zeitgeist, dann gilt plötzlich das Gegenteil:
Jugendliche seien zu unreif, zu beeinflussbar, zu schutzbedürftig.
Mit anderen Worten:
Du bist alt genug, dein biologisches Geschlecht zu verwerfen – aber nicht alt genug, eine konservative Meinung zu lesen.
Das ist kein Versehen.
Das ist Linientreue.
Der pädagogische Staat und sein neuer Erziehungsauftrag
Spätestens wenn Politiker wie Daniel Günther darüber nachdenken, wie man junge Menschen von „problematischen Inhalten“ fernhalten könne, wird klar:
Hier geht es nicht um Jugendschutz, sondern um Meinungskontrolle mit gutem Gewissen.
Und wenn Stimmen wie Frauke Brosius-Gersdorf dafür plädieren, Bürger müssten im Sinne der Demokratie „befähigt“ und gegen falsche Narrative „immunisiert“ werden, dann ist das keine harmlose Theorie mehr.
Das ist der gleiche Geist:
- der lenken will
- der formen will
- der Freiheit als Risiko betrachtet
Freiheit – solange sie das Richtige zersetzt
Auffällig ist, wo Freiheit gefeiert wird – und wo nicht.
Freiheit ist willkommen, wenn sie:
- familiäre Bindungen schwächt
- elterliche Verantwortung relativiert
- kulturelle Selbstverständlichkeiten auflöst
Freiheit ist plötzlich gefährlich, wenn sie:
- nationale Identität stärkt
- konservative Werte verteidigt
- den grünen Moralrahmen verlässt
Man könnte es so zuspitzen:
Freiheit ist gut, solange sie deutsche kulturelle Werte zersetzt. Freiheit ist schlecht, sobald sie diese verteidigt.
Fazit: Das ist keine Heuchelei – das ist Strategie
Diese Politik ist nicht widersprüchlich.
Sie ist konsequent.
Konsequent darin,
- Autorität dort zu zerstören, wo sie nicht mehr passt
- Kontrolle dort aufzubauen, wo Meinungsvielfalt stört
Wer mit 16 wählen darf, aber bis dahin politisch „rein gehalten“ werden soll, lebt nicht in einer wehrhaften Demokratie –
sondern in einer pädagogisch betreuten Meinungsordnung.
Und genau deshalb wirkt all das auf immer mehr Menschen nicht nur bevormundend, sondern –
in der Tat merkwürdig.
