Achtung, Reichelt! - Dein Satz war richtig – aber der wahre Skandal liegt tiefer

in #deutsch2 months ago (edited)

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Julian Reichelt ist bekannt für Zuspitzungen. Für Sätze, die knallen. Für Einstiege, die sofort sitzen.
In deiner letzten Show sagst du sinngemäß:

Wenn die Eltern linker Politiker im Krankenhaus liegen, dann werden sie von Pflegern gepflegt, die als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind.

Das ist kein rhetorischer Trick. Es ist eine bewusste Zuspitzung – und sie funktioniert, weil sie einen wahren Kern trifft, über den man lieber schweigt.

Ich greife mir genau diese eine Nuance heraus – nicht, weil sie nebensächlich ist, sondern weil sie den Kern trifft.

Denn der hohe Anteil ausländischer Pflegekräfte ist längst nicht mehr nur Folge von Demografie oder Fachkräftemangel. Er ist teilweise politisch gesteuert. Und das ist belegbar.

Der Dortmund-Fall – Aktenlage statt Gefühl

Mitte März 2025 bewirbt sich der erfahrene deutsche Intensivpfleger Torben Skaler (39) auf eine Stelle im Intensivpool des Klinikums Dortmund. Skaler war dort bereits beschäftigt, qualifiziert, verfügbar.

Die Antwort des Pflegedienstleiters per E-Mail:

In der Tat sind aktuell alle Stellenausschreibungen für externe Neueinstellungen auf ein Minimum reduziert worden, da wir unsere aktuell noch freien Stellen über internationale Fachkräfte bzw. Azubis nachbesetzen.

Skaler fragt nach, ob eine Bewerbung dennoch sinnvoll sei. Die Antwort:

Tatsächlich kann und darf ich aktuell keine weiteren Initiativbewerbungen für den Intensivpool aufnehmen.

Kein Hinweis auf fehlende Qualifikation.
Kein Gespräch.
Kein Auswahlverfahren.

Skaler fühlt sich – seine Worte – „wertlos und ausgegrenzt“.
Das Klinikum Dortmund, eines der größten kommunalen Häuser in NRW, schweigt. Der Vorgang wird öffentlich. Die E-Mails liegen vor. Berichtet u. a. von Focus Online, Apollo News und weiteren Medien im Frühjahr 2025.

Dieser Fall ist deshalb so brisant, weil er eines klar zeigt:
Stellen werden aktiv für internationale Kräfte reserviert.

Ein Satz Klarheit

Migranten sind oft hervorragende Pflegekräfte – das Problem liegt nicht bei ihnen, sondern bei einer Politik, die Herkunft stillschweigend zum Einstellungsvorteil macht.

Gleichbehandlung? Zweitrangig.

Hier beginnt der eigentliche Skandal:
Wenn deutsche, erfahrene Pflegekräfte faktisch keine Chance mehr haben, weil Personalplanung, Budgets und politische Erwartungen auf internationale Rekrutierung ausgerichtet sind, dann reden wir nicht mehr über Humanität.

Dann reden wir über strukturelle Benachteiligung.

Artikel 3 Grundgesetz ist eindeutig:
Niemand darf wegen seiner Herkunft bevorzugt oder benachteiligt werden.

Der Dortmund-Fall zeigt, wie diese Grenze überschritten wird – leise, bürokratisch, gut gemeint.

System, nicht Ausrutscher

Deutschland rekrutiert seit Jahren gezielt Pflegekräfte im Ausland: staatliche Programme, Agenturen, finanzierte Sprachkurse. Kliniken planen entsprechend. Diese Programme müssen ausgelastet werden.

Die Folge:
Einheimische Bewerber fallen hinten runter – nicht, weil sie schlechter sind, sondern weil sie politisch nicht gebraucht werden.

Das ist kein Unfall.
Das ist Steuerung.

Der eigentliche Skandal

Das ist keine Verschwörung der Migranten.
Es ist eine Verschwörung der Gutmenschen gegen die eigenen Leute.

Wir opfern deutsche Pflegekräfte auf dem Altar der Moral, um uns selbst für überlegen zu halten – während das System ächzt, Personal verliert und Vertrauen verspielt.

Julian, dein Satz war richtig.
Aber der wahre Skandal ist größer:

Wir sind bereit, Deutsche zu benachteiligen, um uns moralisch besser zu fühlen.

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Dieser Beitrag ging in steempro nur einmal auf und dann wieder nur grauer Bildschirm, das hatte ich noch nicht.. in steemit.com konnte ich diesen Beitrag öffnen, aber es dauerte..Und in steemit habe ich kein Regler beim voten und unübersichtlich ist es für mich auch..

Ich mache gerade eine Weiterbildung zur Betreuungskraft und werde danach wieder in Pflegeheimen arbeiten, wie die letzten zwei Jahre schon. Dein Post kann ich nicht nachvollziehen, bei uns suchen sie händeringend Pflegehelfer und vor allem Pflegefachkräfte. Ich glaube dass du irgendwelche Verschwörungstheorien aufgegriffen hast und es sich um eine Verschleierung der Wahrheit handelt. Es sind viele ausländische Pfleger:innen eingesetzt, vor allem aus Osteuropa aber warum? Weil den schwierigen Job kaum einer machen will und vor allem machen kann. Ich habe die Pflege ein Jahr unterstützt und ich kann dir sagen dass der Job nicht nur psychisch an die Substanz geht, sondern vor allem körperlich (trotz elektrischer Aufstehhilfen). Dann kommt noch zu Beginn der Kampf mit dem Ekel.. Vielleicht sind osteuropäische Kräfte aus ärmeren Ländern nicht so empfindlich wie unser eins oder entscheiden sich aus Angst vor Arbeitslosigkeit erst für diese Arbeit und wachsen dann hinein. Alle ausländischen Kolleginnen im letzten Seniorenheim waren total engagiert. Ich wurde vorgestern gefragt ob ich nicht nochmals drei Jahre die Ausbildung zur Fachkraft machen möchte als ich mich für ein Praktikum für die Betreuung vorgestellt habe...nein..pack ich körperlich nicht (u ich habe schon zwei IHK-Abschlüsse).
Also was ich erlebe passt überhaupt nicht zu deinem Post.. Interessant..
LG

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