Neues Jahr, neues Format: Vieth fragt

in #deutsch25 days ago

image (22).jpg

Ein neues Jahr ist nicht nur ein Wechsel im Kalender, sondern auch eine Gelegenheit, Dinge anders zu machen. Nicht lauter, nicht schneller – sondern ehrlicher.

In diesem neuen Jahr starte ich deshalb ein neues Format: „Vieth fragt“.

Aber nicht so, wie man es kennt.

Kein klassisches Interview. Kein Q&A. Kein PR-Gespräch.

Wer Interviews liest, kennt das Muster:
Frage – Antwort – nächste Frage.
Oft glatt, oft kalkuliert, oft vorhersehbar.

Genau davon will ich weg.

„Vieth fragt“ wird kein Interviewformat im klassischen Sinne.
Kein starres Fragenkorsett, keine vorbereiteten Antwortblöcke, keine Inszenierung.

Stattdessen: Gespräche.

Gespräche per Chat – nicht für Zitate, sondern für Geschichten

Die Gespräche entstehen dort, wo heute echte Kommunikation stattfindet:
per DM, per Chat, schriftlich, asynchron.

Warum?

Weil Menschen dort anders sprechen.
Offener. Ungefilterter. Weniger defensiv.

Ich stelle Fragen, ja –
aber ich lasse auch Raum für Abschweifungen, Brüche, Gedanken, die sich entwickeln dürfen.

Das Ziel ist nicht, Antworten zu sammeln.
Das Ziel ist, eine organische Geschichte entstehen zu lassen.

Vom Gespräch zur Erzählung

Die veröffentlichten Texte werden keine rohen Chatlogs sein.

Ich werde die Gespräche:

  • strukturieren,
  • sprachlich glätten,
  • in eine erzählerische Form bringen,

ohne den Kern zu verfälschen.

Das Ergebnis soll sich lesen wie:

  • ein gedanklicher Weg,
  • ein innerer Konflikt,
  • eine Entwicklung,
  • manchmal auch ein offenes Ende.

Nicht: „Was denken Sie zu X?“
Sondern: „Wie kommt jemand überhaupt zu diesem Punkt?“

Wen ich fragen will

„Vieth fragt“ richtet sich nicht nur an Prominente.

Mich interessieren:

  • Menschen mit unbequemen Positionen,
  • Personen, die öffentlich missverstanden werden,
  • Akteure aus Politik, Medien, Justiz und Wissenschaft,
  • aber auch ganz normale Menschen mit ungewöhnlichen Perspektiven.

Nicht der Status zählt – sondern die innere Logik.

Warum dieses Format?

Weil öffentliche Debatten immer künstlicher werden.
Weil alles sofort bewertet, gelabelt, moralisch einsortiert wird.
Weil echte Gedanken heute kaum noch Platz haben.

„Vieth fragt“ soll verlangsamen.
Nicht überzeugen, sondern verstehen.
Nicht zuspitzen, sondern freilegen.

Was ihr erwarten könnt

  • Keine moralischen Belehrungen
  • Keine Cancel-Logik
  • Keine journalistische Maske

Dafür:

  • Tiefe
  • Ambivalenz
  • Widersprüche
  • ehrliche Denkprozesse

Ausblick

Die ersten Gespräche sind bereits geplant.
Einige laufen schon.

Ich weiß noch nicht, wohin dieses Format führt.
Und genau das ist der Punkt.

Neues Jahr.
Neues Format.
Neue Art, Fragen zu stellen.

Vieth fragt.

Sort:  

Deinen Ansatz finde ich gut, Menschen schreiben weniger defensiv und ungefiltert im WWW (ohne Klarnamen 😄). Gefährlich das Interview in eine erzählbare Form zu bringen:
Meine Schwester hat zurzeit Liebeskummer und würde ihm am liebsten alles schreiben, was ihr durch den Kopf geht, macht es aber nicht. Ihr ist ein persönliches Gespräch wichtig, weil dabei weniger Raum für falsche Interpretationen ist. Alles, was wir schreiben oder sagen, hat letztendlich auch mit Gefühlen zu tun. Natürlich gibt es den Informationsaustausch, bei dem das Geschriebene oder Gesprochene eine größere Bedeutung hat. Ansonsten machen nichteinmal 10% vom Gesprochenen oder Geschriebenen eine Kommunikation aus. Die Stimmlage und die Gestik machen zusammen den größeren Teil aus. Der fehlt natürlich wenn Kommunikation nur schriftlich stattfindet und wenn dann jemand das Geschriebene ändert, bzw umformt können schnell Missverständnisse entstehen. Ich stelle mir schriftliche Interviews schwierig vor. Dabei alles aufzufangen, bzw richtig aufzufangen und wiederzugeben wenn es über den Informationsaustausch hinaus geht. - kleiner Abstecher in die Kommunikationslehre - Da bin ich gespannt. Zu viel kann man auf X aber sowieso nicht schreiben, die Zeichenanzahl ist ja sehr begrenzt...

Ja, absolut – das ist tatsächlich der Versuch, etwas Bekanntes neu zu denken. Mir ist dabei wichtig, das in Harmonie mit den Gesprächspartnern zu machen. Die Idee ist, dass die Befragten den fertigen Text am Ende lesen können und selbst entscheiden, ob etwas anders formuliert werden soll oder ob wir es im Zweifel lieber gar nicht veröffentlichen.

Ich bin kein ÖRR-Journalist, der auf zugespitzte oder missverständliche Formulierungen aus ist. Mir geht es um ein Gespräch auf Augenhöhe: zuhören, verstehen und Menschen die Möglichkeit geben, ihren Standpunkt zu vertiefen, ohne ihn sofort einzuordnen oder zu bewerten – außer es ist inhaltlich nötig.

Dein kleiner Abstecher in die Kommunikationslehre ist übrigens völlig berechtigt. Schriftliche Kommunikation verliert viel von dem, was zwischen den Zeilen passiert – Stimmlage, Gestik, Kontext. Genau deshalb ist das eine Herausforderung, aber auch ein spannender Versuch.

Was X angeht: Ja, ohne Premium ist die Zeichenanzahl stark begrenzt. Für rund 8 € bekommt man dann mehr Platz, etwas Reichweiten-Boost, keine Werbung und ein paar Analysefunktionen – aber ein echtes Gespräch ersetzt das natürlich trotzdem nicht.

Und zu deiner Schwester: Das ist ein schönes Beispiel dafür, wie irrational Gefühle sind. Manchmal ist es besser, Dinge nicht sofort rauszuschreiben, sondern das persönliche Gespräch zu suchen. Gefühle kann man selten „richtig“ kommunizieren – man lebt sie aus oder man verdrängt sie.
Manche Menschen wollen, dass man alles ausschüttet, andere fühlen sich davon überfordert. Ein allgemeines Rezept gibt es da leider nicht.

Aber genau deshalb finde ich es wichtig, Räume zu schaffen, in denen man sich vorsichtig annähern kann – ohne sofort festgelegt oder missverstanden zu werden.

Du machst dir ernsthaft Gedanken über dein neues Projekt. Hab ich heute tatsächlich gelesen dass du (jetzt) Mitglied der AFD bist? Wenn das so sein sollte dann denke ich einerseits: "Der ist in der falschen Partei und sieht in der AFD etwas, was die Partei nicht ist" - es sind schon viele Mitglieder ausgetreten als sie z. B. Zugang zu internen Chats hatten und dann schockiert über die krass rechtsextremen und menschenverachteten Chatverläufe vieler Mitglieder waren. Andererseits bist du jemand der gewählt schreiben kann, interessiert und aktiv ist, vielleicht kannst du Gutes bewirken und steigst dort auf. Ich habe versucht Siegmund Ullrich (oder andersrum?) per Mail zu erreichen, natürlich keine Antwort. Es gibt eine Rede von ihm wo er mal kurz im Bundestag das Bürgergeld vorgerechnet hat, wo das Ergebnis war, dass jeder der arbeiten geht nur für ein- od zweihundert Euro mehr praktisch arbeitet und er will Kürzungen. Ich lebe gerade während meiner Weiterbildung von Aufstockung weil das ALG1 zu niedrig ist und komme gar nicht klar, ich reduziere sogar das Rauchen weil die Kohle vorne und hinten nicht reicht. Seine Rechnung in dieser Rede ist schlichtweg falsch und ich bekomme Angst dass vielleicht so jemand Regierungsverantwortung hat. Er hat zwar Kosten für sein Auto rausgerechnet aber dann Klassenfahrten reingerechnet für die eine Bürgergeldfamilie nichts zahlen müsse.
Ich habe keine Kinder.. Er hat nicht gerechnet, dass man seinen Strom selber zahlen muss.., Handy, DSL, teuer gewordene Lebensmittel, Versicherungen, man muss mal zum Frisör, irgendeine Kleidung fehlt ständig, mein Sofa ist schon lange kaputt. Dass er sicher ein oder mehrmals im Jahr in Urlaub fährt hat er ausgelassen (denn mit BG reicht die Kohle nicht für einen Jahresurlaub) und ein Auto mit allen Kosten verhalten geht einfach nicht mit BG. Und stäñdid auswärts Essen never. Bei Familien mit BG sieht es vielleicht besser aus. Ich hab echt Angst bekommen und dann die vielen Kommentare darunter "endlich sagts mal jemand" etc. Jede Rede wird geglaubt. Ich bin so sauer. Vielleicht findest du
Zugang mit "Vieht fragt" 😄
Lg

Haha nein, ich bin kein Mitglied der AfD... wie kommst du denn da drauf? Ich spiele mit den Gedanken für #TeamFreiheit zu kandidieren um Jens Spahn in meinem Wahlkreis nach 23 Jahren endlich abzusägen xD

Aber AfD hab ich nix mit zu tun. Verteidige die halt nur oft wenn die aus meiner Sicht zu unrecht angegriffen werden. Versuche halt immer fair zu sein. Kritisiere aber auch das was mir nicht gefällt.

Ich bin der AfD nicht abgeneigt, aber bin weder Mitglied, noch arbeite ich für die. Bin da politisch NICHT aktiv.

Und wenn dann nur als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Hintergrund um es in rechtsstaatlichen Bahnen zu halten. Aber meinen Kopf öffentlich für die AfD hinzuhalten... ne das muss ich mir nicht geben. Da hab ich lieber Spaß mit Frau Petry, Prof. Dr. Drygala und Joana Corta.^^

Hatte dazu ja einen Artikel geschrieben, dass ich eigentlich nur trollen wollte, aber dann...

https://steemit.com/deutsch/@jan-philippvieth/ich-wollte-eigentlich-nur-trollen-dann-wurde-es-ploetzlich-politik

Jaja, der Jens Spahn hat schon angst und streut das Gerücht ich bin AfD Mitglied, verstehe Anja...

Wie komm ich jetzt an Ulrich Siegmund?

Also mal davon ab, dass eine eMail wahrscheinlich ehh nicht ernsthaft gelesen wird, kannst du den entweder über X versuchen anzuschreiben oder auf x posten, ihn markieren(taggen) . Auf Facebook ist er vllt auch, könntest das da auch mal probieren. Ansonsten per eMail.

Kontakt
ulrich.siegmund@afdfraktion-lsa.de
Landesliste
Wahlkreisbüro
Schadewachten 40
39576 Hansestadt Stendal
Telefon: 03931 5892253

Oder du ruftst den an und sprichst mit ihm....

Oder du nutzt das Kontaktformular auf deren Webseite... oder ganz old school, du schreibst nen Brief...

Sorry, aber ich meine ich hab das irgendwo bei dir gelesen hm 🤣

Im ALG 1 Bezug bist du Wohngeldberechtigt. Aber wenn du Aufstockst bist du nicht mehr berechtigt, weil du nicht 2 mal für das gleiche Leistungen erhalten kannst.

https://www.bmwsb.bund.de/Webs/BMWSB/DE/themen/stadt-wohnen/wohnraumfoerderung/wohngeld/wohngeldrechner-node.html – einfach dein ALG1-Netto, Miete und Haushaltsgröße eingeben, um zu sehen, ob Wohngeld allein höher wäre, als Aufstockung.

Seit 2025 ist Wohngeld um ca. 15 % gestiegen (durchschnittlich +30–50 €/Monat), was für viele Aufstocker den Wechsel attraktiv macht.

Wenn du Glück hast, würdest du mehr Wohngeld als Aufstockung erhalten, aber musst du mal durchrechnen, was für dich besser ist, vllt ein kleiner Tipp zur Entlastung =) big hug