Priebe Investigativ™ – Die große Kobold-Verschwörung

in #deutsch2 months ago

Warum Mathias Priebe mit Fabelwesen rechnet, während der Rest der Welt und Teile der Republik längst verhandeln

Es gibt Journalisten, die erklären.
Es gibt Journalisten, die recherchieren.
Und dann gibt es Mathias Priebe, der sich mutig dorthin wagt, wo seit Grimms Märchen niemand mehr war: ins Reich der mathematischen Fabelwesen.

Sein neuestes Meisterwerk:
„Wie viel Platz brauchen die Batteriespeicher, um Sommer-Solarstrom bis Ostern zu retten? Bitte in Fußballfeldern angeben. Für Freaks: Berechne den benötigten Kobold.“

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Kobold.
Nicht Cobalt.
Nicht kWh.
Nicht Speichertechnologie.
Nein. Kobold. Als Maßeinheit.

Damit ist Priebe endgültig angekommen in der Welt der investigativen Märchen-Ökonomie.


Kapitel 1: Kobolde als Naturressource

Der Denkfehler ist uralt und typisch deutsch: Hier wird gerechnet, wo man verhandeln müsste.

Die Isländer wissen das längst. Sie beschäftigen seit Jahren staatliche Elfen- und Koboldbeauftragte, weil man mit diesen Wesenheiten Verträge schließt – nicht Förderquoten.

Eine Straße durch ein Koboldgebiet?
Vergiss es.
Erstmal mit der Belegschaft reden.
Zur Not mit Kaffee und Zimtschnecken.

Deutschland dagegen?
Rechnet Kobolde in Fußballfeldern.

Islands „Elfenbeauftragte“ – (nur) eine Medieninszenierung? (Lukas Gawenda)


Kapitel 2: Der Niedersachse und sein Elfenbeauftragter

Während Priebe noch versucht auszurechnen, wie viele Zauberwesen man in ein E-Auto stopfen muss, ist Niedersachsen schon weiter: Man hat dort tatsächlich eine offizielle Elfenbeauftragte, die Autounfälle verhindern soll.

Das ist kein Witz – das ist Deutschland 2025 bzw schon 2018!

Niedersachsen setzt Elfenbeauftragte gegen Autounfälle ein (WELT, 2018)

Und wenn ein Land Elfen im Verkehrswesen akzeptiert, dann sind Kobolde im Energiesektor wohl nur die logische nächste Stufe.


Kapitel 3: Klimaklamauk als Berufung

Man muss Priebe eines lassen: Er schafft es, komplexe Energiedebatten auf das intellektuelle Niveau eines Kindergeburtstags herunterzubrechen.

Andere fragen:
Wie stabilisieren wir Netze?
Welche Speicherformen nutzen wir?
Wie entkoppeln wir Industrie und Verbrauch?
Wie regulieren wir Lastspitzen?
Wie kombinieren wir Solar, Wind, Wasserstoff und saisonale Speicherung?

Priebe fragt:
„Wieviel Kobold braucht man für Winter-Solar-Strom?“

Man sieht, wer hier mit der Taschenlampe durch die Realität stolpert.


Kapitel 4: Das Priebe-Institut für angewandte Fantasy-Politik

Seine Show heißt #Priebshow – passender könnte es kaum sein. Ein Theaterstück, in dem Fachbegriffe als Punchlines missbraucht werden und Fakten sich ergeben müssen, sobald ein Gag mit „Baerbockium“ möglich ist.

Man stelle sich vor, er würde wirklich recherchieren. Die Klimadebatte müsste auf einmal mit echten Zahlen geführt werden. Wo kämen wir da hin?

Richtig: In die Realität. Und die wäre für den Klimaklamauk tödlich.


Kapitel 5: Ein Kobold kommt selten allein

Die Wahrheit ist:
Kobolde berechnet man nicht.
Kobolde verhandelt man.
Elfen moderiert man.
Trolle füttert man nicht (außer auf X).
Und Priebe?
Den lässt man rechnen, wenn man dringend ein Meme braucht.


Schlusswort

Deutschland hat viele Probleme:
Energiepreise, Bürokratie, Infrastruktur, Migration.

Aber wenigstens eines ist klar:
Priebe sorgt dafür, dass uns satirisch nie der Strom ausgeht – auch ohne Koboldspeicher.