„Wen soll ich denn jetzt noch wählen?“ – Ein ehrlicher Blick auf die politische Lage

in #deutsch3 months ago

Es gibt in Deutschland eine Frage, die immer mehr Menschen stellen – und zwar nicht aus Provokation, sondern aus echter demokratischer Sorge:

Wen soll ich denn jetzt noch wählen?

Die traditionelle Parteienlandschaft ist ausgehöhlt. Orientierungspunkte, die früher selbstverständlich waren, verschwimmen. Und was bleibt dem Bürger übrig, der nicht aus Gewohnheit, sondern aus Überzeugung wählt?

CDU: Die frühere Partei der Mitte – heute ohne Kompass

Für viele war die CDU lange die Partei der Mitte, der Vernunft, der Stabilität. Eine konservative, bürgerliche Kraft, die trotz Fehlern Ordnung, Maß und Verlässlichkeit repräsentierte.

Doch heute?

  • Ein CDU-Abgeordneter fordert öffentlich die Möglichkeit, „Konten von Extremisten zu schließen“ – ohne zu definieren, wer Extremist ist und wer das entscheidet.
  • Merz präsentiert einen Migrationsantrag, der schließlich mit AfD-Stimmen beschlossen wird – während dieselbe CDU behauptet, jede Zusammenarbeit sei „inakzeptabel“.
  • CDU-Vertreter sprechen von „digitaler Hygiene“ und „Konsequenzen für Falschinformationen“ – ohne zu erklären, wie politische Wahrheit staatlich definiert werden soll.

Wer ernsthaft am Grundgesetz als Leitplanke festhalten will, findet in dieser CDU kaum noch Halt.

Linke und Grüne: Gesinnung vor Debatte

Was früher soziale Gerechtigkeit war, ist heute moralpolitischer Druck. Statt demokratischer Kontroverse erleben wir:

  • Abgesagte Vorträge von Wissenschaftlern, die als „nicht ausreichend distanziert vom rechten Spektrum“ gelten – selbst wenn der Vortrag ein völlig unpolitisches Thema behandelt.
  • Dutzende Fälle 2024/2025, in denen russische Musiker, Künstler oder Dozenten ausgeladen wurden, weil sie „das falsche Land“ repräsentieren – unabhängig von ihrer persönlichen Haltung.
  • Empörungskampagnen, wenn Abgeordnete mit „den falschen Stimmen“ abstimmen, selbst wenn der Gesetzesinhalt sachlich ist.
  • Offene Forderungen nach „Clearings“, also politischer Überprüfung bei Vereinen, Kulturprojekten und Stipendien.

Das ist keine Übertreibung – das sind dokumentierte Fälle, die die Öffentlichkeit spalten. Viele Bürger empfinden diese Entwicklung als bedrohliche Form von politischer Rechthaberei, die demokratische Vielfalt erdrückt.

Und dann wundert man sich über AfD-Wähler?

Wer Veränderungen will, wer einen echten Bruch mit dieser Entwicklung sucht, wer das Grundgesetz als politische Richtschnur ernst nimmt – der hat realistisch betrachtet kaum noch eine Wahl.

Nicht weil alle anderen Parteien „schlecht“ wären. Sondern weil sie sich programmatisch und rhetorisch so weit vom freiheitlichen Kern entfernt haben, dass sich ein Großteil der Bevölkerung nicht mehr repräsentiert fühlt.

In diesem Sinne ist es fast zynisch, wenn man sich über die hohen Umfragewerte der AfD wundert.

Was erwarten die etablierten Parteien? Dass Menschen eine Politik wählen, die ihre Grundrechte relativiert, die ihre Meinung sanktioniert und die demokratische Kontroverse als Störung betrachtet?

Die Bürger wählen nicht aus Trotz.
Sie wählen mangels Alternative.

Es geht nicht um Ideologie – sondern um Verfassungstreue

Für viele ist die AfD nicht die „perfekte Partei“ – und das bestreitet niemand. Auch dort gibt es interne Konflikte und Extremismusdebatten, wie in jeder jungen Protestbewegung.

Aber realistisch betrachtet ist sie aktuell die einzige Kraft, die:

  • das Grundgesetz als Maßstab benennt,
  • politische Opposition nicht kriminalisiert,
  • offen ausspricht, was andere nur flüsternd zugeben,
  • demokratische Verfahren gegen moralische Überhöhung verteidigt.

Und wenn alle anderen Parteien diesen Raum verlassen haben –
wohin sollen die Bürger dann gehen?

Die ehrlichste Antwort lautet:

Wir haben kaum noch eine Wahl – wenn wir wirklich etwas verändern wollen.

Demokratie lebt von Alternativen. Wenn die politische Mitte diese Alternativen zerstört, darf sie sich nicht wundern, wenn die Bürger dorthin wandern, wo sie noch vertreten werden.


Ich bin bereit, einer neuen politischen Richtung vier Jahre eine Chance zu geben. Und wenn sie in dieser Zeit nicht liefert oder vom eigenen Anspruch abweicht, wird sie demokratisch abgewählt. Genau dafür ist Demokratie da: um Alternativen zu testen, ohne die Freiheit zu gefährden. Aber so wie es jetzt läuft, kann es nicht weitergehen.

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Wenn man all Deine richtigen Ausgangspunkte miteinander verknüpft, bleibt die einzige folgerichtige Alternative: parteilos wählen. Freie Wähler. Nicht einfach nur eine andere Partei - die im selben korrumpierten, kaputten System mitspielen will.