✝️ Würde Jesus mit einem AfD-Wähler reden?
Wenn die Deutsche Bischofskonferenz heute erklärt, die AfD sei für Christen „unwählbar“, dann offenbart sich darin ein tiefes Missverständnis darüber, was Christentum ist. Christentum bedeutet nicht moralische Abgrenzung – sondern radikale Begegnung.

Jesus hat nie Menschen nach Parteizugehörigkeit, Überzeugung oder moralischem Status sortiert. Er aß mit Zöllnern, sprach mit Ehebrecherinnen, heilte Heiden und vergab Mördern. Er hat nicht den Gerechten gepredigt, sondern den Verirrten zugehört. Wenn die Kirche heute beginnt, politische Meinungen als Zeichen des Bösen zu brandmarken, ist sie dem Versucher der Selbstgerechtigkeit erlegen.
„Ihr seid alle Sünder.“ – und doch sprach er mit allen.
Nicht, um sie zu bestätigen, sondern um sie zu verwandeln.
Ich rede mit Rassisten, Atheisten, Faschisten, Antifaschisten, Muslimen, Juden, Konservativen, Linken, Rechten – mit allen. Nicht, weil ich allem zustimme, sondern weil ich an die Möglichkeit der Umkehr glaube. Das ist die Liebe, die Jesus vorlebte: Zuwendung statt Zensur, Geduld statt Verdammung, Hoffnung statt Hochmut.
Die Kirche verwechselt heute Reinheit mit Wahrheit. Sie will moralisch sauber wirken – und verliert die Barmherzigkeit. Doch Jesus suchte nicht die Reinen, sondern die Suchenden; nicht perfekte Menschen, sondern offene Herzen.
Wenn also jemand fragt: „Würde Jesus mit einem AfD-Wähler reden?“
Die einzig christliche Antwort lautet: Ja – und er würde auch mit dem reden, der ihn dafür hasst.

Kern der Botschaft: Die Kirche hat nicht das Recht, Menschen auszugrenzen, die sie führen soll. Christus war kein Politiker – er ist die Liebe selbst.
(Vgl. Mt 9,12: „Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.“)
Du kommst auf Ideen 😀
Natürlich würde er mit denen reden - aber sowas von! 😃. Es gibt ja verschiedene Arten von Wählern, vor kurzem sagte ein Rechtsradikaler im Interview dass bitte alle Rechtsradikalen (Nazis, Faschos) die AFD unterstützen sollen damit sich mit der Zeit immer mehr rechte Parteien (also Ultrarechte) gründen und in der Öffentlichkeit wirken.
Ideen gibt's..🍌
Haha, danke für deinen Kommentar 😊
Ich finde aber, dass es kein starkes Argument ist, einzelne radikale Personen heranzuziehen, um eine ganze Partei oder ihre Wähler in eine bestimmte Ecke zu stellen.
Vor zwanzig Jahren waren viele der heute so bezeichneten Positionen noch normale CDU-Politik – sogar Merkel hat damals Migration kritisch thematisiert. Nur dadurch wurde Sie damals überhaupt erst gewählt! Das zeigt, dass sich weniger die Inhalte, sondern vielmehr die Deutungshoheit verschoben hat.
Man könnte sagen: Was früher als konservativ galt, gilt heute als extrem – einfach, weil sich die sprachlichen und moralischen Bezugspunkte verändert haben.
Dazu gab’s übrigens mal einen spannenden Artikel auf heise.de über das sogenannte „Toleranzgesetz“ der EU – leider wurde der Beitrag gelöscht, aber ich habe noch einen Screenshot davon 😉
Der Beginn der Gleichstellung..