RE: Egoistischer Altruismus - die Lösung?
Die Grundidee, dass wenn jeder an sich selbst denkt und profitorientiert wirtschaftet, das auch den kollektiven Wohlstand steigert, ist ja bei Weitem nix Neues. Adam Smith hat das vor was weiß ich wie vielen Jahren so formuliert und damit die Grundlage für unsere kapitalistische Gesellschaft gelegt. Und ja, das Konzept des Kapitalimus hat sich in den westlichen Gesellschaften bis jetzt auch sehr gut bewährt. Natürlich hat das System auch seine Nachteile, aber die Alternativen sehen nicht besser aus.
Was sich aber seitdem geändert hat und was auch in dem Kurzgesagt Video gut deutlich geworden ist, ist eines der Hauptprobleme, mit der unsere moderne Gesellschaft konfrontiert wird: Globalisierung.
Wir haben zwar hier Wohlstand und meinen mit der kapitalistischen Ordnung sehr zufrieden zu sein, aber unser Wohlstand ist auf Kosten der anderen. Die Schere zwischen Arm und Reich ist in Deutschland vielleicht nicht so spürbar, aber sie ist immer noch da und hat sich um den Globus herum verlagert.
Und ich stimme dem Kurzgesagt Video auch in der Hinsicht zu, dass wenn wir die Weltarmut irgendwie lösen könnten, wir genug Wohlstand und Innovationskraft hätten, um z. B. ein wirksames Mittel gegen Krebs zu entwickeln.
Aber wie besiegen wir die Armut? Meiner Meinung ist der Kapitalismus nicht das Problem, da jedes andere Wirtschaftssystem in der Praxis nur zu noch mehr Elend geführt hat. Nein, das Problem ist der Zusammenhalt als Planet, als Spezies, als Menschheit! In meiner Utopie gibt es keine Ländergrenzen, sondern einen supranationalen Weltstaat, der sich wirklich um jeden seiner 7 Milliarden Bürger kümmert. In unserer Zeit gibt es so viele Probleme wie Kriege, Armut, Hunger oder das Zugrundegehen unseres Planeten, die sich wirklich nur auf internationaler Ebene effektiv angehen lassen. Hoch die internationale Solidarität!
LG Jave
Hey Jave :)
Du fasst im Grunde kurz zusammen, was ich aussagen möchte.
Ich stimme dir absolut zu.
Genau davon rede ich, wenn ich die ganze Bäckerei meine.
Wir müssen alle zusammen verstehen, dass wir Teil dieser Erde sind. Ein großer sich gegenseitig beeinflussender Kreislauf. Ein Ökosystem.
Es geht eben nicht um einen Kuchen und ein größeres Stück als die anderen. ;)
Sobald wir das verstanden haben. Können wir ganz andere Ebenen der Wissenschaft und Innovation erreichen.
Erste Schritte sind meiner Meinung nach ebenfalls Bekämpfung der Armut, Offenlegung von Forschung bzw Zusammenarbeit, ein Weltsystem was alle mit einbezieht (was du meinst mit gegen Ländergrenzen - ich bin da etwas sehr anarchistisch).
Greets :)
Genau! Hast du schon mal was vom Overview Effect gehört? Das ist die Erfahrung, die Astronauten machen, wenn sie das erste Mal die Erde aus dem All betrachten. Von allen wird das als eine so tiefgreifende Eingebung beschrieben, die sich nachhaltig auf ihr Mindset ausgewirkt hat. Sie begreifen erst dann richtig, dass alle Grenzen imaginär sind. Dass wir eine Spezies sind, die so geballt auf einem kleinen Fleckchen Erde sich durch einen lebensfeindlichen Raum bewegt. Wir müssen zusammenhalten, anders können wir uns gar nicht selbst erhalten. Stattdessen aber zerstören wir momentan unseren Planeten und rotten uns durch Kriege selbst aus...
Ich finde, man sollte mal die wichtigsten Politiker und Funktionäre dieses Planeten ins All schießen, damit sie selbst mal diese Erfahrung machen, haha. :D
Cheers