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Hmmm, ich sehe die "staatlichen" Goldprägungen, speziell das hier vorgestellte französische Modell, schon differenzierter.

Wo ist der Hinweis auf den immensen Aufschlag auf den Gold-Marktpreis?
85g Feingold entsprechen nach aktuellem Stand von ca. 1085€ pro Unze ein Goldwert ca. 2960€. Lassen wir das Drumherum wie Prägekosten, Werbung, Versand mal weg (das sind bei Anlagemünzen ca. 3%), ist das ein Aufpreis von 40%! Nicht schlecht als "Versicherungsprämie" auf einen Gegenwert in Euro, der im Zweifelsfall gegen Null geht.

Etwas Vergleichbares gibt es ja auch in der BRD mit den 100€ Münzen und kleineren Nominalen mit deutlich geringenen Aufschlägen.
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Und welche "teileweise hohen Wertverlusten in den letzen Jahren" bei Gold ohne Nennwert sind gemeint? Der Rückgang von knapp 1400€ in der Spitze 2012 auf knapp 1100€ 2018?
Da ist der, ich nenne es mal Sofortverlust, beim Kauf einer der hier vorgestellten Münzen größer.

Nichts für Ungut, aber irgendwie liest sich der Artikel wie ein 1:1 Werbetext der französischen Nationalbank...

Preis des deutschen 100ers liegt momentan bei ca. 550 - 600 Euro.
Das ist ein Aufschlag von 550% auf den Nennwert.
Bei den "Franzosen" hast Du einen Aufschlag von 40% auf den Goldwert errechnet.
Wie kommst Du bei den 100ern in Folge auf einen geringeren Aufschlag?
Es ist immer die Frage, was als Kriterium bevorzugt wird.

Der Unterschied bei den beiden Münzen ist, daß der französische Nominalwert weit über dem Materialwert liegt, beim deutschen Gegenstück weit unterhalb.

Mein Aufschlag meint den zu zahlenden Euro"wert" im Verhältnis zum erhaltenen Metall:

Franzose: 5000€ zahlen für 3000€ Goldwert
Deutscher: 560€ zahlen für 540€ Goldwert

auch wieder sehr interessant.

Ich habe vor ein Numeraire - Cash- Portfolio zu erstellen, also ein Wertmaß gleiches Geld Portfolio welches kein Gewinn bringen soll sondern lediglich gegen die Inflation bis zur möglichen Hyperinflation gesichert sein soll. Ein Geld-Pool/ wie ein Portmonee nur eben nicht voll mit Papier. Gold, Silber gibts noch etwas mit Nennwert? *Platin natürlich noch

Münzen sind immer offizielles Zahlungsmittel eines Landes und besitzen immer einen aufgeprägten Nennwert. Alles andere sind Medaillen.
Bei dieser Strategie ist das Verhältnis vom Nennwert zum Edelmetallwert von Bedeutung. Da solltest Du das Angebot an Münzen durchsuchen, ob es noch ähnliche Münzen gibt. Zum Beispiel die 100-Euro-Goldmünze von der Deutschen Bundesbank. Bei dieser Münze eignet sich das Gold-Nennwertverhältnis jedoch nicht für die geschilderte Strategie.

Die Erfahrung hat allerdings gezeigt: Garantien von Banken garantieren gar nichts. Der Nennwert ist nur der Wert den die Bank eben nennt. Das kann sie ja nach Gutdünken ändern. Diese Experimente gab es auch schon vor knapp 100 Jahren. Da machte man allerlei Versuche, um die Kaufkraft zu erhalten, doch plötzlich kostete ein Laib Brot ein paar Milliarden Mark. Eine Münze von einer Unze Feingold, die den Nennwert von 10 Mark hatte, war dann so viel wert wie ihr Gewicht in Gold. Der Nennwert interessierte niemanden. Hier hat das Material der Inflation getrotzt. Das Material hält man in der Hand. Der Nennwert spielte keine Rolle.

Doch nun nehmen wir einmal an, es hätte eine Hyperdeflation gegeben, und die Unze Gold wäre für 1 Mark zu haben, dann wäre ja jeder schön blöd, der 10 Unzen Gold gegen 1 Unze Gold mit Nennwert 10 Mark tauscht. Und ich bin mir auch ziemlich sicher, daß die Bank in so einem Fall die Garantie ziemlich schnell aufheben würde - spätestens dann, wenn sie selbst alle ihre 10-Mark-Goldmünzen los ist. Und wenn sie es nicht tut, dann geht sie pleite und ihre Garantie verschwindet mit ihr. In diesem Fall hätte der Nennwert theoretisch eine Rolle spielen können, doch den hat man mit der Münze nicht in der Hand. Den kontrolliert die Bank...

Bankgeschäfte sind notwendig. Banken nicht.

Prinzipiell stimme ich dir hier zu, nur das mit dem Gold hat in Deutschland leider einen kleinen Haken.
Der große Vorteil von Gold ist, dass es im Vergleich zu zB Silber beim Kauf steuerfrei bleibt und es wie du gesagt hast, einen tatsächlichen und sicheren Gegenwert bietet.
Nateil ist leider, dass der deutsche Staat im (wirklichen) Krisenfall dazu berechtigt ist, Gold von den Bürgern einzuziehen. Das Zurückbehalten wäre dann sogar eine Straftat.

Grundsätzlich kann sich der Staat per Gesetz selbst dazu berechtigen, alles zu beschlagnahmen. Dieses Argument ist nicht in meinem Fokus. Wäre für mich sozusagen "vorauseilender Gehorsam". Verkauft jemand seinen Grundbesitz, nur weil der Staat im Krisenfall Zwangsanleihen beschliessen oder sogar den Grundbesitz beschlagnahmen kann?
"Beim Kauf steuerfrei" verstehe ich jetzt leider nicht. Was ist beim Kauf steuerfrei?
Beim physischen An- und Verkauf, nach einer Haltefrist von einem Jahr, sind meines Wissens die Gewinne bei Gold wie auch bei Silber steuerfrei.

Der Unterschied, um beim Beispiel zu bleiben, zwischen Gold uns Silber ist, dass für Gold schon eine gesetzliche Grundlage besteht, um darauf zuzugreifen und zu enteignen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Gold nach eine schweren Krise weg ist, ist einfach wesentlich größer weil es besonders einfach "weggenommen" werden kann. Damit will ich nicht deinen Artikel schlechtreden oder die Investition in Gold, ich will nur auf diesen Risikofaktor hinweisen.

Mit "beim Kauf steuerfrei" meinte ich: dass beim Kauf von Gold keine Umsatz- bzw. Mehrwertsteuer anfällt (bei Anlagegold), bei Silber fällt die volle Mehrwertsteuer an (auch wenn sie durch Differenzbesteurung "gedrückt" werden kann). Sonst ist es so wie du gesagt hast, wenn du ein Jahr als Privatperson hältst, dann musst du keine Steuern auf Gewinne zahlen.

Die Diskussion empfinde ich nicht als schlechtreden. Es geht darum, die Erkenntnisse zu teilen. Wo finde ich das Gesetz zur Grundlage für die Goldenteignung? Kannst Du mir bitte einen Link nennen?

Danke. Bei erster Durchsicht lese ich lediglich von "Überwachung von Barmitteln" und "Terrorismus". Das Schlagwort "Enteignen" finde ich nirgends. Du kannst mir bestimmt bitte den Absatz nennen, in dem die Enteignungsregel in Verbindung mit unbescholtenen Bürgern steht - danke im voraus.