Vom Werden und Vergehen
Heute wurde unser kleines Örtchen ganz plötzlich in dicken, tiefen Nebel gehüllt. Die Tage werden dunkler und kürzer, die Nächte länger und die Energien durchlaufen ihren zyklischen Wandel.

Die Schleier zwischen den Welten werden dünner und die Qualitäten von Ernte, Aktivität und Wachstum weichen langsam aber stetig dem Loslassen, der Innenschau, der Stille und Rückbesinnung.
Mir scheint, in unseren Breitengraden wollen wir diesen Teil der Medaille jedoch nicht annehmen.
Wir wollen stetiges Wachstum, stetige Gewinnmaximierung, mehr von allem, was Freude bringt.
Eventuell, so könnte man meinen, werden wir auch auf diese Automatismen geprägt, ja, sogar bewusst in sie hinein erzogen, sodass wir nur bloß nie in die Versuchung geraten, mal durch zu atmen und uns zu besinnen.
Und doch spüren wir, sobald wir es zulassen, uns mit dem Jahreszyklus zuverbinden, dass der wahre Wert des Entstehens erst darin begründet liegt, dass wir auch den Kontrast davor erlebt haben.
Ebenso, wie die Momente, die uns am tiefsten berühren, ihre Schönheit daraus schöpfen, dass sie eben vergänglich sind und uns jedoch, auf Seelenebene, im Herzen, in Gedanken erhalten bleiben.
Dass dieser stetige Prozess, von mehr und mehr, so auf Dauer nicht funktionieren kann und uns auch nicht nachhaltig nährt, dämmert wohl bereits vielen Menschen.
Die Natur lehrt es uns all das ganz leise und subtil, wenn wir ihr nur wieder Lauschen lernen.
So möchte ich hiermit meine Hochachtung vor der natürlichen Perfektion von irdischer Harmonie ausdrücken und mich dankbar verneigen.
Auf dass wieder mehr Menschen dieser Einladung folgen und ihre Dankbarkeit und Demut als große Schätze entdecken mögen.
Eine besinnliche, mystische Herbstzeit. 🍁
Yaraha



Ja, hat schon was, ich mag den Herbst. Tolle Bilder, das Erste und Zweite gefallen mir besonders gut.
Und da fällt mir mein Vater wieder ein, der einst meinte, die jungen Leute sind verrückt geworden, denen pressiert immer, dabei haben sie doch noch soviel Zeit. Lauschen lernen, das war wohl der Punkt, an dem ich seine Stimme wieder im Ohr hatte.
Danke!
Recht hat dein Vater…
Leider betrifft das jedoch vermutlich nicht nur die jungen Leute. Wobei „jung“ ja auch immer relativ ist und im Auge des Betrachters liegt 🤣
Viele Menschen hechten sehr gestresst durch ihr Leben und verpassen dabei wohl oft die schönen, kleinen Momente.
Wirklich schöne Bilder geworden
Dankeschön! 🙏