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RE: DU spielt SCRABBLE™ (58) - Gleichberechtigung

in Deutsch Unplugged3 years ago

Absolut!

Wobei ich den Punkt "besonders hohe Motivation" der Eltern-Kind-Beziehung zuordnen würde, die ich für das Unterrichten eher nachteilig sehe.
Auf jeden Fall sehe ich eine hohe Motivation bei den Eltern. Kann diese Motivation nicht aber auch in Streß umschlagen. Also in dem Sinne, dass bei Verständnisschwierigkeiten entweder der Elter oder das Kind irgendwann genervt reagieren. Gerade im Pubertätsalter stelle ich mir das extrem schwierig vor.

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 3 years ago (edited)

Also ... Ich denke, dass grundsätzlich eine hohe Motivation für das Lösen von Aufgaben (welchen auch immer) etwas Positives ist.
Wer nicht motiviert ist, seinen Kindern etwas beizubringen ... wird ihnen vermutlich wenig beibringen.
Wer motiviert ist, mag natürlich auf Schwierigkeiten stoßen und muss lernen, damit umzugehen, kann aber m. E. eher etwas erreichen als sein unmotivierter Gegenpart.

Wenn mich meine Tochter etwas fragt, habe ich oft einfach Lust, es so gut wie möglich zu erklären, mir Beispiele oder Aufgaben auszudenken.
Es macht manchmal richtig Spaß, mir zu überlegen, wie ich Dinge veranschaulichen kann:
"Warum sind Blätter grün?"
"Was passiert mit einem Fußball, den du gegen eine Wand schießt?"
"Er kommt zu mir zurück, weil er abprallt?"
"Ja, genau, und jetzt stell dir vor, Sonnenlicht würde aus vielen sehr kleinen, verschiedenfarbigen Fußbällen bestehen, roten, blauen, gelben und grünen. In den Blättern wären kleine Öffnungen (Tore) für Fußbälle jeder Farbe, nur die grünen Fußbälle würden nirgends reinpassen, sondern vom Blatt abprallen, wie von einer Wand ... zurück in unsere Augen." (Nebenbei kann man dann noch die Begriffe "absorbieren" und "reflektieren" einführen und sagen, dass es natürlich in Wirklichkeit keine Fußbälle seien, sondern verschiedene Wellenlängen, was man aber ein andermal genauer erklären würde.)
Ist das eine gute Veranschaulichung? Ich weiß es nicht ..., aber es macht uns beiden anscheinend Spaß, und sie lernt etwas dabei.

Würden mich 30 oder 40 Kinder fragen, hätte ich niemals die nötige Energie dafür, auf alle in gleichem Maße einzugehen (und deshalb habe ich auch großen Respekt vor Lehrern, die das zumindest versuchen).

Die Pubertät wird vermutlich eine schwierige Zeit werden, mal sehen, wie das dann laufen wird (und wo wir dann leben werden) - ich bin kein Hellseher.

 3 years ago 

Man merkt dir den Spaß daran total an :-)
Mir geht das genauso. Je nach Situation ist es bei solchen Fragen dann eine lange oder kurze Antwort oder gemeinsame Erarbeitung der Lösung. Ich bin selbst auch so eingestellt, dass ich wissen möchte, warum etwas funktioniert, und nicht damit zufrieden, dass es das tut. Das und die Freude daran, dies herauszufinden und - wie wir weiter oben schon besprochen hatten - neugierig zu sein, versuche ich bzw. wir den Kindern zu vermitteln. Je früher je besser... dann hält das (zumindest bei uns) auch bis in die Pubertät... und möglichst auch darüber hinaus :-)