Du bist nicht allein - lasst uns ein Stück Zusammenrutschen !
Du bist nicht allein - lasst uns alle ein Stück Zusammenrutschen !
Einige wissen das ich in der letzten Woche im Krankenhaus war. Auch diesmal ist mir wieder aufgefallen, dass es in dem Klinikum viele Patienten gab, vor allem im höheren Alter, die komplett auf sich allein gestellt sind.
Schon bei der Aufnahme konnte ich einige Patienten sehen die sich alleine angemeldet haben.
Gerade im Herzzentrum wo ich behandelt worden bin, ist man nicht wegen einer Kleinigkeit, sondern es gibt schon gravierende gesundheitliche Einschränkungen.
Es hat mich wirklich sehr betroffen gemacht dort so viele einsame Menschen zu sehen. Ich bin mit einigen ins Gespräch gekommen und man freute sich sehr über kürzere oder länger Unterhaltungen. Es ist auch so, das die Schwestern in den Kliniken wirklich sehr bemüht sind, aber auch auch hoffnungslos überfordert. Total unterbesetzt und es werden immer mehr Patienten nur für 1-2-3 Tage dort zur Behandlung oder OP aufgenommen und dann wieder auf andere Kliniken nach Eingriff verteilt. Bedeutet das auf der Station wo geschätzt 80 Patienten Platz haben jeden Tag 20 neu aufgenommen und entlassen werden. Hier hat das Personal keine Zeit sich etwas länger mit den Patienten zu befassen, schon gar nicht um sich einmal 10 Minuten mit jemanden zu unterhalten.
Jeder, der von euch schon einmal in einem Krankenhaus war, weiß wie sehr man sich freut, wenn einem die Familie besucht, man per WhatsApp oder Co Genesungswünsche erhält, selbst wenn sie von Fremden kommen. Auch das jemanden einen zur Aufnahme in die Klinik begleitet ist ein wichtiger Punkt. Gerade da hat man je nach Diagnose doch ein ungutes Gefühl oder gar Angst.
Ich finde hier müssen wir als soziale Gemeinschaft unbedingt helfen. Hier ist kein Gesetzgeber gefragt sondern du und du und ja auch du.
Ich werde mir einmal Gedanken machen wie man im ganz kleinen anfangen kann ein System aufzubauen, wo Menschen sich melden können, die gerne Besuch im Krankenhaus erhalten möchten, wo sie anfragen können, ob jemanden sie ins Krankenhaus bringt oder bei einem Arztbesuch begleitet. Auch das man zu einem Patienten direkten Kontakt durch ein social Media Medium aufnimmt. Ab und zu mal per WhatsApp oder ähnlichen nachfragen wie es dem Patienten geht und ihm einfach ein wenig, auch aus der Ferne, beisteht und virtuell die Hand hält.
Viele würden sich ja gerne ehrenamtlich ein wenig engagieren. Und wäre das nicht ein tolles Gefühl mit nur ein wenig Zeit die man investiert anderen in solch einer schweren Zeit beizustehen?
Ich werde in den nächsten Wochen einmal ein Konzept erarbeiten und euch dieses hier vorstellen wie man das Umsetzten könnte. Vielleicht finden wir ja gemeinsam einen Weg das ganze auch logistisch umzusetzen. Ich denke, viele von euch wären bereit sich mit einzubringen.
Es gibt ja schon die “Grünen Damen” sowie andere Karitative oder Diakonische Organisationen die Patienten betreuen . Aber all das ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Auch wir werden eher nur im kleinen helfen können. Aber ich denke wenn man so mehrere hundert Patienten im Jahr eine Freude machen kann, und sei es nur das man virtuell Beistand leistet, haben wir die Welt in der wir leben wieder ein klein wenig besser gemacht. Auch kleine Schritte können großes bewirken.
Gemeinsam statt einsam - kranken Menschen in schweren Zeiten beistehen.
Nun werden einige sagen “Oje - schon wieder etwas Neues von dem Kerl. Übertreibt er es denn nicht ein wenig und tanzt auf viel zu vielen Hochzeiten?”
Ja so Unrecht habt ihr da nicht. Aber wie kann ich die Augen verschließen bei solchen Gegebenheiten, die mich gerade selber durch erlebtes tief bewegt haben.
In den letzten 2-3 Wochen war ich leider krankheitsbedingt nicht so aktiv wie ich es wollte. Das wird sich jetzt aber wieder ändern. Durch die Implantation des CRT werde ich höchstwahrscheinlich meine kleine Schmuckmanufaktur aufgeben müssen. Das bedeutet auf der einen Seite das ich die Projekte nicht mehr finanziell unterstützen kann und mich privat auch ein wenig einschränken muss. Auf der anderen Seite habe ich dann aber auch mehr Zeit um mich mehr um meine Ideen, den neu gegründeten Verein und auch besser um die Öffentlichkeitsarbeit zu kümmern.
In dem von mit gegründeten Netzwerk NesoMi - Netzwerk für soziales Miteinander sind langsam um die 170.000 Mitglieder in den verschiedensten Gruppen mit dabei. Ich denke mit dieser Basis kann man schon einiges Bewegen.

Auch wenn es schon „vorbei“ ist alter Hase, wünsche ich dir weiter eine gute Genesung. Anfangen kann man was im eigenen Kreis zu helfen, meistens am besten mal mit der Familie.
Stell dir mal vor was die kommenden Generationen erleben dürfen, keine Kinder, Hauptsache Karriere und tausend Facebook Freunde. Aber niemand der dich kennt, liebt und betreut wenn es soweit ist. Das wird nicht besser. Deswegen gebe ich mir Mühe meine kleine Welt zu achten und Fremden eben diese Zeit zu schenken, die sie brauchen bevor! sie mit nem Herzanfall im Krankenhaus landen auch wenn ich weis, das es mich vielleicht noch härter trifft, wenn ich mir keine Illusion zurecht baue.
Ich denke die meisten würden keine Probleme haben mit ihrer Pumpe, würden die Menschen sich mehr Zeit/Liebe geben. Du bist der Bote, vergiss nicht, das du die Welt nicht alleine retten wirst und belaste dich nicht mit allem Leid.
Kraft tanken und weiter geht die Reise, am Ende sehen wir uns sowieso alle wieder :)
Salve
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