Grüne Woche, volle Hallen - Green Week, Packed Halls (DE/EN)

Grüne Woche Berlin, im Strom der Massen

Anreise mit dem Bus, entspannt gestartet

english below...

Wir sind mit dem Bus nach Berlin gefahren, und schon dieser Anfang hat sich wie ein kleiner Luxus angefühlt. Kein Blick aufs Navi mit der Frage, ob man überhaupt irgendwo parken kann. Kein Kreisen um überfüllte Straßen. Kein inneres Rechnen, ob man am Ende weiter vom Auto zum Eingang läuft als später durch die Messe selbst. Wir sind einfach angekommen, ausgestiegen, kurz orientiert, und dann ging es los.

Gerade in Berlin ist das ein echter Vorteil. Wer die Stadt kennt, weiß, wie schnell aus Vorfreude Stress wird, sobald man mit dem Auto irgendwo „nur mal eben“ hin will. Der Bus nimmt dir das komplett ab. Und man startet mit einem viel besseren Gefühl.

Vier Stunden sind viel zu wenig

Doch dieses gute Gefühl bekam ziemlich schnell einen Dämpfer. Vier Stunden Aufenthalt sind für die Grüne Woche einfach zu wenig. Das Gelände ist nicht nur groß, es ist so groß, dass es dein Gefühl für Entfernungen neu kalibriert. Du siehst eine Halle und denkst, das geht schnell. Und dann läufst du, läufst du weiter, und merkst plötzlich, dass du schon allein durch Wege und Orientierung Zeit verlierst.

Dazu kommt dieses ständige Ziehen im Kopf. Hier wäre ich gern länger geblieben. Dort hätte ich gern noch genauer geschaut. Und eigentlich müsste man zu manchen Ständen zurück, weil man im Vorbeigehen nur die Hälfte verstanden hat. Aber die Uhr tickt, und du weißt: Wenn du jetzt stehen bleibst, fehlt dir später eine ganze Halle.

So wurde aus „wir schauen uns das in Ruhe an“ eher ein „wir nehmen mit, was geht“. Viele Eindrücke, ja. Aber auch dieses Gefühl, dass man eigentlich immer zu schnell weiter muss.

Die Menschenmassen, aus dem Strom kommt man kaum raus

Und dann sind da diese Massen. Ich bin immer noch erstaunt, wie viele Menschen sich gleichzeitig durch die Hallen bewegen. Man rechnet ja mit Betrieb, aber in manchen Bereichen war es nicht einfach nur voll, es war wie ein ständiger Druck nach vorn.

In mehreren Hallen war es praktisch unmöglich, irgendwo kurz anzuhalten, ohne dass man sofort im Weg stand. Selbst wenn man nur zwei Sekunden länger stehen bleibt, merkt man sofort, dass hinter dir schon jemand nachrückt. Zur Seite treten ist auch nicht immer möglich, weil dort andere stehen, fotografieren oder selbst versuchen, aus dem Strom herauszukommen.

Es fühlte sich wie ein Fluss an. Ein Strom, der dich mitnimmt, egal ob du gerade stehen bleiben willst oder nicht. Und das ist das Verrückte daran. Du bist umgeben von Dingen, die dich interessieren, die du gern genauer ansehen würdest. Aber dein Tempo bestimmt oft nicht dein Interesse, sondern die Bewegung der Menge.

Zwischen Blütenmeer und Zukunftstechnik

Trotz allem, manche Bilder bleiben hängen. Die Blumenhallen wirkten wie ein Stück Frühling, das man in eine Messehalle gepflanzt hat. Ein Meer aus Farben, liebevoll gestaltete Beete, kleine Landschaften, die fast wie ein Park wirken. Für einen Moment vergisst man das Gedränge und bleibt innerlich stehen, auch wenn man körperlich weitergeschoben wird.

Und dann, ein paar Meter weiter, wieder ein kompletter Szenenwechsel. Technik, Maschinen, Robotik, moderne Lösungen, die zeigen, wie Landwirtschaft und Produktion heute aussehen können. Genau dieser Kontrast macht die Grüne Woche spannend. Du bekommst an einem Tag Dinge zu sehen, die sich sonst nie begegnen würden. Tradition und Zukunft liegen dort manchmal wirklich nur ein paar Schritte auseinander.

Messebesuch im Wandel, probieren wird zum Geschäft

Was mich zusätzlich nachdenklich gemacht hat, war ein Punkt, den man erst merkt, wenn man öfter auf Messen war. In den Jahren hat sich ein Messebesuch spürbar verändert. Früher war eine Messe für mich ein Ort zum Entdecken. Man probierte, man verglich, man kam ins Gespräch. Und oft hatte man das Gefühl, dass es dort auch echte Messepreise gibt, also ein kleines Extra dafür, dass man vor Ort ist.

Heute fühlt sich das in Teilen anders an. Messepreise sind selten geworden. Wenn überhaupt, dann muss man sie suchen. Und manchmal hatte ich eher den Eindruck, dass manche Produkte auf der Messe sogar teurer sind als im normalen Handel. Das ist ein seltsames Gefühl, weil man automatisch erwartet, dass eine Messe auch „lockt“.

Und das Probieren, das früher zur Messe einfach dazugehört hat, ist vielerorts zu einem Geschäft geworden. Ein Beispiel hat sich richtig eingebrannt. An einem Stand sollte man für Wein oder Sekt zum Probieren 4 Euro für 100 ml bezahlen. Da habe ich innerlich direkt gestoppt. Wer will da noch einfach mal probieren, vergleichen oder neugierig sein. So wird aus dem Entdecken ein Abkassieren, und aus dem „ich schaue mal“ wird „nein danke, dann lieber weiter“.

Natürlich gibt es Ausnahmen. Keine Frage. Und genau diese Ausnahmen waren am Ende die Stände, die wir gut fanden. Dort fühlte es sich fair an, freundlich, nicht übertrieben, nicht aufdringlich. An solchen Stellen kauft man dann auch gern, weil es sich richtig anfühlt. Alles andere haben wir bewusst gemieden, weil wir keine Lust hatten, für jede Kleinigkeit zur Kasse gebeten zu werden.

Nächstes Mal, mehr Zeit und bessere Planung

Genau deshalb ist die Überlegung da, beim nächsten Mal mit dem eigenen Auto zu fahren. Der Bus war bequem, aber man hängt am Zeitplan. Vier Stunden bestimmen alles. Und wenn du gerade irgendwo hängen bleibst, weil es wirklich interessant ist, kannst du nicht einfach sagen: Wir bleiben noch eine Stunde. Du musst weiter, egal ob du willst oder nicht.

Mit dem eigenen Auto hätten wir deutlich mehr Freiheit. Und wenn wir nochmal hinfahren, dann am besten unter der Woche. Unter der Woche ist die Chance groß, dass es insgesamt leerer ist als am Wochenende. Und wenn man gleich zur Eröffnung da ist, könnte es sogar sein, dass die Massen am Anfang noch überschaubar bleiben.

Beim nächsten Besuch werden wir das ganz genau betrachten. Denn die Grüne Woche ist beeindruckend, keine Frage. Aber sie ist noch beeindruckender, wenn man Zeit und Luft hat, um sie wirklich zu erleben, statt nur durch sie hindurch zu treiben.

Deine Meinung

Warst du schon einmal auf der Grünen Woche
Gehst du lieber unter der Woche oder am Wochenende auf Messen
Und wie siehst du das Thema bezahlte Verkostungen und fehlende Messepreise

Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Beitrag
Hornet on Tour


1000075854.jpg

1000075866.jpg

1000075835.jpg

1000075855.jpg

1000075838.jpg

1000075856.jpg

1000075842.jpg

1000075857.jpg


Green Week Berlin, Caught in the Crowd Flow

Arriving by Coach, A Relaxed Start

We travelled to Berlin by coach, and that beginning already felt like a small luxury. No staring at navigation apps, no worrying about where to park, no circling streets, no calculating how far the walk back to the car might be later. We arrived, stepped out, found our direction, and within minutes we were inside this massive world called Grüne Woche.

Especially in a city like Berlin, that is a real advantage. Anyone who knows the city understands how quickly excitement can turn into stress once parking becomes part of the plan. The coach removes that completely, and you start the day in a much better mood.

Four Hours Are Not Enough

But that good feeling got challenged quite quickly. Four hours at Grüne Woche are simply not enough. The site is not just big, it is the kind of big that forces your brain to rethink distances. You look at a hall and think it will be quick. Then you walk, and walk, and suddenly you realise you are already spending time just on paths and orientation.

And there is this constant pressure in your head. I would like to stay here longer. I should have looked closer there. I should go back to that stand because I only saw half of it while passing by. But the clock keeps ticking, and you know that every extra minute in one area will cost you an entire hall later.

So instead of “we will take our time” it becomes “we will take what we can”. Many impressions, yes. But also that feeling of moving too fast all the time.

The Crowds, You Cannot Escape the Current

And then there are the crowds. I am still amazed by how many people move through the halls at the same time. You expect it to be busy, sure, but in some areas it was not just crowded, it felt like constant pressure pushing forward.

In several halls it was almost impossible to stop anywhere without immediately being in the way. Even if you slow down for two seconds, you feel people behind you closing the gap. Stepping aside is not always possible either, because others are standing there, taking photos, or trying to escape the flow themselves.

It felt like a river. A current that carries you forward, whether you want to stop or not. And that is the strange part. You are surrounded by things you actually want to look at properly. But your speed is often not decided by your interest, it is decided by the movement of the crowd.

Between Flower Seas and Future Tech

Still, some images stay with you. The flower halls felt like a piece of spring planted right inside a building. A sea of colours, carefully designed beds, small landscapes that almost feel like a park. For a moment you forget the pressure of the crowd and you pause inside your head, even if your body keeps moving.

And then, just a few steps later, a complete scene change. Technology, machines, robotics, modern solutions showing how agriculture and production can look today. That contrast is what makes Grüne Woche so interesting. In one day you see worlds that normally do not meet. Tradition and future sometimes sit just a few meters apart.

Fairs Have Changed, Tasting Became Business

Another thing made me think, especially because I have been to fairs before. Over the years, the feeling of visiting fairs has changed a lot. A fair used to be about discovery. You tasted, you compared, you talked. And often you had the feeling there were real fair deals, a little reward for being there in person.

Today it feels different in many places. Real fair prices are rare, and sometimes it even seems like products are more expensive than in normal shops. That feels strange because fairs are supposed to tempt you, not punish you.

And tasting, something that used to be part of the fair experience, has turned into a business model. One example really stuck with me. At one stand, tasting wine or sparkling wine cost 4 euros for 100 ml. That was the moment where I stopped mentally. Who still wants to explore and compare under those conditions. Discovery turns into paying, and curiosity turns into “no thanks, let’s move on”.

Of course there are exceptions. No question. And those exceptions were the stands we liked the most. There it felt fair, friendly, not overpriced, not pushy. At those places we actually bought something, because it felt right. Everything else we avoided on purpose, because we were not interested in paying for every tiny sip.

Next Time, More Time and Better Planning

That is why the idea of coming with our own car makes more sense now. The coach trip was comfortable, but you are tied to the schedule. Four hours decide everything. And if something really catches your interest, you cannot simply say, we will stay another hour. You have to move on, whether you want to or not.

With our own car we would have much more freedom. And if we go again, it should be during the week. Weekdays have a good chance of being less crowded than weekends. And if you arrive right at the opening, it might even be that the halls feel manageable before the big wave arrives.

Next time we visit, we will look at all of this much more carefully. Because Grüne Woche is impressive, no doubt. But it becomes even more impressive when you have time and space to truly experience it instead of being carried through it.

Your Thoughts

Have you ever visited Grüne Woche
Do you prefer fairs on weekdays or weekends
And how do you feel about paid tastings and missing fair prices

Thanks for reading and see you in the next post
Hornet on Tour

ChatGPT Image 14. Jan. 2026, 08_01_01.png

Instagram: hornet_on_tour
Photo: Hornet on Tour

Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)