RE: Ryck & Bodden: Schönheit mit Warnung / Ryck & Bodden: Beauty With a Warning (DE/EN)
Schwierige Frage. Ich bin absolut pro Eigenverantwortung. Ich würde, auch wenn ich selber noch nie eingebrochen bin in zu dünnes Eis, nie auf so eine Fläche gehen. Ich verstehe aber den Reiz daran... In den 90-er Jahren habe ich auf einem See in Brandenburg gesehen, wie ein VW-Bus vom Dorf am einen Ufer ins andere gegenüber fuhr. Sah nach Gaudi aus - und nach alltäglicher Routine.
Und da dürfte irgendwo die Antwort auf Deine Frage liegen: wer gewohnheitsmäßig mit Eisflächen, gefrorenen Gewässern zu tun hat, kann es einschätzen. Eisangler, Eisbader, Eissegler... - alle "professionell" vernünftig, schätze ich. Für den Normalsterblichen muß es viel und gründliche Aufklärung geben in Form von Hinweisen, Warnungen, Erklärungen. Verbot und Absperrung ginge mir wiederum zu weit.
naja nicht wirklich, schau mal hier;
https://www.nordkurier.de/regional/ruegen/duennes-eis-ploetzlich-brechen-beide-hintereinander-in-der-ostsee-ein-4350377
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/ostsee-vor-ruegen-warnung-vor-dem-betreten-von-eisflaechen,mvregiogreifswald-2730.html
https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/vorpommern-ruegen/ruegen/ruegen-polizei-sperrt-leuchtturm-sassnitz-komplett-ab-tausende-wollten-das-eis-sehen-JFLDLSTM6VD6ZP3EPRTAKRQ45E.html
https://www.nordkurier.de/regional/ruegen/lebensgefaehrliches-eis-auf-der-ostsee-tourist-bricht-ein-und-stirbt-4353527
das nur mal als Beispiel
Ich hatte einiges davon mitbekommen, und für die Betroffenen und ihre Familien ist das ein schlimmer Schock. Ich bleibe aber dabei, daß die Stadtverwaltungen, die Polizei, die Feuerwehr, die Küstenwache etc. warnen und aufklären müssen, um naiven oder ahnungslosen Menschen einen Hinweis auf die drohende Gefahr zu geben. Deutlich, lautstark, sichtbar und in mehreren Sprachen! Dieses Absperren und verbieten geht jedoch zu weit. Es bleibt eine individuelle Entscheidung, sich in eine bekannte Gefahr zu begeben. Die Verantwortung dafür liegt genau bei einer Person: bei einem selbst. Diese abzutreten an eine Behörde, an den Staat, der sich selber dann auch direkt in der Pflicht sieht, jegliches Unheil vom unverantwortlichen Bürger fern zu halten, ist falsch! Grundfalsch. Und führt zu einem paternalistischen Selbstverständnis des Staates, der doch eigentlich nur Verwaltungsorgan sein soll...
Eine interessante Diskussion. Auch ich der Meinung, dass jeder selbst für sein Handeln verantwortlich ist. Alles zu verbieten macht die Menschen weder klüger noch intelligenter, geschweige denn, dass sie selbst aufpassen. Solche Tests wurden bereits an Ampeln durchgeführt: Sobald diese entfernt werden, achten die Menschen besser auf. Ich halte es für falsch, die eigene Verantwortung wegzunehmen und sie auf die Regierung abzuwälzen.
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