Eigentlich wollte ich das Herstellen von Münzschmuck zurückfahren ...

in Steem Germanylast year

... und hatte das auch in einem Beitrag vor zwei Tagen hier veröffentlicht. Und was passiert? Ich habe eben einmal in meinen kleinen Internetshop geschaut und gesehen, dass insgesamt 14 Ringe bestellt wurden.

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All diejenigen, die Ringe bestellt haben, überlegt bitte ob ihr sie nicht lieber patiniert haben wollt. 90 % derer, die Ringe kaufen, kaufen sie nämlich patiniert oder schicken Sie dann zurück und lassen sie patinieren. Denn so erkennt man viel besser das Relief, also die Prägung der Münze. Das erste Bild was ich hier eingestellt habe zeigt dann den Ring pattiniert und nicht Hochglanz poliert.

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Seid ihr denn verrückt? Der Beitrag war nun wirklich nicht als Werbebeitrag gedacht. Natürlich freue ich mich über die Bestellungen, aber bitte lasst mir etwas Zeit – es kann bis zu 14 Tage dauern, bis ich diese ganze Menge gefertigt habe. Es geht eben nicht mehr so schnell wie früher.

Hier der Link zu meinem Shop https://the-other-coin.company.site/M%C3%BCnzschmuck-c50868320

Das bedeutet, dass ich jetzt noch insgesamt 86 Ringe fertigen werde, bevor ich das Handwerk in Rente schicke und auch alles abbauen werde. Leider geht es körperlich einfach nicht mehr.

Mich haben mehrere Leute angeschrieben, die Interesse haben, das Ganze zu übernehmen. All denjenigen habe ich gestern noch geantwortet – einmal in den Kommentarfeldern, aber auch per privater Nachricht.

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Für die ganzen Maschinen, Werkzeuge und besonders für die Einarbeitung ins Handwerk – ich zeige hier jemandem viele Tricks und Kniffe, die manch einer von meinen Mitbewerbern gar nicht kann und für die ich selbst mehrere Jahre gebraucht habe – möchte ich mindestens 10.000 Euro. Da gibt es auch nichts zu verhandeln. Wer bereit ist, das zu zahlen, bekommt alles. Wenn nicht, dann wird alles eingemottet.

Es gibt natürlich einige teure Gerätschaften, die man vielleicht nicht zwingend benötigt, aber ich sehe nicht ein, diese einzeln zu verkaufen – das ist mir viel zu nervig.

Dabei ist zum Beispiel die Gravurmaschine Gravograph M20 IQ, das letzte Modell vor dem Modellwechsel, mit viel Zubehör, Software und Dongle. Die Maschinen werden bei Kleinanzeigen zwischen 3.000 und 3.500 Euro angeboten, meine ist im Grunde neu und hat keine fünf Betriebsstunden gelaufen. Mit dem Gerät kann man nicht nur Ringe gravieren, sondern auch Schilder, Besteck und vieles mehr – eigentlich ein komplettes Gewerbe an sich, aber ich habe mich selbst nie weiter damit beschäftigt. Eine genaue Einarbeitung für dieses Gerät kann ich nicht anbieten, weil ich selbst erst wenige Versuche gestartet habe. Soweit ich weiß, gibt es kaum jemanden, der gravierte Münzringe anbietet – das ist sicherlich ein großer Markt.

Dazu kommt eine manuelle Ringgravurmaschine und eine Profi-Galvanikanlage von Wieland mit verschiedenen Elektrolyten, darunter zwei mit jeweils 3 g Feingold – alleine das Gold ist etwa 500 Euro wert (Mindestpreis bei Kleinanzeigen für so eine Anlage: 1.500 Euro).

Außerdem ca. 200 bis 250 Münzen in Silber, meist 5-D-Mark-Stücke (sogenannte Heiermänner). Die Münzen werden pro Stück zwischen 8 und 15 Euro verkauft, der Wert liegt also bei rund 2.000 Euro.

Weiterhin eine Miniatur-Drehmaschine (ca. 500 Euro Wert).

Alleine diese Gerätschaften haben schon einen Wert von etwa 6.000 Euro.

Hinzu kommt ein fertig erstellter Internetshop sowie mein ETSY-Shop mit mehreren hundert positiven Bewertungen und 1.600 verkauften Ringen. Solche Shops sichern Einnahmen, auch wenn ich dort schon seit Monaten keine Werbung mehr mache und das ganze Jahr auslaufen lassen wollte. Allein für so einen Shop bezahlt man oft mehrere tausend Euro. Die Übertragung eines ETSY-Shops ist nur möglich, wenn jemand als Partner auftritt – das kann man aber vertraglich regeln.

Dann gibt es noch das ganze Werkzeug: Stanzen, Pressen, Ringweitenmaschine, Punzen, kleine Poliermaschine und vieles mehr.

Das Wichtigste ist meiner Meinung nach jedoch die Einarbeitung ins Handwerk. Ich hatte schon mehrfach Angebote, für die Einweisung mehr als 1.000 Euro zu bekommen, aber ich habe das nie gemacht, weil ich mir natürlich keine eigene Konkurrenz schaffen wollte.

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Ideal ist das Ganze für jemanden, der auf Märkte oder Messen geht und dort die Ringe verkauft. Auf einem gut besuchten Markt, wenn man mit den D-Mark-Ringen konkurrenzlos dasteht und es richtig macht, kann man an einem Tag problemlos 1.000 Euro und mehr Gewinn erzielen.

Das Ganze muss natürlich zu einem passen. Ich will hier auf keinen Fall irgendetwas schönreden, und verkaufen muss ich im Grunde auch nichts. Aber hier einmal die Informationen, damit ich bei weiteren Anfragen direkt darauf verweisen kann.