Wer mag denn über deutsche Tristesse lesen? Das kann doch Tag täglich erlebt werden.
Dass Dinge durchaus tot diskutiert werden und eine Entscheidung auf sich warten lässt, kenne ich selbst. Vielleicht mag heute niemand mehr eigene Entscheidungen fällen und entsprechend Verantwortung für diese Entscheidungen übernehmen? Ich kenne das aus der Firma. Da wird ewig diskutiert, jeder darf seine Sichtweise darlegen und doppelt und dreifach wiederholen, bis auch der letzte nicht mehr weiß, wo alles anfing. Nur eine Entscheidung will dann niemand treffen, schließlich handelt es sich um ein agiles Team, in dem doch alle gleich sind und nicht mal mit einer Abstimmung eine Entscheidung herbeigeführt werden kann.
Falls dann doch ausversehen eine Entscheidung getroffen wurde, so wurde schon beobachtet, dass im Falle eines Fehlers oder Scheiterns, ganz schnell auf den Entscheider gezeigt wurde. "Er ist Schuld. Wir waschen unsere Hände in Unschuld.", kann dann zu hören sein. Und die unweigerlich folgende Schadenfreude darf natürlich auch nicht fehlen. Ist ein generelles Merkmal unserer Gesellschaft, dass sich über den Schaden eines Anderen gefreut wird?
Wer mag denn über deutsche Tristesse lesen? Das kann doch Tag täglich erlebt werden.
Dass Dinge durchaus tot diskutiert werden und eine Entscheidung auf sich warten lässt, kenne ich selbst. Vielleicht mag heute niemand mehr eigene Entscheidungen fällen und entsprechend Verantwortung für diese Entscheidungen übernehmen? Ich kenne das aus der Firma. Da wird ewig diskutiert, jeder darf seine Sichtweise darlegen und doppelt und dreifach wiederholen, bis auch der letzte nicht mehr weiß, wo alles anfing. Nur eine Entscheidung will dann niemand treffen, schließlich handelt es sich um ein agiles Team, in dem doch alle gleich sind und nicht mal mit einer Abstimmung eine Entscheidung herbeigeführt werden kann.
Falls dann doch ausversehen eine Entscheidung getroffen wurde, so wurde schon beobachtet, dass im Falle eines Fehlers oder Scheiterns, ganz schnell auf den Entscheider gezeigt wurde. "Er ist Schuld. Wir waschen unsere Hände in Unschuld.", kann dann zu hören sein. Und die unweigerlich folgende Schadenfreude darf natürlich auch nicht fehlen. Ist ein generelles Merkmal unserer Gesellschaft, dass sich über den Schaden eines Anderen gefreut wird?