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RE: Die Rolle des Bürgers im politischen Diskurs – Lob der Empirie
Gewisse philosophische Grundlagen wären auch in den Naturwissenschaften nicht schlecht, da gebe ich dir recht. Bis vor 25 Jahren oder so wurden die an den Unis auch noch gelehrt. Aufgrund der immer höher werdenden Ansprüche in speziellen Gebieten wurden diese Lehrveranstaltungen dann sukzessive gestrichen, weil man irgendwo kürzen musst, tat man es natürlich lieber im fachfremden Bereich. Mit dem Ergebnis, dass man (wenn man so wie ich einen leichten Hang zur Polemik hat^^) leider viele unserer Abgänger als hochspezialisierte Fachidioten bezeichnen kann.
Aber wir haben halt trotzdem wenigstens das Luxusproblem, empirisch wesentlich genauer arbeiten zu müssen als die Geisteswissenschaften, daher fällt das wahrscheinlich nicht so auf. ;-)
Das ist wohl tatsächlich ein Luxusproblem :D
Ich habe allerdings auch das Gefühl, dass viele Paper in geisteswissenschaftlichen Fachbereichen so geschrieben sind, dass sie nach mehr Inhalt klingen als sie eigentlich bringen - etwas, das mir in naturwissenschaftlichen Studien seltener auffällt.
Ich stelle mir die Geisteswissenschaften ein bisschen so vor wie eine Naturwissenschaft ohne Peer Review. ;-P