𝗜𝗰𝗵 𝗯𝗶𝗻 𝗷𝗲𝗱𝗲 𝗡𝗮𝗰𝗵𝘁, 𝘄𝗲𝗻𝗻 𝗶𝗰𝗵 𝘁𝗿𝗮̈𝘂𝗺𝗲, 𝘄𝗶𝗲𝗱𝗲𝗿 𝗲𝗶𝗻 𝗸𝗹𝗲𝗶𝗻𝗲𝘀 𝗞𝗶𝗻𝗱 𝗴𝗲𝘄𝗼𝗿𝗱𝗲𝗻.

in Steem Germany8 days ago

Ist das nicht komisch? Seitdem ich angefangen habe, Geschichten aus meiner Kindheit zu schreiben, träume ich fast jede Nacht von irgendwelchen im Grunde unbedeutenden Ereignissen, die wirklich ganz tief vergraben waren. Viel mehr noch: Jeden Morgen habe ich ein, zwei neue Geschichten. Nichts Wichtiges, nichts Besonderes – aber einfach Ereignisse, die sich meiner Meinung nach so zugetragen haben.

Ich träume von meiner Mutti, von meinem Bruder Andreas, von meinem Opa, von ganz allgemein dem Umfeld, als ich so 6 bis 10 Jahre alt war. Normalerweise war es oft so, dass ich in die Vergangenheit versetzt wurde, aber dann meistens eher in das Alter 16 bis 25 – oder eben spätere Zeiträume. Also meine richtig wilden Zeiten. Aber dass ich so intensiv auf einmal meine Kindheit noch einmal erlebe, ist schon verrückt.

Ich muss mir jeden Morgen auch sofort Notizen machen, da ich sonst das vermeintlich Erlebte im Traum kurze Zeit später wieder vergessen habe. Ich glaube, das sind Hunderte von Geschichten, die ich hier niederschreiben könnte. Aber wie gesagt: nichts Besonderes. Nichts, wo ich ein besonderer Held war, oder Ereignisse der besonderen Art – sondern wirklich der ganz normale Alltag eines kleinen Steppke.

Klar, ich kann mir schon vorstellen, dass man das ein oder andere heute mit anderen Augen sieht. Verklärter, nostalgischer. Und sicherlich gab es auch problematische Zeiten. Aber auch die kommen mir wieder ins Gedächtnis. Wo ich zum Beispiel meinen Opa tot in seinem Zimmer gefunden habe. Böse Streitereien mit Mutti oder meinem Bruder. Die richtigen Probleme gingen ja eher erst los, als ich 14, 15 war. Und heute weiß ich: Wie ich mich damals benommen habe – sicherlich war ich da nicht das nette Kind von nebenan. Und dann die Zeiten als Jugendlicher, 16, 17, 18… na ja, da ist so einiges vorgefallen, was meiner Mutter sicherlich so einige schlaflose Nächte bereitet hat. Ich erinnere nur, dass ich drei Lehrstellen bekommen hätte, und da es in der DDR verpflichtend war, eine Ausbildung anzunehmen – jedenfalls auch, dass man einer Arbeit nachgeht, man könnte fast sagen es gab Arbeitspflicht – waren das ja die ersten Probleme, die ich mit dem Staat hatte. Und da meine Mutter Unterstufenlehrerin war, kann man sich natürlich die Probleme vorstellen, die sie hatte. Na ja, aber dazu mehr in meinem autobiografischen Roman.

image.png

𝗔𝗸𝘁𝘂𝗲𝗹𝗹 schreibe ich seit drei Tagen auch wieder an meinem Buch 𝗗𝗗𝗥 𝟮.𝟬 – 𝗪𝗮𝘀 𝘄𝗮̈𝗿𝗲, 𝘄𝗲𝗻𝗻 𝘄𝗶𝗿 𝗴𝗲𝗯𝗹𝗶𝗲𝗯𝗲𝗻 𝘄𝗮̈𝗿𝗲𝗻? Ein Buch, in dem es darum geht, dass es die Wiedervereinigung nicht gegeben hat, sondern zwei separate deutsche Staaten nebeneinander existierten. Das Buch ist fertig konzipiert, fast 30 Kapitel. Auch fertig – na ja, fertig eben nicht. Jedes Mal, wenn ich es durchlese, ändere ich was, und teilweise schreibe ich die Kapitel komplett neu. Aber dann passt es wieder nicht in die Zeitlinie, dann wird wieder an der Zeitlinie gearbeitet und wieder andere Kapitel umgeschrieben. Aber jetzt ziehe ich es konsequent durch. Die Einleitung und der Prolog sind sozusagen jetzt in der Endfassung – so hoffe ich jedenfalls.

Ich werde in den nächsten Wochen einmal den ein oder anderen bitten, das Ganze als Testleser Kapitel für Kapitel zu lesen und dann seine ehrliche Meinung darunter zu schreiben. Letztendlich ist es mein Werk, aber ich möchte schon wissen: Ist es lesenswert? Wird es langweilig? Würde man es am liebsten aus der Hand legen? Die Meinung anderer interessiert mich hier doch sehr, bevor ich das Buch im Selbstverlag rausbringe.

Einige haben es schon vorbestellt, aber na ja, ich sage es ehrlich: Es sind gerade mal 52. Herauskommen soll es Ende des Jahres, damit es zu Weihnachten verschenkt werden kann. 😊 Vielleicht hat ja auch jemand von euch Interesse an dem Buch und möchte es vorbestellen – das kann man über diese Seite:
https://ddr20buch.de/

Einige von euch haben ja mitbekommen, dass ich immer viel schreibe. Aber wirklich, dass mir eines Tages Schreiben so viel Spaß macht und fast mein gesamter Lebensinhalt ist, hätte ich nicht gedacht. Das hat sich in den letzten, na sagen wir fünf Jahren, von Jahr zu Jahr immer mehr herauskristallisiert – dass ich mich wirklich, ja ich weiß, übertrieben, als Schriftsteller sehe. Einer, der dieser brotlosen Kunst noch fröhnt. 😄

Auf dem Bild übrigens war ich ca. 4 oder 5 Jahre alt ... Schön, dass ich wenigstens ein paar wenige Bilder aus meiner Kindheit habe, aber das meiste ging verloren, leider.

Coin Marketplace

STEEM 0.05
TRX 0.28
JST 0.045
BTC 66007.22
ETH 1908.82
USDT 1.00
SBD 0.37