Der alte Mann im tiefen, dunklen Wald ist weiter auf Schatzsuche gegangen🧙♂️🌲
Nachdem ich gestern den Silberabfall gefunden habe, hat es mich endgültig erwischt.
Ich wusste doch, da muss noch irgendwo etwas rumstehen …
Und tatsächlich: zwei Flaschen Gold-Elektrolyte. ✨
Für meine Schmuckmanufaktur hatte ich ja eine Galvanikanlage und immer mal vor zu vergolden. Gemacht habe ich es dann nie. Die Flaschen stehen seit sechs oder sieben Jahren ungeöffnet unten rum. Theoretisch müsste die Galvaniklösung noch okay sein – müsste man testen. Und selbst wenn nicht: Den Goldgehalt zu extrahieren ist nun wirklich kein Hexenwerk. 💰
Aktuell kostet so ein Fläschchen irgendwas um die 450 Euro.
Also auch wieder ein bisschen Taschengeld, das hier jahrelang völlig ungenutzt herumstand. 😅
Wenn ich bedenke, dass ich vor ein paar Monaten meine komplette Schmuckmanufaktur verkaufen wollte …
Dazu hätten fast zwei Kilo Heiermänner, die Galvanik mit sämtlichen Elektrolyten, noch zwei Flaschen mit je 20 g Silber, meine Graviermaschine (Neupreis irgendwas um die 6.000–7.000 €, ich selbst habe vor zwei Jahren 4.000 € bezahlt), sowie Pressen, Stanzen, Ringweitenmaschine und, und, und gehört.
Ich wollte damals 10.000 € inklusive Einarbeitung, vorausgesetzt, jemand beherrscht das Handwerk.
Manch einer hat sich aufgeregt, wie „unfassbar teuer“ das sei.
Tja … aktuell bekommst du für einen Münzring 60–80 €, und ich bekomme ständig Anfragen, ob ich nicht doch noch einen Ring fertige. Aber ehrlich: Es ist mir einfach zu anstrengend geworden.
Dabei kann man damit richtig, richtig gutes Geld verdienen.
Ein eigener Shop wäre auch noch da gewesen, inklusive Etsy-Shop mit tausenden positiven Bewertungen – nur leider nicht so einfach zu übertragen.
Unterm Strich:
Allein der reine Silberwert der Münzen hätte schon bei rund 3.000 € gelegen, dazu die Elektrolyte nochmal etwa 1.000 €. Und seltsamerweise ist durch den hohen Silberpreis die Nachfrage nach solchen Ringen explodiert. Warum? Keine Ahnung. Ist aber so. 🤷♂️
Und weil es gerade so gut passt:
Einige wissen ja, dass es auf meinem Grundstück einen eigenen Bachlauf gibt. Und ja – in diesem Bach gibt es definitiv Gold. 🏞️✨
Der Bach wurde schon zweimal gewaschen. Einmal wurde nichts gefunden, beim zweiten Mal wurde tatsächlich Gold gefunden. Man mag es kaum glauben, aber genau hier im Thüringer Wald – und nicht nur hier, sondern in vielen Gegenden in Deutschland – kann man Gold waschen. Und zwar nicht nur Staub, sondern teils sogar kleine Nuggets.
Als fahrender Händler auf Messen wären 30–50 Ringe pro Woche absolut realistisch gewesen. Den Rest kann sich jeder selbst ausrechnen. 💸
Aber gut. Jetzt behalte ich den ganzen Kram.
Vielleicht macht ja Sohnemann nebenbei doch mal den einen oder anderen Ring – das Handwerk beherrscht er ja. 😉
Manchmal ist Schatzsuche eben nicht geplant, sondern passiert einfach.

Sehr interessant, aber auch schön, auf bekannte Namen nach langer Zeit wieder zu stoßen.