Ich sehe gerade, dass auf der Vorwerk-Präsenz hunderte Kommentare gelöscht worden sind
Na ja, aber das bringt letztendlich auch nichts. Im Gegenteil: Man verhindert damit nur, dass Kunden offen schreiben können, dass sie es nicht richtig finden, wenn Unternehmen anfangen zu politisieren.
Ihr müsst mal bei Vorwerk, Rossmann oder fritz-kola schauen, was dort teilweise auf den Internetseiten abgeht. Ich habe eben bei Vorwerk geschaut, bei ihrem Black-Friday-Deal. Unter den Beiträgen stehen mehrere hundert Kommentare, dass Vorwerk jetzt komplett boykottiert wird, viele von Kaufverträgen zurückgetreten sind oder diese Geräte schlicht nicht mehr kaufen werden. Klar sind da einige gezielte Kommentare dabei, die mit Vorwerk nichts am Hut haben, aber wenn man sich die Profile ansieht, sind es eben auch viele Otto-Normalverbraucher.
Ich denke, der Schuss ging bei allen drei Unternehmen komplett nach hinten los. Ob man es wahrhaben will oder nicht: Bundesweit liegt die AfD bei ungefähr 30 Prozent der Wähler, die mit ihr sympathisieren. Das bedeutet, dass man durch solch eine Geschäftspolitik auf einen Schlag bis zu 30 Prozent der eigenen Kundschaft verlieren kann. Und die Produkte von Vorwerk, Rossmann oder fritz-kola sind problemlos durch andere Marken zu ersetzen. Wenn man dann noch Menschen dazuzählt, die einfach der Meinung sind, Unternehmen sollten neutral agieren und sich aus der Politik heraushalten, kann ich mir gut vorstellen, dass man in den Umsatzzahlen – gerade im Weihnachtsgeschäft – deutlich merken wird, was diese Aussagen ausgelöst haben.
Für mich als kleinen Hansel im tiefen dunklen Wald ist es ehrlich gesagt unverständlich, warum Firmen plötzlich meinen, Politik bestimmen zu dürfen. Man hat ja schon beim großen Schraubenunternehmer gesehen, wie weit das geht: Der hat seine eigenen Angestellten angeschrieben, um Einfluss darauf zu nehmen, wo sie ihr Kreuz setzen sollen. Das zeigt ziemlich deutlich, wie weit einige inzwischen gehen.
Auch wenn man sich die Proteste gestern in Gießen anschaut: Es war von vornherein klar, dass die Neugründung der Jugendorganisation der AfD nicht zu verhindern ist. Aber genau durch diese Ausschreitungen wird man bei der nächsten „Wenn-am-Sonntag-Wahl-wäre“-Auswertung sehen, dass die AfD wieder ein bis zwei Prozentpunkte mehr bekommt – einzig und allein wegen solcher Aktionen.
Hätte man diese Partei einfach links liegen lassen, nicht ständig von irgendwelchen „Brandmauern“ geredet und den Wählerwillen akzeptiert, wäre vieles anders gelaufen. Man hätte sie in Regierungsverantwortung bringen können, damit sie zeigen muss, was wirklich dahinter steckt. Ich bin mir sicher, der Bürger hätte schnell gemerkt: große Klappe, wenig dahinter. Dann hätte sich vieles relativiert. Stattdessen sind es genau die etablierten Parteien und die ständig aufgeheizten Proteste, die die AfD stark gemacht haben und weiter stärken. Ich brauche nur in mein eigenes Umfeld schauen, das wirklich groß ist: Da ist kaum jemand, der CDU, SPD, Linke oder BSW wählt. Hinter vorgehaltener Hand sagen viele offen, dass sie regional wie auch bundesweit beim nächsten Mal die AfD wählen werden. Und genau aus den Gründen, die ich hier genannt habe.
Ich muss gestehen, ich hänge politisch völlig in der Luft. Ich hatte trotz Frau Wolf immer mit dem BSW sympathisiert. Aber nachdem, was jetzt mit Frau Wagenknecht und der Abspaltung passiert ist, sind diese Sympathien auf ein Minimum geschrumpft. Fakt ist: Ich sehe aktuell keine einzige Partei, bei der ich mein Kreuz setzen könnte. Ist das nicht verrückt? Es gibt keine Partei, von der ich sagen würde, dass sie meine Interessen wirklich vertritt.
Na ja, das war mein Wort zum Sonntag aus dem tiefen dunklen Wald. Für heute reicht’s mit Politik. Ich bin gespannt, wie viele Follower ich innerhalb der nächsten 24 Stunden verliere. Aber ich habe ja schon einmal gesagt: Ich werde hier weiterhin meine Meinung zu politischen Themen äußern, auch wenn es einigen nicht passt.
Ihr wisst ja: Auf meiner Seite darf jeder seine Meinung kundtun, aber Beleidigungen oder Angriffe gegen andere Personen werden hier nicht geduldet. Wer der Meinung ist, gegen die – man nannte es früher Nettikette zu verstoßen, wird blockiert, und dann ist das Geschriebene ohnehin für niemanden mehr sichtbar. Und sollte derjenige in einer meiner Communities mit weit über 600.000 Mitgliedern sein, wird er auch dort überall entfernt. Menschen, die andere beleidigen – oder mich –, sollen nicht von den Communities profitieren, die ich aufgebaut habe, und auch nicht aus meiner Arbeit Nutzen ziehen.


..dieses Vorgehen ist für Strukturvrtriebe jedenfalls kein Sonderfall sondern eher der Normalfall, in dem Laden n dem ich mal 10 Jahre tätig war und Investment und Steuerspezialisten ausgbildt habe, gab es ganz klare Rules welche beiden Parteien bei den jeweiligen Wahlterminen zu berücksichtigen waren, Repräsentanten der beiden Parteien waren in den Führungsgremien der Firma ebenfalls involviert
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