Want to touch me? =/= Na, auch mal streicheln?👹🍣🎎 Wonderful Japan ENG-GER
For many cultures, various animals often have spiritual or religious significance and are revered in a very special way. In Japan too, there are different animals that have a special status in the two local religions, Shintoism and Buddhism. A good example of this are the many Inari Jinja,Shinto shrines dedicated to the fox goddess Inari, which can be found throughout the whole country.
However, you will also encounter large ox statues, called ushi-zō (牛像), which are primarily associated with the Shinto god Tenjin, but which I have also seen in Buddhist temples.
Tenjin is considered the patron saint of education, scholarship, and literature, and according to Shinto belief, he is the deified form of Sugawara no Michizane, a scholar of the Heian period. Due to his wisdom and tragic life story, after his death he was worshipped as a kami. The ox figure plays a special role in this worship, as according to legend Michizane had a special relationship with cattle – his body is even said to have been carried to his burial place by an ox.
The reclining posture of the Ushi-zō symbolizes calmness, patience, and strength—qualities associated with learning and inner maturity. Many visitors often touch the head, back, or legs of the ox statues to ask for knowledge, exam success, or even healing. Due to frequent touching, many of these Ushi-zō look quite polished in certain places.
The Ushi-zō in today's pictures also seem to enjoy a certain popularity as well, as can be seen from the many shiny spots. As is so often the case, faith and superstition are very close together and sometimes even go hand in hand.
But why not, if people like it and enjoy it? Ultimately, we all want a little help. And if a lying ox can help us with our problems, we certainly don't want to turn down that help. You never know, maybe it's the power from this exact spot that'll help us out. And whether you really believe in it or not, it's worth giving it a shot.
So go ahead and start touching!
DEUTSCH
Für viele Kulturen haben verschiedene Tiere oft eine spirituelle oder auch religiöse Bedeutung und werde auf auf ganz besondere Art und Weise verehrt. Und auch in Japan gibt es verschiedene Tiere, die bei den beiden dort praktizierten Religionen, dem Shintoismus und dem Buddhismus eine besondere Stellung haben. Ein gutes Beispiel sind die vielen Inari-Jinja, Schreine die der Fuchgöttin Inari gewidmet sind, und die man im ganzen Land finden kann.
Oft begegnet man aber auch großen Ochenstatuen, ushi-zō (牛像) genannt, die zwar vor allem mit dem Shintō-Gott Tenjin verbunden sind, aber die ich auch schon in buddhistischen Tempeln gesehen habe.
Tenjin gilt als Schutzpatron für Bildung, Gelehrsamkeit und Literatur und nach dem Shintoglauben ist er die vergöttlichte Form von Sugawara no Michizane, einem Gelehrten der Heian-Zeit. Aufgrund seiner Weisheit und tragischen Lebensgeschichte wurde dieser nach seinem Tot dann als Kami verehrt. Die Ochsenfigur spielt in dieser Verehrung eine besondereRolle, da Michizane laut Legende eine besondere Beziehung zu Rindern hatte – angeblich soll sein Leichnam sogar von einem Ochsen zum Begräbnisplatz getragen worden sein.
Die liegende Haltung der Ushi-zō symbolisiert Ruhe, Geduld und Stärke – Eigenschaften, die mit dem Lernen und der inneren Reifung assoziiert werden. Viele Besucher berühren oft den Kopf, den Rücken oder die Beine der Ochenstatuen, um sich Wissen, Prüfungserfolg oder auch Heilung zu erbitten. Vom häufigen Berühren sind viele dieser Ushi-zō an bestimmten Stellen blank poliert.
Auch die Ushi-zō in den heutigen Bildern scheinen sich einiger Beliebtheit zu erfreuen wie man an den vielen glänzenden Stellen sehen kann. Wie so oft liegen Glaube und Aberglaube ganz nah beieinander und gehen teilweise so gar Hand in Hand.
Aber warum auch nicht, wenn es den Menschen gefällt und sie daran ihren Spaß haben. Letztendlich wünschen wir uns doch alle ein wenig Beistand. Und wenn uns ein liegender Ochse bei unseren Problemen helfen kann, werden wir diesen Beistand doch auf keinen Fall ausschlagen wollen. Man weiß ja nie, vielleicht ist es ja gerade die Energie, die von genau diesem Ort ausgeht, die uns weiterhilft. Und ob man nun wirklich daran glaubt oder nicht, auf einen Versuch kann man es doch ruhig ankommen lassen.
Also traut euch ruhig, und fangt schon mal an zu streicheln!