Winter in Japan 👹🍣🎎 Wonderful Japan ENG-GER
It should come as no surprise to most of us that every season has its own unique charm. I, too, find something to inspire me at any time of year — whether the sun is shining, the wind is blowing, the rain is falling, or the snow is transforming the world into a white wonderland. Every type of weather casts our surroundings in a different light and adds accents that make even familiar places seem surprisingly new.
That's how I felt on that winter's day when I stopped off at our main shrine on my way home. Despite the thick snow flurries, I wanted to take a short walk — and it was probably the snow blowing in my face and eyes that made this walk so special. The shrine park lay silent and almost deserted in front of me, giving it an almost fairy-tale-like tranquility. The snow on the ground and in the air reinforced this atmosphere, and of course my gaze immediately fell on the vermilion bridge right next to the pond, which in summer is covered by a dense carpet of lotus plants.
The color contrast prompted me to reach for my camera again, but I deliberately took some time to take in the moment with my own eyes as well. It is precisely scenes like these that continue to captivate and inspire me here in Japan, even after all these years. Fortunately, my everyday life offers me plenty of them, and I often know exactly where to look for my photo motifs.
Oh yes, sights like these do my soul and my heart a world of good, and I often manage to carry this special feeling with me for a long time afterwards. And if it should fade at some point, I just write a little blog entry about it – and suddenly the memories come alive again. Believe me, it works.
DEUTSCH
Dass jede Jahreszeit ihren ganz eigenen Reiz besitzt, sollte für die meisten von uns kein Geheimnis sein. Auch ich finde zu jeder Zeit etwas, das mich begeistert – ganz gleich, ob die Sonne scheint, der Wind pfeift, der Regen fällt oder der Schnee die Welt in ein weißes Wunderland verwandelt. Jedes Wetter lässt auf seine Art unsere Umgebung immer wieder in einem anderen Licht erscheinen und setzt Akzente, die selbst vertraute Orte überraschend neu wirken lassen.
So ging es mir auch an diesem einem Wintertag, als ich auf dem Heimweg einen kurzen Halt an unserem Hauptschrein einlegte. Trotz des dichten Schneegestöbers wollte ich eine kleine Runde drehen – und vermutlich war es eben genau der Schnee, der mir ins Gesicht und in die Augen wehte, der diesen Spaziergang so besonders machte. Der Schreinpark lag still und fast menschenleer vor mir, was ihm eine fast märchenhafte Ruhe verlieh. Der Schnee auf dem Boden und in der Luft verstärkte diese Stimmung, und natürlich fiel mein Blick sofort auf die zinnoberrote Brücke, die direkt neben dem Teich liegt, der im Sommer von einem dichten Teppich aus Lotuspflanzen bedeckt ist.
Der farbliche Kontrast hat mich dann dazu verleitet, zur Kamera zu greifen. Und dabei habe ich mir dann doch auch ganz bewusst Zeit genommen, den Moment mit den eigenen Augen wahrzunehmen. Es sind genau solche Szenen, die mich hier in Japan auch nach all den Jahren immer wieder fesseln und inspirieren. Und zum Glück bietet mir mein Alltag davon eine ganze Menge, und oft weiß ich dann auch ganz genau, wo ich nach meinen Fotomotiven suchen muss.
Ach ja, solche Anblicke tun meiner Seele und meinem Herzen unglaublich gut und im Anschluss trage ich dann dieses Gefühl oft noch lange mit mir. Und wenn es irgendwann verblassen sollte, schreibe ich einen kleinen Blogeintrag darüber – und schon sind die Erinnerungen wieder lebendig. Glaubt mir, es wirkt.
