Nach kurzer Probezeit - Gott schafft im Himmel die Demokratie ab

Es endete in einem Desaster und deshalb hat der liebe Gott per sofort gültigem Dekret, die Demokratie, welche im Himmel für eine dreitägige Probezeit anberaumt war, abgeschafft.

Gott:
Es war ein Wahnsinn, welche Auswirkungen meine Idee hatte. Ich wollte den Menschen hier oben, doch einfach nur ein klein wenig Mitbestimmungsrecht ermöglichen, habe aber nicht damit gerechnet, dass sich dieses positive Angebot für die braven Himmelsbewohner so derartig mies auswirken könnte. Ich bin immer noch geschockt und bitte deshalb Dich, lieber Petrus, dass Du meinem Sohn erzählst was vorgefallen ist.

Petrus:
Kurz nachdem Dein Vater diese abstruse Idee der Mitbestimmung für fast jeden Idioten eingeführt hat, wurden wir bereits voll bewusst vorgeführt. Wir hatten nämlich die Schnapsidee, die Menschen das Wetter für den morgigen Tag bestimmen zu lassen. Was soll ich sagen? Die Abstimmung endete in einer einzigen Katastrophe. Jeder wollte etwas Anderes. Die Einen wollten einen verfrühten Sommer, die Anderen einen kleinen Regenschauer und wieder Andere wünschten sich den Winter zurück. Dein Vater und ich haben ja selbst nicht glauben können was da vor sich geht und so haben wir uns dazu entschlossen ein Wetter zu schaffen, welches alle Wünsche befriedigen sollte. Wir wechselten das Wetter innerhalb eines Tages komplett durch und ernteten letztendlich ausschließlich angefressene Gesichter unserer Himmelsbewohner.

Jesus:
Vater! Ich habe Dir doch gesagt, dass es keinen Sinn macht den Menschen zu viel Entscheidungsfreiheit zu geben. Vor allem die Österreicher*innen sehnen sich doch in Wahrheit immer noch nach einem starken Führer und da können wir im Vater unser noch so oft predigen: „und führe mich nicht in Versuchung...“

Gott:
Ja. Ja. Ist ja schon gut. Sie hatten ihre Chance und sie haben sie verwirkt. Ist ja sonst nix schlimmes passiert. Ich muss das jetzt nur noch der Frau Holle erklären.

Jesus:
Was hat denn jetzt die Frau Holle damit zu tun?

Gott:
Naja. Die hält mich nämlich für einen senilen, alten Knacker, weil ich ihr gestern in der Früh befohlen habe die Bettwäsche auszuschütteln und kurze Zeit später damit aufzuhören, dann wieder anzufangen, aufzuhören... Am Ende hat Sie mich angeschrien ob ich eigentlich weiß, was ich will und da musste ich ihr erklären, dass ich die braven Himmelsbewohner über das Wetter abstimmen habe lassen. Sie hat dann noch irgendetwas von einem alten Deppen gesprochen, welcher zu feige ist eigene Entscheidungen zu treffen und hat dann Kopfschüttelnd den Balkon verlassen, von wo Sie ihre Bettwäsche ausschüttelte.

Petrus:
Zum Glück hat Dein Vater aber schnell gehandelt und per Dekret, das Ende des Mitbestimmungsrechts in Wetterangelegenheiten beschlossen.

Jesus:
Da bin ich aber froh! Apropos froh. Ich bin froh, wenn dann das Essen fertig ist. Was gibt es denn heute?

Gott:
Naja. So ganz wollte ich das Thema Mitbestimmungsrecht halt doch nicht abhaken und so habe ich die Himmelsbewohner befragt was sie sich als Mittagsmenu wünschen.

Jesus:
Vater! Wie kannst Du nur?

Gott:
Naja. Ich werde das wohl auch nicht mehr tun, weil es war zwar schnell klar, dass die lieben Leute heute Palatschinken essen wollen, aber ich hätte vielleicht doch nicht nachfragen sollen ob sie diese kalt oder warm bzw. mit Marmelade, Topfen oder Schinken/Käse gefüllt essen wollen.

Jesus:
NEIN !!!

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