Is it Good To Be Bilingual...? / Ist es gut, bilingual zu sein...?

Deutsch im Anschluß...

Hello everyone!

Many thanks to @goodybest for this nice suggestion! Language is, after all, an elementary component of human existence; good that we're talking about it for once ;-)) I'll tell you what comes to mind - and I'm sure it will (once again) lead in an unexpected direction... ;-))

We are all born into a home that teaches us the basis of our mother tongue. In the first years of life, this will be our preferred form of linguistic communication. The first peculiarity is likely to occur at this point if the family of origin is bi- or multilingual: the child in a multilingual family does not have exactly one mother tongue. It learns both or all the languages spoken in its immediate environment with its mother's milk, so to speak. Research shows that the development of neuronal connections in the brain of these children is much faster and much more branched than in others. This advantage is retained into adulthood and is also expressed in areas other than just language comprehension.

But I digress - already in the first paragraph. Damn ;-)) Back to me: I was born in Germany and my family spoke German. Even though my father spoke English and French, it never played a role at home. At school, we learnt Russian as a second foreign language. We had fairly one-sided lessons, which to this day enable me to read and understand Russian texts and express myself reasonably well in writing. Speaking... - is terribly difficult for me! Apart from the fact that it wasn't taught well, we had virtually no opportunity to practise the language. On later trips to the Soviet Union and even later to Russia, I was able to communicate better in German and English.

Yes, I also learnt English, from the 5th grade it was an optional subject in our school and as I was listening to a lot of English-language music at the time and had already studied it superficially, this decision was a natural one. In contrast to Russian lessons, the education here was first class.

The time in which this all took place was one without today's technical aids and tools: we had DICTIONARIES ;-)) In this respect, foreign language skills were actually a very significant advantage when travelling in terms of communication.

Let's take a big step now! My children - I have four of them, three biological and one foster son - are now all adults and live their lives spread across the planet. They grew up bilingually, so to speak, because at the time of their birth there was a series of experiments going on where English was already spoken in kindergarten. That was fine with me, the children enjoyed it. My youngest was even "genuinely" bilingual, as we moved to England shortly after his birth and lived there for a few years.

They all still speak cultivated English today, my middle son even better and more fluently than his mother tongue, German. My daughter, who is particularly gifted with languages, also speaks Russian, Latin and French. And we all still enjoy travelling a lot - I've always felt it was a sign of respect for the host country to learn at least a few basic terms and phrases in the local language: I can't expect the locals to understand MY language! This was always very well received...

And NOW I come to my real point ;-)) Everything I wrote above is true and important. But it is not the decisive factor for understanding each other.

Communication is not only based on the use of the same language. Especially nowadays, there are so many tools available to be able to talk to absolutely anyone... What is really essential is the willingness to engage with the other person. Communication is not just about transmitting information, it goes far beyond that! It consists of listening, internalising, weighing up and reacting. You have to be able and willing to do this!

Unfortunately, it seems to be a current phenomenon that people are monologuing more. Carrying their statements in front of them. Multilingual, for all I care. But without any claim or expectation that a real exchange will take place. I find THAT highly problematic and, in my opinion, THAT should be the subject of teaching and training. A return to a good culture of communication. Yes, multilingualism can support this. However, other values are crucial.

If I have the choice, I'd rather communicate respectfully and courteously with my hands, feet and Google Trans than eloquently act as a narrow-minded solo entertainer in dozens of languages.

Well, how do you see this, @umdenker, @tepez and @koppe (all Steemians who have long since left their German homeland and settled elsewhere...)

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Danish bus ticket / Dänische Busfahrkarte

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French cash receipt / Französischer Kassenbon

Deutsche Version:

Hallo zusammen!

Herzlichen Dank an @goodybest für diese schöne Anregung! Sprache ist immerhin ein elementarer Bestandteil der menschlichen Existenz; gut, daß wir einmal darüber reden ;-)) Ich erzähle Euch, was mir dazu einfllt - und bin sicher, daß es (wieder einmal) in eine unerwartete Richtung führt... ;-))

Wir alle werden in ein Elternhaus hineingeboren, daß uns die Grundlage unserer Muttersprache vermittelt. In den ersten Lebensjahren wird das unsere bevorzugte Form der sprachlichen Kommunikation sein. Die erste Besonderheit dürfte schon an diesem Punkt auftreten, wenn die Herkunftsfamilie bi- oder multilingual ist: das Kind in einer mehrsprachigen Familie hat nicht genau eine Muttersprache. Es lernt beide oder alle im direkten Umfeld gesprochenen Sprachen sozusagen mit der Muttermilch. Forschungen zeigen, daß bei diesen Kindern der Aufbau der neuronalen Verbindungen im Gehirn viel schneller und viel verzweigter vonstatten geht als bei anderen. Dieser Vorsprung bleibt bis ins Erwachsenenalter erhalten und äußert sich auch in anderen Sachgebieten als nur im Sprachverständnis.

Aber ich schweife ab - schon im ersten Absatz. Verdammt ;-)) Zurück zu mir: ich wurde in Deutschland geboren und meine Familie sprach deutsch. Auch wenn mein Vater Englisch und Französisch beherrschte, spielte das zu Hause nie eine Rolle. In der Schule lernten wir dann obligatorisch Russisch als zweite Fremdsprache. Wir hatten ziemlich einseitigen Unterricht, der mir bis heute ermöglicht, russische Texte zu lesen und zu verstehen und mich schriftlich einigermaßen verständlich auszudrücken. Sprechen... - ist ganz fürchterlich schwierig für mich! Abgesehen davon, daß es nicht gut gelehrt wurde, hatten wir auch so gut wie keine Gelegenheit, die Sprache zu praktizieren. Bei späteren Reisen in die Sowjetunion und noch später nach Rußland konnte ich mich dann auch dort besser mit Deutsch und Englisch verständigen.

Ja, Englisch lernte ich auch, ab der 5. Klasse war es ein Wahlfach bei uns und da ich zu dem Zeitpunkt viel englischsprachige Musik hörte und mich schon oberflächlich damit beschäftigt hatte, war diese Entscheidung selbstverständlich. Im Gegensatz zum Russischunterricht war hier die Ausbildung erstklassig.

Die Zeit, in der das alles stattfand, war eine ohne die heutigen technischen Hilfsmittel und Tools: wir hatten WÖRTERBÜCHER ;-)) Insofern waren Fremdsprachenkenntnisse tatsächlich ein ganz bedeutender Vorteil, den man auf Reisen in Sachen Verständigung hatte.

Laßt uns nun einen großen Schritt machen! Meine Kinder - ich habe vier davon, drei leibliche und einen Pflegesohn - sind heute alle erwachsen und leben ihre Leben, quer über den Planeten verteilt. Sie sind quasi bilingual aufgewachsen, da zum Zeitpunkt ihrer Geburt so eine Reihe von Experimenten lief, wo bereits im Kindergarten Englisch gesprochen wurde. Mir war das recht, die Kinder hatten Freude daran. Mein Jüngster war dann sogar "echt" bilingual, da wir kurz nach seiner Geburt nach England umgesiedelt sind und auch einige Jahre dort lebten.

Sie alle sprechen bis heute ein gepflegtes Englisch, mein mittlerer Sohn sogar besser und geläufiger als seine Muttersprache Deutsch. Meine Tochter als besonders sprachbegabt spricht außerdem Russisch, Latein und Französisch. Und wir alle reisen bis heute gern und viel - ich habe es immer als Zeichen des Respekts gegenüber dem Gastgeberland empfunden, wenigstens einige grundlegende Begriffe und Sätze in der jeweiligen Landessprache zu lernen: ich kann nicht von den Einheimischen erwarten, daß sie MEINE Sprache verstehen! Das wurde immer sehr gut aufgenommen...

Und JETZT komme ich zu meinem eigentlichen Punkt ;-)) Alles, was ich weiter oben schrieb ist zutreffend und wichtig. Aber es nicht das Entscheidende für eine Verständigung untereinander.

Kommunikation basiert nicht nur auf der Verwendung der gleichen Sprache. Gerade heutzutage stehen so viele Hilfsmittel zur Verfügung, sich mit absolut jedem Menschen unterhalten zu können... Was wirklich essentiell ist: die Bereitschaft, sich auf den anderen einzulassen. Verständigung ist nämlich nicht das Übermitteln von Informationen, sie geht weit darüber hinaus! Sie besteht aus Zuhören, Verinnerlichen, Abwägen und Reagieren. Dazu muß man fähig und bereit sein!

Leider scheint es ein aktuelles Phänomen zu sein, daß die Menschen mehr monologisieren. Ihre Aussagen vor sich her tragen. Multilingual, meinetwegen. Aber ohne Anspruch oder Erwartung, daß ein echter Austausch entsteht. DAS finde ich hoch problematisch und DAS sollte m.E. eher Gegenstand von Lehre und Ausbildung sein. Ein Zurück zu einer guten Kommunikationskultur. Ja, Mehrsprachigkeit kann dabei unterstützen. Entscheidend sind jedoch andere Werte.

Wenn ich die Wahl habe, verständige ich mich lieber respektvoll und zugewandt mit Händen, Füßen und Google Trans, als mich perfekt in 'zig Sprachen eloquent als bornierter Alleinunterhalter zu betätigen.

Tja, wie seht Ihr das, @umdenker, @tepez und @koppe (alles Steemianer, die lange ihre deutsche Heimat verlassen und anderswo Fuß gefaßt haben...)

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I also studied German in school from 8th to 12th grade 🤗

Yes, I have absolutely found that your education system prepares you well for foreign languages. In many other countries too, by the way. We are lagging a little behind...

Ja, Languages are a window to the world 🌎

 2 years ago 

Hello @weisser-rabe dear I'm glad to receive your entry, and you know what? I'm not surprise that your all children are this smart knowing 2-4 languages, I mean they're taking after their Mom!

I can't agree more with you, being a bilingual comes with uncountable advantages, polyglots are creative, fast thinkers and problem solver.

I've always felt it was a sign of respect for the host country to learn at least a few basic terms and phrases in the local language.

You're not far from the truth, it always shows that you care for the people and they will on return draw closer to you. You're making a whole lot of sense and I appreciate your entry!

Zum Glück müssen !wir Europäende uns nicht mit Lorbeeren bekleckern , wenn !wir ´mal zwei drei Sätze Dänisch verstehen , oder etwas französisch geschriebenes entziffern können, das ist alles die selbe Sprachfamilie.
Wenn die Buchstaben anders werden , dann geht´s los mit der Multilingualität .

Ja, da sagst was... Einer meiner Söhne war ein Jahr zum Schüleraustausch in Japan. Später auch noch einmal eine Weile. Das mit der Schrift ging nicht so arg gut. Paar wichtige Zeichen. Sprache war dagegen gar nicht so sehr das Problem.