Kalt am Mittag.
Ich bin also kurz rausgegangen, um ein paar Aufnahmen zu machen – allerdings nicht allzu lange, denn die Kälte verursachte Schmerzen in meinem geschädigten linken Innenohr. Normalerweise benutze ich einen Ohrstöpsel aus Watte, aber diesmal nicht, da ich vergessen hatte, einen vorzubereiten. Glauben Sie mir: Es ist kein Vergnügen, mit einem schmerzenden, pochenden Ohr draußen unterwegs zu sein. Aber ich schweife ab; eigentlich wollte ich Ihnen ja wunderschöne Aufnahmen eines kalten Himmels zeigen. Sicher kennen Sie das auch: den eigenen Atem, der in der kalten Luft als Nebel sichtbar wird.
Und nun setzt natürlich der Regen ein und durchnässt alles, was es noch kälter macht. In den anderen Provinzen ist bereits von Schnee die Rede, und wir können den Frühling kaum noch erwarten. Ich glaube, auch die Vögel haben den Nestbau erst einmal auf Eis gelegt; ich beobachte einige ihrer Nester in der freien Natur, aber dort tut sich im Moment gar nichts. Ich habe das Gefühl, dass auch wir unser Leben auf Eis gelegt haben, bis diese Zeit vorüber ist.

