RE: Demokratie mit Bedingungen - Es beginnt nie mit Stiefeln
Demokratie sollte von unangenehmen Debatten leben, das ist wichtig! Leider lebt jeder Mensch in seiner eigenen Wahrnehmung und deswegen kann man niemanden beauftragen eine Grenze zu bestimmen die definiert wann Hass zur Gefahr wird, wann Hass zu Diskriminierung, Ausgrenzung, Entmenschlichung wird. So entscheidet also die Moral. Zum Glück stehen Menschen auf, die moralisch einer Meinung sind und es sind viele. Auf der politisch rechten und linken Seite. Die Linken haben Angst dass sich die Geschichte wiederholt, die Rechten fühlen sich ungerecht behandelt, dadurch verstärkt sich (teils aus Trotz) die Meinung. Jetzt kommt die Phase die sich wie ein Brettspiel gestaltet: Die Seite die sich gegen faschistische Strukturen wehrt wird plötzlich selbst dem Faschismus bezichtigt. Warum? Weil Merkmale von Faschismus beide Seiten betreffen, vor allem Extremistische. Jetzt findet die Täter-Opfer-Umkehr statt, in dem Gegner als „Linksfaschisten“ bezeichnet werden. So wird versucht den Faschismus-Vorwurf gegen sich selbst zu entwerten. Diejenigen, die vor Faschismus warnen, werden als die eigentlichen Aggressoren dargestellt, die die Gesellschaft spalten. Ist das nicht einfach durchschaubar? Wohl nicht, denn es gab plötzlich zig Beiträge in sozialen Medien und Kanäle von Verschwörungstheorien in denen die Linken den Feindbild-Stempel erhielten, bzw jetzt nach wie vor erhalten. Gäbe es eine andere Möglichkeit wie es ohne "mit dem Finger auf andere zeigen" verlaufen könnte? Es ist und war immer ähnlich...