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RE: Silber crasht – aber du kannst es nicht kaufen. Paper vs. Physical für Dummies erklärt

in #deutsch10 days ago (edited)

Das ganze ist etwas komplexer.

Grundsätzlich aber richtig. Am Ende entscheidet die Verfügbarkeit.

Reale Welt ist der Maßstab.

Ich könnte jetzt noch einige Hardfacts nennen, wie z.B. die UBS in Asien, welche am Mittwoch die Käufe ihres Silberfonds Unterband. Als das nicht fruchtete, kam die nächste Welle an Margin Calls.

Ein abgekatertes Spiel womit der Chart verzerrt wird .
14x soviel Papiersilber wie physisch an der Comex verfügbar ist schon ein Hinweis dafür, dass seit Jahrzehnten der Kurs von Silber systematisch verzerrt wird.

Aus technischer Sicht kann Silber noch mal einen Haken schlagen.

Kommt die Währungsreform, dann steht Silber beim 1000-fachen.

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Danke dir für die Einordnung 👍
Da bin ich bei dir: Es ist natürlich komplexer, und genau deshalb war mir wichtig, es zunächst auf den Kern herunterzubrechen – Verfügbarkeit schlägt Bildschirmpreis. Die reale Welt setzt am Ende den Maßstab.

Der Hinweis auf UBS Asien und die gestoppten Fonds-Käufe passt sehr gut ins Bild. Das zeigt ja genau diese Bruchlinie zwischen Papiermechanik und physischer Realität. Margin Calls als „Disziplinierungsinstrument“ verzerren den Chart zusätzlich – technisch sauber, inhaltlich aber hochproblematisch.

Die Relation Papier zu physisch an der Comex ist m.E. tatsächlich der Elefant im Raum. Dass so ein Hebel über Jahrzehnte funktioniert, erklärt auch, warum Silber fundamental immer „zu billig“ wirkt, aber nie sauber ausbricht.

Dass Silber technisch noch einen Haken schlagen kann, sehe ich ebenfalls – gerade weil solche Systeme ihre letzten Bewegungen oft mit maximaler Verunsicherung erzwingen.

Ob es am Ende eine Währungsreform braucht oder „nur“ einen Vertrauensbruch im Papiermarkt, wird man sehen. Aber dass Silber in so einem Szenario explosiv reagiert, daran habe ich wenig Zweifel.

Danke für den sachlichen Zusatz – genau solche Ergänzungen machen die Diskussion wertvoll.