Ivar Giaever über Klimawandel: Ein Physiker hinterfragt die Panik
Auf einer Konferenz in Lindau 2015 berichtete Nobelpreisträger Ivar Giaever von seinen Erfahrungen mit der Klimadebatte. Zunächst war er skeptisch, überhaupt an einer Podiumsdiskussion über globalen Klimawandel teilzunehmen. Doch nachdem er sich eingelesen hatte, war er „entsetzt über das, was er fand“ und begann, sich intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Globaler Klimawandel als neue Religion
Giaever beschrieb, dass der Klimawandel heute wie eine Art Religion behandelt werde. Diskussionen darüber seien tabu – wer widerspreche, werde ignoriert oder ausgeschlossen. Die American Physical Society etwa bezeichnete die Evidenz für globale Erwärmung als „unwiderlegbar“. Für Giaever war das ein Grund, aus der Gesellschaft auszutreten: „Wenn man nicht diskutieren darf, kann man nur resignieren.“
Die Temperaturverläufe und ihre Grenzen
Giaever analysierte historische Temperaturdaten und stellte fest, dass die globale Durchschnittstemperatur seit 1880 nur um etwa 0,8 Grad Kelvin gestiegen sei – eine Steigerung von 0,3 %. Zum Vergleich: In Albany, New York, beträgt der Unterschied zwischen Sommer- und Wintertemperatur rund 80 Grad K. Für ihn ist es daher fraglich, ob ein globaler Durchschnitt von weniger als einem Grad wirklich klimatisch relevant ist.
Hinzu kommt, dass die Messungen globaler Durchschnittstemperaturen äußerst lückenhaft sind. Beispielsweise gibt es laut NASA gerade einmal acht Thermometer am Südpol, um die Temperatur des gesamten Kontinents zu bestimmen. „Wie kann man daraus den Durchschnitt für die ganze Erde ableiten?“ fragt Giaever rhetorisch.
Das anschauliche Streichholz-Beispiel
Ein besonders einprägsames Beispiel lieferte ein Kollege Giaevers: Stellen Sie sich einen großen Raum von 20 × 20 × 10 Fuß vor, der vollständig von der Außenwelt abgedichtet ist – keine Luft kommt hinein oder heraus. Draußen fahren Autos, Flugzeuge und andere Maschinen, die CO₂ produzieren.
Die Frage lautet: Wie viel CO₂ müsste man in diesem abgeschotteten Raum hinzufügen, um die gleiche Menge wie alle zivilen Autos weltweit innerhalb eines Jahres zu erreichen? Die Antwort: nur ein einziges Streichholz. Giaever nutzt dieses Bild, um zu verdeutlichen, dass menschliche CO₂-Emissionen im globalen Maßstab minimal sind und die Panik übertrieben erscheint.
CO₂ und Pflanzenwachstum
Giaever weist auch auf positive Effekte von CO₂ hin: Pflanzen wachsen schneller, wenn mehr CO₂ in der Luft ist. In Gewächshäusern wird CO₂ gezielt eingesetzt, um Ernteerträge zu steigern. Die steigende CO₂-Konzentration in der Atmosphäre habe ähnliche Effekte, werde aber kaum in der öffentlichen Debatte berücksichtigt.
Extremwetter und Meeresspiegel
Er untersucht auch Behauptungen über Extremwetter und steigende Meeresspiegel. Historische Daten zeigen, dass der Meeresspiegel in den letzten 100 Jahren um etwa 20 cm gestiegen ist – genau wie in den 100 Jahren davor. Hurrikane und Tornados in den USA bewegen sich derzeit auf niedrigem Niveau. Giaever stellt klar: „Diese Fakten werden in der Diskussion selten erwähnt.“
Ressourcenverschwendung durch Solar- und Windprojekte
Ein weiteres Thema war der wirtschaftliche Aspekt: Viele Regierungen investieren enorme Summen in Solaranlagen und Windkraft, ohne dass es einen messbaren Nutzen für CO₂-Reduktion oder das Klima gibt. Gleichzeitig bleiben dringende Probleme wie Armut oder humanitäre Krisen ungelöst. Giaever kritisiert: „Wenn man Afrika wirklich helfen will, sollte man Armut bekämpfen, nicht Solarzellen bauen.“
Fazit: Klimawandel als nicht-kritisches Problem
Giaever schließt mit einer klaren Botschaft: Der menschliche Beitrag zum globalen Klimawandel ist minimal, die Panik wissenschaftlich nicht gerechtfertigt. Stattdessen sollten wir lernen, mit Veränderungen zu leben, ohne enorme Ressourcen zu verschwenden. „Die Welt hat sich stets verändert – und wir sollten nicht versuchen, die Natur zu kontrollieren, sondern uns anpassen.“
Sein Appell ist deutlich: Klimapolitik darf nicht von Panik und Ideologie geleitet werden, sondern sollte rational, faktenbasiert und pragmatisch sein.
Ich denke inzwischen, überall wo mit Panik gearbeitet wird, ist Obacht geboten.
Dennoch denke ich auch, es wird dringend Zeit, dass die Menschen die Natur wieder achten lernen.
Die eigenen Konsumstrukturen zu überdenken und wieder wertschätzend mit der Mitwelt umzugehen, wäre sicher eine gute Idee und würde vermutlich gleich mehrere westliche Probleme lösen.
Lange Zeit bin fest davon ausgegangen, die Klimakrise sei, genau wie in den ÖRR geschildert, ein Fakt und ich spüre, wie mir zunehmend leichter ums Herz wird, seit ich mich davon nicht mehr so verrückt machen lasse und weniger davon konsumiere. 😅
Danke also, für diese alternativen Impulse dazu!
@yaraha
Sehr schön gesagt – das mit der Panik und der Achtsamkeit trifft es wirklich.
Lustig finde ich, dass du das ausgerechnet über die ÖRR erwähnst. Früher wurde dort tatsächlich noch so berichtet, wie viele es heute nur noch vermuten: faktenorientiert, neugierig, manchmal sogar mutig.
Heute ist leider viel Fiktion und Haltung dabei – oft mehr Inszenierung als Information. Und das Tragische: Die wahren Missstände werden nicht aufgeklärt, sondern entstellt.
Falls du Lust hast: Schau dir mal alte Beiträge von Joachim Bublath an – damals gab’s noch echten Wissenschaftsjournalismus, auch zu Themen wie Geoengineering oder den sogenannten „Chemtrails“.
Einfach mal bei YouTube suchen 😉
Und ja – vielleicht beginnt der Klimaschutz wirklich nicht mit Angst, sondern mit Ehrfurcht. 🌍
Thank you for sharing on steem! I'm witness fuli, and I've given you a free upvote. If you'd like to support me, please consider voting at https://steemitwallet.com/~witnesses 🌟
Der Klimawandel als Thema ist mir zu komplex, um ihn in einem Post und einigen Kommentaren abgehandelt zu wissen. Punktuell stimme ich Dir oder dem Herrn Giaever zu. Auch sein finaler Appell - weg von Ideologie und Panik, hin zu Pragmatismus und Realismus, trifft meine Zustimmung.
An anderen Stellen mag ich streiten. Ich habe z.B. selber lange nicht verstanden, warum man das ganze ach so fatale CO2 nicht einfach in der Landwirtschaft für Ertragssteigerungen nutzt. Immerhin wachsen sogar die Bäume im bedrohten Regenwald schneller und höher, seit da so viel mehr Kohlendioxid in die Luft geblasen wird. Nun, die Antwort ist tatsächlich einfach, aber bedauerlich: die Pflanzen wachsen unter Zufuhr von CO2 besser, aber sie enthalten am Ende weniger Nährstoffe. Wir lösen das Welthungerproblem, weil es genug eßbare Biomasse gäbe, aber wir hätten auf einmal globale Mangelernährung...
Alles nicht so einfach, wenn man es doppelt nimmt und durch drei teilt.
Ja, genau das ist mein Punkt:
Mir geht’s überhaupt nicht darum zu behaupten: „Hier ist DIE Wahrheit!“ – sondern schlicht darum, dass es legitime andere Perspektiven gibt, die man nicht sofort moralisch vernichten muss. Giaever liefert eine davon.
Was im Artikel gar nicht vorkommt, im Vortrag aber eine seiner stärksten Fragen ist:
Was ist eigentlich die optimale Temperatur der Erde?
Wer definiert das?
Wo steht geschrieben, dass genau das heutige Klima der perfekte Idealzustand für 8 Milliarden Menschen sei?
Vielleicht wären +2 °C in manchen Regionen sogar besser – rein hypothetisch, natürlich.
Aber diese Frage darf man ja kaum stellen, ohne gleich als Ketzer zu gelten.
Dein Vergleich mit dem Pflanzenwachstum ist super, weil er zeigt:
Je komplexer ein System ist, desto fataler sind einfache Wahrheiten.
Das erinnert mich an eine Szene mit dem Finanzamt:
Die fragten mich völlig ernst: „Was werden Sie denn nächstes Jahr an Umsatz machen?“
Ich: „Gar nichts.“
Die: „Warum denn das?!“
Ich: „Weil ich krank sein werde.“
Die: „Woher wissen Sie das?“
Ich: „Genau so sicher wie Sie wissen wollen, was ich nächstes Jahr verdienen werde.“ 😄
Wir können in komplexen Systemen keine exakten Zukunftsprognosen erstellen – weder über meinen Gesundheitszustand noch über den Weltklimaverlauf der nächsten 80 Jahre.
Aber man darf Fragen stellen. Das ist alles, was ich versuche.
Dann spinnen wir das doch gerne weiter...: die "optimale" Temperatur der Erde muß doch absolut nicht optimal für Menschen sein. Die Kugel ist ja nicht nur für uns da ;-))
Want to grow faster on Steemit? Try www.pussteem.com – the first platform that lets you use $PUSS tokens to power up your posts. For just $0.50, you can receive $10 worth of upvotes through our curated support system.
➤ Learn more: Unlock the Power of Your Steemit Journey
➤ Step-by-step guide: How to Get Started -Video Tutorial
Join the movement – boost your visibility, earn more, and grow with Pussteem!
:globe_with_meridians: https://pussteem.com
Join with us on Discord: https://discord.gg/g4KWCtFJbk