RE: Wenn die Guten hetzen – Wann Aktivismus ins Autoritäre kippt?
Du willst gar keine Diskussion führen, sondern deine Meinung zur Norm erklären. Argumente scheinst du nicht zu suchen – du versuchst eher, andere in dein Weltbild hineinzuziehen, notfalls mit moralischem Druck oder Framing.
Genau diese Strategie – Meinung statt Austausch, Angst statt Argument – ist das, was totalitäre Systeme immer ausgezeichnet hat. Ironischerweise erinnert mich dieses Verhalten stärker an das, was man heute ständig „bekämpfen“ will, eben an die NAZIs. Das ist wohl der Sozialistische Teil der Nationalisten 😉
Ich bin übrigens nicht „rechts“, sondern libertär – also jemand, der frei denkt, statt sich ideologisch einordnen zu lassen. ;P Mal links, mal rechts aber immer eigene Meinung, gebildet und das war eindeutig zweideutig. xD
Meine Güte, das mit dem„Taubenschach“ willst du nicht verstehen, oder 🙈
Dir ist aber schon klar, dass Libertarismus (eigentlich) "links" ist und erst in den 1950er Jahren von den Amis gekapert wurde? (Halt wie so rechte öfters mal was kapern)
Somit würde ich dich eher dem Rechslibetarismus zuordnen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtslibertarismus#:~:text=Als%20Rechtslibertarismus%20oder%20auch%20Libert%C3%A4rer,marktradikalen%20Fl%C3%BCgel%20der%20libert%C3%A4ren%20Bewegung.
Mitte des 19. Jahrhunderts entstand der Libertarismus als eine Form antiautoritärer und staatsfeindlicher Politik, die üblicherweise dem linken Spektrum zugeordnet wird (wie Sozialisten und Anarchisten, insbesondere Sozialanarchisten, aber allgemeiner libertäre Kommunisten/Marxisten und libertäre Sozialisten).
Hörtipp: https://www.aradio-berlin.org/libertaerer-podcast-septemberrueckblick-2025/
Viel Spaß und Gruß vom Bruder der anderen Seite, wie Michael Kühnen zu sagen pflegte 😉
Es ist faszinierend, wie leicht sich ideologische Narrative mit sprachlichen Missverständnissen tarnen lassen.
Im Englischen ist liberal traditionell das Gegenteil von libertarian – der eine betont gesellschaftliche Gleichheit, der andere individuelle Freiheit. Wer das verwechselt, konstruiert künstlich eine „Verschiebung“, wo in Wahrheit nur eine begriffliche Differenz besteht.
Der angebliche „Diebstahl“ des Libertarismus durch Amerikaner ist also kein historisches Ereignis, sondern ein Übersetzungsfehler, den viele Nichtmuttersprachler begehen. Dass man daraus ein weltanschauliches Drama formt, verrät mehr über das eigene Bedürfnis nach ideologischer Reinheit als über die Realität.
Man sollte vorsichtig sein, wenn man beginnt, Menschen nach Kategorien zu sortieren und Begriffe moralisch zu etikettieren – das hat schon einmal keine guten Erfahrungen gebracht.
Ich weiß, es ist bitter, wenn ein ganzes Weltbild an einem Übersetzungsfehler zerbricht. Aber genau darin liegt der Reiz echter Aufklärung: Sie funktioniert sogar dann, wenn sie unfreiwillig geschieht. 😉
Sprachliche Präzision ist kein Detail, sondern der Lackmustest für intellektuelle Redlichkeit. Wer da durcheinanderkommt, sollte mit Urteilen über Ideologien etwas vorsichtiger sein.