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RE: Ivar Giaever über Klimawandel: Ein Physiker hinterfragt die Panik

in #deutsch2 months ago

Ja, genau das ist mein Punkt:
Mir geht’s überhaupt nicht darum zu behaupten: „Hier ist DIE Wahrheit!“ – sondern schlicht darum, dass es legitime andere Perspektiven gibt, die man nicht sofort moralisch vernichten muss. Giaever liefert eine davon.

Was im Artikel gar nicht vorkommt, im Vortrag aber eine seiner stärksten Fragen ist:
Was ist eigentlich die optimale Temperatur der Erde?
Wer definiert das?
Wo steht geschrieben, dass genau das heutige Klima der perfekte Idealzustand für 8 Milliarden Menschen sei?
Vielleicht wären +2 °C in manchen Regionen sogar besser – rein hypothetisch, natürlich.
Aber diese Frage darf man ja kaum stellen, ohne gleich als Ketzer zu gelten.

Dein Vergleich mit dem Pflanzenwachstum ist super, weil er zeigt:
Je komplexer ein System ist, desto fataler sind einfache Wahrheiten.

Das erinnert mich an eine Szene mit dem Finanzamt:
Die fragten mich völlig ernst: „Was werden Sie denn nächstes Jahr an Umsatz machen?“
Ich: „Gar nichts.“
Die: „Warum denn das?!“
Ich: „Weil ich krank sein werde.“
Die: „Woher wissen Sie das?“
Ich: „Genau so sicher wie Sie wissen wollen, was ich nächstes Jahr verdienen werde.“ 😄

Wir können in komplexen Systemen keine exakten Zukunftsprognosen erstellen – weder über meinen Gesundheitszustand noch über den Weltklimaverlauf der nächsten 80 Jahre.

Aber man darf Fragen stellen. Das ist alles, was ich versuche.

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Dann spinnen wir das doch gerne weiter...: die "optimale" Temperatur der Erde muß doch absolut nicht optimal für Menschen sein. Die Kugel ist ja nicht nur für uns da ;-))