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RE: Drei Klassen im Wartezimmer – wie Sonderregeln das Gleichheitsgebot aushebeln

Unser Gesundheitssystem beruhte ursprünglich auf einem klaren, gerechten Prinzip – alle werden gleich behandelt, aber wer mehr will, kann freiwillig mehr zahlen. Das war der Kompromiss zwischen Solidarität und Eigenverantwortung, zwischen Sozialstaat und Freiheit.

Mit der heutigen „dritten Gruppe“ wird dieses Prinzip stillschweigend ausgehebelt. Denn wer gar nichts einzahlt, kann trotzdem Leistungen erhalten, die außerhalb der GKV-Budgets vergütet und damit besser bezahlt sind als bei normalen Kassenpatienten. Das ist keine Humanität, das ist ein Systemfehler.

Das ursprüngliche Versprechen des Rechtsstaats war:
👉 Gleichheit im Recht, nicht Gleichheit im Ergebnis.
Wenn aber derjenige, der beiträgt, schlechter gestellt wird als derjenige, der nichts beiträgt, dann wird aus Gerechtigkeit Ungerechtigkeit mit moralischem Anstrich.